Aktuelles


Am kommenden Sonntag, 23. Oktober, steht für mich das erste Radquer an. In Uster starte ich am 14:45 ins Rennen der Elite Herren. Meine neuen Babies stehen bereit!


Die Saison 2012 werde ich zum dritten Mal für Stevens am Start stehen:

http://www.stevensbikes.de/2012/index.php


Eine weitere Saison werde ich ebenfalls unterstützt durch den besten Fotografen im Rennzirkus:

http://willy-sportfotos.ch/


Ebenfalls werde ich 2012 wieder durch die Firma

http://zweiradsport.ch/index2.html

unterstützt


Neu für 2012 werde ich unterstützt durch:

http://www.bikefrog.ch/


27. September 2011

Bilder Iron Bike sind online. Im Schlussklassement belege ich den 8. Rang mit 0,2 Punkten Rückstand auf den 7. platzierten.


26. September 2011

Saisonabschlussbericht Fabian Obrist

Elite/U23 Saison 2011

 

Diese Saison war eine spezielle Saison. War es doch meine erste Saison in der Kategorie Elite. Und ja, es war hart, sehr hart. Aber deshalb bin ich ja auch dort, es ist ja schliesslich kein Fussball.

Viele Rennen waren schlichtweg für die Katz. Es war nicht so, als ob der Rhythmus der neuen Kategorie zu hoch gewesen wäre, vielmehr lag es einfach an mir, dass ich nicht auf Touren kam. Zum Saisonanfang lief alles nach Plan, nach dem Trainingslager fühlte ich mich bereits stark, so früh wie nie zuvor. Auch die ersten Trainingsrennen bestätigten mein Gefühl. Beim Racers Cup in Tesserette wurde ich von Runde zu Runde schneller, bis die Kette riss. In Solothurn hatte ich einen Platten nachdem ich ein starkes Rennen zeigte. Dann begann der Fluch, vor dem ersten Marathon war ich 4 Wochen erkältet, anstatt zu erholen trainierte ich weiter, die Rennen dementsprechend schwach und so war auch die Motivation ziemlich schnell begraben. Die Form war verloren aber anstatt eine Pause einzulegen trainierte ich viel zu viel und auch falsch. Bei den folgenden Rennen war ich sehr früh müde, dachte es läge an der fehlenden Form und trainierte noch mehr.

Vereinzelte Rennen gaben Lichtblicke: Schweizermeisterschaft fühlte ich mich gut, bis die Kette riss. Schon wieder. Grindelwald lief gut und auch das letzte Rennen in Einsiedeln war nicht schlecht. Alles in allem werde ich das Gefühl nicht los, die ganze Saison unter meinem Niveau gefahren zu sein. Dies gilt es nun auszublenden um mit neuem Elan in die nächste Saison zu starten.

An dieser Stelle darf ich die weitere Zusammenarbeit mit Stevens Bikes und willy-sportfotos.ch bekanntgeben. Neu arbeite ich von nun an mit einem Trainer zusammen, Joe Broder, Sportlicher Leiter des JB Felt Teams.

Ich bedanke mich bei allen beteiligten für ihren Einsatz, ihre aufmunternden Worte und dass sie nach wie vor an mich glauben. DANKE!


26. September 2011

IXS Swiss Bike Classics, Iron Bike Einsiedeln, Mitteldistanz 77km

 

Das letzte Rennen, das letzte Mal leiden, das letzte Mal die Iso plörre runter würgen, das letzte Mal das Glücksgefühl im Ziel erleben. Der gesamte Rest an Energie und Motivation suchte ich in meinem Körper zusammen und ging an den Start am Iron Bike Race in Einsiedeln über 77km. Das Wetter zeigte sich gutmütig - hoffentlich nicht zum letzten Mal. Der Start war ziemlich lasch, auf der langen Teerstrasse war ,,gümmele,, angesagt. Als es dann zur Sache ging stand plötzlich ein Auto in der Strecke, die meisten kamen mit einem Schrecken davon, aber durch die abrupten Notstops wurde aus dem Feld eine Perlenkette. Ich fand meinen Rhythmus überhaupt nicht musste früh reissen lassen. Aber so nicht, nicht beim letzten Rennen, nach ca. 10km ging der Knopf auf, die Beine drehten, der Kopf war frei und ich immer weiter vorne zu finden. Gruppe um Gruppe kam ich nach vorne, endlich wieder mal gute Beine. Zu zweit machten wir uns in die zweite Abfahrt, wir jagten uns über die schmale Kiesstrasse wie Katz und Maus, volle Kanne. Die folgende Steigung liess unsere Waden in zartbitterer Säure baden, das Herz drehte auf Hochtouren. Ich kam weg, lag bereits an 15. Stelle und stach in die Abfahrt. Eingangs technisch etwas schwerer unten raus nur Schotterpiste. Da die Lang- und Mitteldistanzfahrer vor uns gestartet sind, mussten wir die grossen Felder von hinten aufrollen. In einer Linkskurve überholte ich zwei von der Langdistanz aussen rum und dann….Hoppla! Die Rechtskurve kam ziemlich schnell entgegen, die Bremskraft verflüchtete sich im tiefen Kies, einlenken wird schon gut gehen. Oder auch nicht. Mit einer Kniebremse zur Negativbeschleunigung schlitterte ich über die Steine, eine Rolle seitwärts und neu orientieren. Der Lenker schräg, die Knie offen, die Schaltung verbogen und die Konkurrenz wieder vorbei. Sch****e!!! Ich brauchte eine ganze Weile um wieder auf Touren zu kommen, der Faden war gerissen. Erst in der letzten Steigung wichen die Schmerzen dem Vortrieb und auch einige Kontrahenten konnte ich wieder abfangen. Der 36. Platz war es am Ende, 15. der Lizenzierten. In Anbetracht meiner vorhergehenden Leistungen bin ich zufrieden mit meiner Leistung und kann so mit gutem Gewissen die Pause angehen. Die Zeit von Chips vor dem TV, Bier nach Feierabend und Winterpelz an den Beinen. Pause, du brauchst nicht mehr zu warten, ich komme!


13. September 2011

Neue Bilder: IXS O-Tour und vom neuen Pumptrack in Winterthur, welchen ich allen wärmstens empfehlen kann.

 

In der IXS Marathon Serie belege ich im Zwischenklassement trotz fragwürdigen Leistungen den 7. Zwischenrang mit 0,04 Punkten Rückstand auf Platz 6.


11. September 2011 IXS Swiss Bike Classic O-Tour Obwalden

Wenn einem etwas angeboten wird, so soll man es annehmen, gratis sowieso. In meinem Fall nahm ich heute ein Streichresultat des Veranstalters in Anspruch, nicht weil ich es mir leiste könnte weil ich im Gesamtklassement genügend weit vorne wäre, sondern viel mehr, weil die lange Saison seine Spuren zeigt. Der Begriff Marathon war ziemlich übertrieben, nur 43km und 1590 Höhenmeter lagen vor uns, der Start, wieso auch immer, viel zu früh um 8:15. Der Start war sehr schnell, nach ca. 10min. musste ich reissen lassen. Die Top 8 somit ausser Reichweite, versuchte ich mich trotzdem zu quälen. Aber wenn mir das Leiden um die vordersten Ränge schon schwer fiel so verliess mich der Biss um die hinteren Ränge erst recht. Nach bereits über 25 Rennen dieser Saison bräuchte mein Motor wieder einmal eine Generalüberholung. Das der Kolbenklemmer ausblieb war Glück. In etwas mehr als Trainingstempo rollte ich Richtung Ziel, das Resultat war mir schlicht egal, zu weit hinten, das war klar.

Ich versuche mich nun zu motivieren, noch ein letztes Mal leiden für die 77km von Einsiedeln in 2 Wochen. Dann folgt die Pause, die Ruhe vor dem Sturm, bzw. Ende Saison ist anfangs Saison.


10. September 2011

 

Radquersaison 2011/2012:

 

23.10.2011          Radquer Uster (C2)

30.10.2011          Radquer Steinmaur (C2)

06.11.2011          Radquer Hittnau (C2)

20.11.2011          Radquer Bützberg (national)

26.12.2011          Radquer Dagmersellen (C2)

02.01.2012          Radquer Bussnang (C2)

08.01.2012          Radquer Schweizermeisterschaft U23 Beromünster

 

Ich fokussiere mich nächste Saison vermehrt auf Cross Country Rennen und nutze die Quers als gute Trainings über den Winter. Sämtliche Querrennen sind in der Nähe und ich würde mich über bekannte Gesichter am Streckenrand freuen. Startzeit ist immer am 14:45, Kat. A.


1. September 2011

 

Die 2012er Modelle sind aufgeschaltet. Ich glaub ich brauch ne grössere Werkstatt...

 

http://www.stevensbikes.de/2012/index.php


1. September 2011

Resultat Mittwochabendrennen Hagebuch:

 

1. Michael Themann 31:40

4. Tristan Marguet

9. Obrist Fabian, gleiche Zeit

.....

Schlussklassement: 13. Rang

 


27. August 2011

Noch war die Welt in Ordnung. Noch war auch erst Freitag und das Rennen stand noch bevor. Sommerliche Temperaturen, Panorama satt , eine superschöne Unterkunft und die Startnummer 1001. Wäre da nur nicht die Radiomeldung gewesen, bei welcher der Bund mit einer Wetterwarnung die Stimmung zu versauen versuchte. Die Strecke mitten durch den Bündner Nationalpark führte über 104km/2870 Höhenmeter, bzw. 3 nennenswerte Steigungen in der ersten Hälfte des Rennens, der Rest sah zumindest laut Höhenprofil nach lockerer Abfahrt aus. Um 4:20 riss der Wecker mich und alle weiteren Zimmergenossen aus dem Bett, ich ging morgenessen, die anderen versuchten nochmals zu schlafen. Zwischen 5:00 und 5:30 war Veloverlad nach Fuldera wo der Start war, die Fahrer wurden in einem gelben Zustand namens Postauto ebenfalls zum Start der Qualen chauffiert. Ich fuhr noch nie ein Bike rennen über eine solche Distanz, es hatte etwas Heldenhaftes an sich, etwas abenteuerliches. Nationalpark, pure Wildnis, wilde Tiere, Geschichten, welche kleine Kinder abends vom einschlafen abhalten. Provokativ blendete uns die Sonne ins Gesicht, als Punkt 7:45 das synchrone Pedal geklacker Leben in das verschlafene Dörfchen brachte. Pessimistisch angehaucht startete ich mit Beinstulpen und Regenjacke aus der zweiten Reihe, vor mir glänzten unbekleidet die geölten, braungebrannten Waden der Optimisten. Nach 10 Minuten befand ich mich an 4. Stelle, nach 11 Minuten immer noch, allerdings mit einem flaumigen Gefühl in der Bauchgegend. Hoffentlich lag’s nur an dem Essen, Brot mit Konfitüre. Oder besser gesagt Konfitüre mit Brot. Mit meiner Kleidung fühlte ich mich wie eine mobile Sauna und sehnte bereits den angekündigten Regen herbei. Regen, ja, aber so viel wollte ich nun doch wieder nicht, nach kurzer Zeit schüttete es, was der Himmel her gab, unterstütz von einer kühlen Bise. Der Mund meinte ``Durst``, der Magen sagte ``Probier es ja nicht`` und so musste ich mit Schwindel Fahrer um Fahrer passieren lassen. In der zweiten Steigung, hinauf nach Alpisella, spürte ich mein Bauchinneres nicht mehr so sehr, wurde es abgelenkt von Rückenbeschwerden. Das Wetter indes hatte sich nach einer kurzen Sonnenpause nochmals richtig ins Zeug gelegt und peitschte uns Hagel ins Gesicht, vom Gegenwind ganz zu schweigen. Ich war Gotten froh um meine Regenjacke und dachte, dass es schlimmer nicht mehr kommen könne. Konnte es doch, hinunter nach Livigno fror ich am ganzen Leibe und in Anbetracht meiner Platzierung und der noch zu bewältigenden Distanz suchten meine Augen Instinktiv nach einem Shuttlebus. In Livigno angekommen schien die Sonne erbarmen zu haben und so machte ich mich, vorbei an den Shuttles, an die letzte grosse Hürde, hoch nach Chaschauna auf 2694 m.ü.M. Die Strecke war fahrbar, aber nicht für mich, zumindest nicht heute. Blasen hatte ich eh schon und die Rangliste nur noch im Hintergedanken genoss ich ausnahmsweise die Aussicht, für welche sonst nie Zeit bleibt. Nach einer gefühlten Tageswanderung, Blasen so gross wie Flugzeugträger und einer warmen Bouillon sollte es von nun an nur noch Bergab gehen. Kaum oben angekommen war die Sonne weg und es begann zu schneien! Gestern schwitzte ich bei über 30 Grad und jetzt, mitten im Sommer, muss es schneien. Die Abfahrt war folter, weder Füsse noch Hände vermochte ich zu fühlen, schalten und Bremsen erforderten ein Höchstmass an Koordination. In einer vierergruppe holperte ich gen Tal, wir schlotterten um die Wette, ich gewann sie. Es lag nicht an der Kleidung, es war schlichtweg die Nässe gepaart mit der Kälte, vielleicht auch einfach weil ich zu wenig Fett am Ranzen habe. Für die 20km (BERGAB!) brauchte ich über eine Stunde, die Motivation war im Keller und ich fragte mich, wieso mir die Quersaison letzten Winter so viel Freude bereitete. Nach einer halbstündigen Schlotterfahrt ohne Konkurrenz im Blickfeld fragte ich mich, ob ich überhaupt noch richtig sei. War ich, belehrten mich die 2 Spitzenfahrer der Langdistanz, welche sich bergab jagten wie wilde Tiere, als sie an mir vorbeiflogen. Ich versuchte mich zu wärmen, mit fluchen, für welches minderjährige mindestens 3 Wochen Hausarrest bekommen hätten, geholfen hat es trotzdem nichts. In Zernez zeigte die Tafel noch 30km an, mein Verstand sagte BAHNHOF. Dort angekommen war ich bei weitem nicht alleine, die RHB muss Rekordumsätze geschrieben haben. Wie mir im Zug berichtet wurde, haben die Veranstalter das Rennen abgebrochen, kurz nachdem ich Livigno passierte. Für die Rangierung wurde die letzte Zwischenzeit genommen, in meinem Fall nach Livigno, und so reichte es für einen müden 8. Rang der Lizenzierten Herren, 52. im gesamten von knapp 200 klassierten.

Keine Heldentaten also, und auch keine wilden Tiere, die Kinder würden mich auslachen wenn ich ihnen diese Geschichte erzählen würde, sogar die Dusche bestrafte uns Weicheier mit kaltem Wasser. Aber ehrlich, so viel Abenteuer hatte ich selten an einem Rennen….

Das nächste Wochenende versuche ich mich im Passivsport und werde als Fan an der Heim-WM in Champery sein.


25. August 2011

Resultat Mittwochabendrennen Hagebuch:

 

1 Korodi Stefan 14 Pkt 39'43"

2 Kunz Cyrill 8 Pkt

3 Obrist Fabian 7 Pkt

4 Hengartner Willi 4 Pkt

5 Salvadori Armando 2 Pkt

6 Studer Mathias 1 Pkt

7 Pachinger Gerri

8 Bögli Roland


18. August 2011

Resultat Mittwochabendrennen Hagebuch, Einzelzeitfahren über 8 Runden:

 

1. Platz Michael Themann, 22:46

2. Platz Fabian (Cancellara) Obrist, 25:23

.....5 klassiert


17. August 2011

Video vom letzten Herbst, Bikeferien Ardèche. Ich habe eine Flasche Wein gewonnen:)


14. August 2011

IXS Swiss Bike  Classics, Eiger Bike Grindelwald

Nach 3 Wochen ohne Rennen, mit viel Schlaf und Essen, startete ich heute früh in Grindelwald zur Eiger Bike Challenge über 55km/2500 m.ü.M. Mit 14 Grad und der Eiger Nordwand im Rücken machten wir uns hoch zur grossen Scheidegg. 7:45 war Start, die Sonne liess sich erst während des Rennens blicken, für die schöne Aussicht blieb kaum Zeit. Vorne zogen 5 Fahrer weg, dahinter kam ich mit 2 Kontrahenten, danach einzeln gezeigt der Rest des ca. 420 grossen Feldes. Ich suchte meinen Rhythmus, wollte mein Pulver nicht zu früh verschiessen und fiel kurz vor dem Bergpreis nochmals zurück. Während die anderen um jede Sekunde feilschten vertraute ich auf meine technischen Fähigkeiten. Gesagt, getan, die Abfahrt begann mit einem technischen Abschnitt und ruckzuck war ich 3 Plätze weiter vorne und jagte den 6.platzierten Talwärts. In dem folgenden Auf und Ab kam ich immer besser in Fahrt, bis die gefürchtete Bort Steigung sichtbar wurde. 300 Höhenmeter auf 2,5km. Steiler ist Geiler, so muss das Motto bei der Streckenplanung gewesen sein. So Geil fand ich es nicht, mir drehte es den Magen, es stand mir bis zum Hals, doch die Spaghetti blieben dort wo sie hingehören. Einfach Brutal, aber die Zahlreichen Zuschauer verlockten zum überdrehen. Die folgenden Abfahrten, meist Kieswege, fuhr ich wie ein Anfänger. 3 mal flog ich über die Kurve hinaus, musste absteigen und zurück auf die Strecke laufen, beim 4.mal fiel noch die Kette raus und so verschenkte ich einen Platz. Es war wie verhext, jede Kurve fuhr ich falsch an, von hinten drückte Konkurrenz. Es kam wie es kommen musste, 2 Fahrer holten mich ein und das Mentale Game Over stand kurz bevor, bis einer der beiden zu Boden ging und wir noch zu zweit gen Ziel rasten. Noch 1km, die Geschwindigkeit pendelte sich bei 55km/h ein und vorne erblickten wir noch ein Fahrer. Die letzten 300 Meter gingen nochmals Bergauf, ich setzte mich an die Spitze und mein Begleiter liess reisen. Volle Motivation, volle Power bergauf, noch 40 Meter zum Vordermann, 100 Meter ins Ziel. Noch 30, noch 20…..Aber es reichte leider nicht mehr, 5 Sekunden fehlten zum 6. Rang, aber als 7. Bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung.


5. August 2011

Swiss Bike Masters, Mitteldistanz 75km/Freeride Masters Weissfluhjoch

 

Am Samstag stand ein Rennen der besonderen Art auf dem Programm. Ein Freeride Rennen. Das heisst eine Horde Lebensmüder Michelin-Männchen stürzen sich auf Kommando halsbrecherisch die Abfahrt hinunter. Start bildete das Weissfluhjoch, Ziel war in Küblis. Ich kriegte ein Bike von Stevens zu Verfügung gestellt, die Protektoren zusammengeliehen von Freunden, eine Streckenbesichtigung hielt ich für unnötig. Als ich am Start dann 120 Top ausgerüstet Adrenalin-Junkies erster Stunde erblickte wurde mir schon etwas mulmig. Bei null Grad und mit kurzer Jeans wartete ich schlotternd auf den Startschuss, dann ging die Post ab. Ein Felsenmeer, gefolgt von Schlamm , nassen Wurzeln und Kiesstrassen. Zu treten brauchte man kaum, funktionstüchtige Bremsen waren überlebensnotwendig. Lediglich eine kurze Gegensteigung liess die Bremsen auskühlen, ehe ich als 35. das Ziel erreichte. Spass hats allemal gemacht.

Nächster morgen, 5:30: Tagwach, morgenessen, einfahren, um 7:25 ging das zweite Rennen los. Diesmal auch Bergauf, nämlich ganze 3000 Höhenmeter, verteilt auf 75km. 3 Pässe standen an, Carschina, Madrisa und Schiffer. Der Himmel bescherte und Regen bis er im Nebel verschwand und wir im Schnee landeten. Auf der Carschina lagen ca. 5cm Schnee, der Trail nur dank Reifenspuren zu erkennen, die Wasserlöcher wurden nur erfühlt, nicht gesehen. Die Abfahrt war schlichtweg brutal. Nicht wegen der technischen Anforderung, sondern weil die Nässe und die Kälte Mensch und Maschine zusetzten. Und ich dachte wir hätten Sommer……Kaum aufgetaut gings bereits wieder aufwärts. Meine Muskeln schmerzten, meine Hände spürte ich kaum noch, geschweige denn meine Füsse! Bei jedem Tritt schmerzten meine Waden Krampfartig, der Tritt war mehr Gewürge und das Ziel noch in weiter Ferne. Irgendwie oben und auch wieder unten angekommen quälte ich mich zum letzten Mal Bergauf. Ich kam nicht vom Fleck, eingegangen wie eine zu heiss gewaschene Socke. Nach 4:41 war der Spuck vorbei und ich stand zuerst 45min unter die heisse Dusche. Ich erreichte den 19. Platz, 11. Der Lizenzierten und 6.in der Gesamtwertung. Zufrieden bin ich absolut nicht, woran ich mich jetzt nicht mehr aufrege, sondern eine Woche Schneefreien Urlaub im Maggiatal geniesse.


So sehen die Bremsbeläge nach einer Schlammschlacht aus.
So sehen die Bremsbeläge nach einer Schlammschlacht aus.

17. Juli 2011 U23 Schweizermeisterschaft Plaffeien

Eine Schweizermeisterschaft ist immer etwas spezielles. Jeder setzt sich hohe Ziele, jeder hat seine eigene Vorbereitung und irgendwie kommt dann trotzdem alles anders. Der Wettkampfort war mit Plaffeien ziemlich ab vom Schuss (Plaffeien liegt übrigens in Fribourg). Gestern bei der Streckenbesichtigung staubte es angenehm, der Wetterbericht schien dies verhindern zu wollen. Heute schüttete es aus Kübeln, aus Staub wurden Bäche, aus der Sonne wurde eine kalte Bise. Mir gefiel`s! Bis wir um 14:05 starteten, durchackerten bereits alle anderen Kategorien den Trail zur Rutschpartie. Das wird ja spannend… In der Steigung trennte sich die Spreu vom Weizen, die 36 gestarteten U23 Fahrer reihten sich auf wie eine Perlenkette. Den Einstieg zur Abfahrt, eine Actionorgie für die wenigen anwesenden Zuschauer, war ziemlich heavy. Auf 2 Wurzelgespickten Spitzkehren folgte ein Cocktail aus fehlender Ideallinie, Schuhe auffüllender Moder und pitschnassen Wurzeln. Dass das Ganze fast Senkrecht war versteht sich von selbst. Ich kam (relativ)gut runter, erst gegen Ende der Abfahrt nahm ich ein Vollbad naja es soll ja bekanntlich schön machen. Als 24. stellte ich mich der zweiten Runde. Die ersten 20 waren das Ziel, letztes Jahr klassierte ich mich als 27. Zweite Runde; wieder oben in der Abfahrt, ich stach in die erste Spitzkehre, rutschte-fahrte über die Wurzeln und tauchte das Vorderrad unangenehm unsanft in ein Loch. Darauf folgte ein Zähneknirschendes Knacken und die Gabel zeigte nur noch Halbherzigen Einsatz, irgendwas ging flöten. Trotz 2 weiteren Stürzen ging ich bereits als 18. In die dritte Runde und es lief immer besser. Ich konnte zu weiteren Fahrern aufschliessen und wir machten uns gemeinsam in die gefürchtete Abfahrt. Meine Bremsbeläge waren nur noch Brems. Die Beläge fielen der Strecke zum Opfer. In einer knackigen Steigung, kurz vor der Wechselzone, wollte ich das Loch zu kicken und schalten gleichzeitig. Geht nicht, Ich trat plötzlich auf der Stelle, Kette adieu! Das fummelige wechseln im Dreckklumpen von Schaltung zog sich in die Länge, bei 15 Grad nicht so toll. Egal, fokussieren und weiter. Nach ca. 3 Bodenproben lag ich noch an 28. Stelle, 5min länger als sonst pro Runde. Die letzten 2 Runden waren zäh, die Bremsen-futsch, die Gabel-futsch, mein Körper-immer kälter und der Streckenzustand-nicht mehr als Strecke zu bezeichnen. Material und Knochen zuliebe (zum Bedauern der Zuschauer) rutschte ich Grösstenteils auf den Schuhen Richtung Ziel, fahren war mir zu riskant. Mit dem abschliessenden 24. Rang, unter Berücksichtigung des Zustand Material und Material Chauffeur, bin ich zufrieden. Nur vor dem Veloputzen graut es mir….


13. Juli 2011

Der Radquerkalender für kommenden Winter findet Ihr unter:http://events.swiss-cycling.ch/sc/de/Results.html?show=default&s=&d=cross&y=2011

Welche Rennen ich bestreite gebe ich ende Bikesaison bekannt.


3. Juli 2011 Argovia Cup Lostorf

Und bereits wieder eine Startnummer am Lenker. Diesmal aber nur 32km und eine abwechslungsreiche Strecke. Bei schönster Mittagshitze starteten wir um 13:00 im solothurnischen Lostorf. Die erste Steigung hatte es in sich, Amateure, Junioren und Elite kämpften sich miteinander den Teer hinauf. Zwar hatte ich Tee im Bidon, schmeckte aber nur Blut, ich suchte meinen Tritt, konnte ihn aber nirgends finden. Der Marathon rächte sich. In der zweiten von 8 Runden spürte ich meine Beine aufgehen, in die Steigung hinein ging es ganz gut, ich hatte eine anständige Pace und überholte auf den kurzen 400m über 10 Fahrer. Noch nicht ganz oben angelangt hatte ich bereits wieder 15 Plätze verloren, meine Beine genossen ein Säure-Vollbad in seiner vollen Form. Doch noch nicht so aufgegangen wie gedacht. In der dritten und vierten Runde verspürte ich Magenkrämpfe und Seitenstechen, fand aber einen Rhythmus. In der fünften kam das Cola zum Einsatz und, wahrscheinlich bin ich ein Cola-Junkie, von da an lief es immer besser. Ich konnte schön aufdrehen, Fahrer überholen und wurde immer schneller, die letzte Runde war sogar meine schnellste. Es machte richtig Spass, zwar waren die meisten Fahrer ausser Reichweite, aber endlich hatte ich das Gefühl schnell zu sein, schneller als gestern, schneller als fast immer diese Saison. Aber eben nur in der letzten Runde und so reichte es nur für den 7. Schlussrang der Elite von 7 gestarteten.

Ab jetzt heisst der Fokus Schweizermeisterschaft in 2 Wochen in Plaffeien. Ich werde bereit sein…


2. Juli 2011 IXS Swiss Bike Classics Goldenrace Schleitheim

Es war meine vierte Teilnahme am EKS Goldenrace in Schleitheim. 2 mal wurde ich zweiter, einmal konnte ich zuoberst aufs Treppchen steigen. Dieses Jahr galt es über die Mitteldistanz zu kommen, die Strecke wurde neu angelegt und auch das Wetter spielte mit. Insgesamt starteten über 900 Fahrer am heutigen Samstag, auch in der Kategorie der Lizenzierten, meiner Kategorie, war der Startblock ziemlich voll. 10:45: Achtung, fertig, los ( Beim zweiten Anlauf klappte es auch mit dem Startschuss) und 200 Meter später küssten die ersten den Boden. Jeder wollte zu forderst sein, führen allerdings wollte niemand. Die ersten Kilometer schlängelten sich flach über Kieswege, Platz genug für 4 Fahrer nebeneinander, teilweise sogar mehr, ehe es wieder krachte. Ich hielt mich stets vorne auf, um allfälligen Rangeleien aus dem Weg zu gehen. Nach der ersten Steigung splittete sich eine 15-Köpfige Spitzengruppe ab. 2 Steigungen später waren wir noch 13. Das Rennen war langweilig, keine Singletrails, kaum Wiesenanteil und gemächliches Tempo geradeaus. Nur Geradeaus, denn sobald sich ein Höhenmeter ins Streckenprofil schlich, wurde gekickt was das Zeug hält, nur um kurz darauf wieder zu trödeln. Wären es nicht 50km gewesen hätte ich es glatt mit einem Querrennen verwechselt. (Deshalb wird ausdrücklich geschrieben Quervelos sind nicht erlaubt!) Nach km25 kam eine erste Steigung, welche ihren Namen auch verdiente. Wieder wurde gekickt, die Gruppe fiel auseinander und ich bildete das Schlusslicht der ehemals 13er Gruppe. Oben angelangt hatte ich ca. 200m Rückstand, da aber, wie immer, keiner Tempoarbeit leistete, fand ich rollend wieder den Anschluss. Gemeinsam machten wir uns an die zweite Rennhälfte. 10km vor dem Ziel begann das eigentliche Rennen, diesmal würde ich nicht wieder locker heranrollen können, das wusste ich; leiden war angesagt! Für die Spitze reichte es leider nicht, aber ich fand einen schnellen Rhythmus und kurbelte die letzten 7km alleine ins Ziel. Mit dem 7. Platz der lizenzierten bin ich zufrieden. Nicht überwältigend aber ganz O.K. , ein 29er Schnitt auf 50km/1200Höhenmeter muss man erst mal machen. Gleich morgen steht das nächste Rennen an, in Lostorf, dem ersten Argovia Cup der Saison.


28.Juni 2011

Schade arbeite ich nicht mehr im Wald, denn heute hätte ich die Kettensäge nicht gebraucht, heute hätte ich die Bäume ausgerissen! Nach einer Motivationsloser Biketour von gestern wollte ich heute 3h Rennradfahren. Nach dem Atzmännig und der Scheidegg kam mir auf dem Nachhauseweg mein Vater entgegen und wir nahmen noch die Hulftegg in Angriff. Nach einem Zwischenhalt (Ich kaufte 1,5l Cola) Bretschte ich die Hulftegg hinauf wie selten zuvor, in der Abfahrt überholte ich die Autos und bis nach Hause knallten wir einen 40er Schnitt auf den Teer. Aus 3 wurden über 5 Stunden, mein Kopf ist endlich wieder Frei, Chur ist abgehackt und der Fokus auf Schafhausen gerichtet.Aber eben, nur kein Druck machen....


26. Juni 2011 Racer Bikes Cup Chur

Die Erwartungen waren hoch, war es doch genau diese Strecke, auf welcher ich vor 2 Jahren eines meiner besten Resultate einfahren konnte. Damals war es die Schweizermeisterschaft und ein 15. Rang, diesmal wurde das Rennen im Rahmen des Racer Bikes Cup ausgetragen, ein 15. Platz schien so unwahrscheinlich wie ein Comeback von Michael Jackson. Das Teilnehmerfeld hochkarätig wie schon lange nicht mehr, die Strecke dessen würdig. 4,2km, 150 Höhenmeter, 9 Runden. Die Steigungen knackig die Abfahrten technisch und der Hunger auf Rennen gross. Der Start verlief nicht Plangemäss, ich fiel etwas zurück, in der Steigung kam ich wieder weiter nach vorne und die Beine wollten noch weiter nach vorne. In der dritten Runde suchte ich den Anschluss an die vordere Gruppe und gab alles. Mehr als alles, ich stach in die Abfahrt und kam etwas zu schnell auf eine enge Kurve zu, ich bog hinein und musste in der Kurve immer noch Bremsen. Ein Fehler, das Vorderrad steckte ein, das Hinterrad kam hoch und ich folg in hohem Boden in Richtung Tal. Die Flugbahn des Bikes endete auf meiner linken Wade, die meine auf dem Rücken, bzw. irgendwo zwischen Stein und Wurzeln. AUTSCH! Leicht benommen setzte ich meine Fahrt fort, geistig abwesend holperte ich bergab. Der Vorderpneu streifte dann zu allem auch noch an der Gabel, was wieder einen Stopp brauchte und wichtige Zeit kostete. Die Gruppe war weg, dafür hatte ich Schmerzen . Ein schlechter Tausch. Die folgende Runde wurde ich bereits auf dem Bergpreis vom späteren Sieger Nino Schurter überrundet. Das letzte Häppchen Selbstvertrauen war dahin. Eine weitere Runde kämpfte ich mich durch, irgendwo abgeschlagen auf den hinteren Rängen, der Rücken schmerzte bei jedem Tritt, zumindest sah ich keine Sternchen mehr. Ich fuhr durchs Ziel und ging Duschen, es machte keinen Sinn mehr. Es ist das erste Rennen dieser Saison welches ich aufgegeben hatte und hoffentlich auch das letzte, es ist nicht mein Stil aufzugeben, aber irgendwann geht’s an die Moral. Nächstes Wochenende folgt ein weiterer Marathon in Schaffhausen, vielleicht sollte ich da nicht so hohe Erwartungen haben….(Vor 2 Jahren hatte ich dieses Rennen überlegen gewonnen)


12. Juni 2011

IXS Swiss Bike Classics, Estavayer le lac, Mitteldistanz

Eigentlich wollte ich den Sieg. Nur den Sieg. Doch da war noch die Erkältung, mit der ich mich mittlerweile seit 3 Wochen abkämpfe. Da kam es mir gerade entgegen, dass die mittlere Distanz diesmal nur über 30km und 700 Höhenmeter ging. Sonnenbrand statt Schwimmhäute liessen die Motivation bereits vor dem Start steigen, die Strecke wechselte sich zwischen Staub und Schlamm ab. 12:20, der Start ist erfolgt. Die ersten paar hundert Meter wurden neutralisiert hinter den Quads zurückgelegt, ehe es zur Sache ging. Auf der Geraden ging es vergleichsweise Gemächlich zu und her, in der ersten Steigung fing der Spass an. Ich setzte mich an die Spitze und gab den Takt vor. Vollgas und nichts anderes. Viele Fahrer liessen bereits reissen und so waren wir am Bergpreis noch zu viert. In der nächsten Steigung musste ich leider feststellen, dass meine heutige Verfassung (immer)noch nicht für den Sieg reicht, meine Pumpe lief Anschlag, die Beine schmerzten um die Wette, meine Gegner rückten immer mehr in die weite Ferne. Mein Herz trommelte weiter Richtung 200er Grenze aber die Beine schien dies nicht zu interessieren und brachten nur mühsam Druck auf die Kette. Auf den Geraden fand ich stets ein Grüppchen um Windschatten zu fahren, am Berg war dann wieder Feierabend. Über die letzten flachen Kilometer, rettet ich mich nach 1:15 vor einer grossen Gruppe ins Ziel. Der 25. Rang von 481 Klassierten ist für mich ziemlich enttäuschend. Zwar als 5. Lizenzierter klassiert, aber vom Podest scheinbar noch Meilenweit entfernt. Der Kampf gegen die Erkältung geht nun in die vierte Woche und ich hoffe, dass ich am nächsten Wochenende als Sieger am Start stehen kann.


5.Juni 2011

IXS Swiss Bike Classics, Monte Generoso, Mitteldistanz

Das Tessin, sie Sonne der Schweiz, Pah, von wegen!! Aber ich hole etwas weiter aus. Seit Donnerstag habe ich keinen Meter mehr auf meinem Bike gemacht, mich erwischte die Grippe, wieder einmal. Ich wollte es versuchen heute, war es doch der erste Lauf der IXS Marathon Serie, bei welcher ich auch in der Gesamtwertung vorne mitmischen möchte. Die ursprünglich 57km wurden auf 61 aufgestockt, die Langdistanz abgesagt (wegen des Wetters ) und auf meine Distanz verfrachtet. 1 Rennen, 1 Rangliste und für heute nur 1 Ziel: Das Ziel. Der Startschuss fiel bereits um 8 Uhr morgens, 10 min. später war ich bereits ca. 100 Plätze weiter vorne. Ich hatte Mühe mit dem Atmen, Regen wäre mir entgegengekommen. Da ich anscheinend nicht der einzige war mit dieser Wunschvorstellung war das gesamte Feld einen Augenblick später Klitschnass. Es regnete in Strömen, die Strasse verwandelte sich in einen Bach, die Trails in Schlammpfade und mein Wunsch erwies sich als doch nicht so klug. Nach einer gefühlten Ewigkeit war die erste Steigung gemeistert, der Regen hatte sich indes eingestellt, obwohl von nun an das Wasser halt von unten kam. Der Rücken zwickte, der Schädel brummte und die Beine schmerzten. Nicht dieser schöne süssliche Schmerz von Laktatübersäerung wenn man den Berg hochpusht, sondern ein bitterer Schmerz, alles andere als genüsslich. Die Brennesseln brachten etwas Abwechslung, viel süsser war es trotzdem nicht. Mit einem ,,Let`s Rock`n Roll,,-Kampfschrei überholte mich ein Kontrahent in die Abfahrt hinein. 20 Meter später lag er in den Büschen, wobei sein Abflug rein gar nichts mit Rock`n Roll zu tun hatte. Eher mit Glück als mit Talent kam ich ohne Defekt unten an. Die Ganze erste Steigung freute ich mich auf die Abfahrt, kaum drin wollte ich nur noch Bergauffahren, so kalt war mir. Unten angekommen spürte ich meine Füsse nicht mehr, die Hände mussten sich in einen Ameisenstock verwandelt haben. Die zweite und (zum Glück) bereits letzte Steigung gab mir den Rest. Eine Pavéstrasse, steil und glitschig. Meine Beine wollten einfach nicht drehen, den ganzen Tag nicht, aber in dieser Steigung besonders nicht. Wenigstens hatte ich jetzt warm. Jetzt freute ich mich auf die Abfahrt, den am Ende wartete die Dusche auf mich. Beinahe Fahrlässige Abfahrtskünste mit fehlender Streckenkenntnisse entpuppten sich als nicht Vorteilhaft, noch mehr Glück war gefragt. Etliche Fahrer hatten platte Reifen, ich nur platte Beine als ich nach 3:50h und 5 Kettenklemmer das Ziel von Dreck gepflastert erreichte. Im 6. Rang der lizenzierten Herren über die Mitteldistanz, las ich im Nachhinein im Internet. Trotz all den Umständen ein respektables Resultat.

 

Nächste Woche findet der zweite Lauf statt, in Estavayer le lac, dann nur 30km kurz und hoffentlich mit besseren Bedingungen. Meteorologisch wie auch Physisch.


29. Mai 2011

Bilder von Gossau/Andwil sind online.

Danke an www.willy-sportfotos.ch


29. Mai 2011

EKZ Cup Gossau/Andwil

Olympiasieger, Weltmeister und der aktuelle Leader des Gesamtweltcups waren heute am Start. Allerdings nicht wie ich in Andwil, sondern im 276km entfernten Offenburg. Was nicht heissen muss, dass es für mich weniger hart werden würde. Bereits in den ersten 300 Meter wurden mehr Höhenmeter zurückgelegt als letzte Woche in Wetzikon. 2 knackige Steigungen, feucht-fröhliche Abfahrten, trockne Wiesen und das ganze 6 mal. Der Start erfolgte mit 3min. Handicap auf die Junioren, deutlich weniger als vor 1 Woche, aber immer noch genug viel. Ich kam gut weg, fuhr irgendwie ohne Rhythmus quer durchs Feld zur Spitze. Die Steigung ohne Probleme überlebt stand ich auf der Geraden still wie ein Denkmal. Zum Glück war ich nicht der einzige und so ging es mit einem kleinen Loch in die zweite Runde. In der Abfahrt wollte ich aufschliessen, doch die Schwerkraft hatte was dagegen und so machte ich eine unfreiwillige Bodenprobe. Ehe ich mich schnell zurück aufs Bike schwang verspürte ich mein Handgelenk, welches ich anscheinend an der Bremsscheibe leicht verbrannte. Beim Aufspringen musste ich mit meinem Allerwertesten schmerzhaft feststellen, dass mein Sattel schiefer war als der Turm von Pisa. Mit der ungewohnten Sitzposition machte ich mich an die Aufholjagd. Im Wurzelmeer flog ich fast wieder über den Lenker, welcher seit dem Sturz nicht mehr in dieselbe Richtung zeigte wie das Vorderrad. Na ja, wird schon passen, ich hatte ja genug Zeit mit dem Sturz verloren. Die weiteren Runden verbrachte ich mit einem Osterreichischen Marathoncrack. In der 5.Runde entschied ich mich wegen der Rückenschmerzen für einen Wechsel der Sattelstütze. Ca. 30 Sekunden brauchten wir für diese Aktion und mein Weggefährte fuhr von dannen. In der Abfahrt mit viel Risiko und Bergauf am Limit konnte ich das Loch wieder schliessen und fuhr in der letzten Runde gleich an ihm vorbei. Die letzte Runde erwies sich als meine Beste, die Beine drehten endlich und auch die Abfahrt meisterte ich ohne Probleme mit Physikalischen Kräften. Am Ende schaute ein 23. Platz heraus, in Anbetracht der eigens geschaffenen Probleme, nicht schlecht, aber auch keine Meisterleistung. Am folgenden Wochenende steht der erste Marathon an, den Monte Generoso Bike Marathon. Ich starte über die Mitteldistanz und bin gespannt wie ich mich über die 57km und 2100 Höhenmeter schlage.


24.Mai 2011

Beim EKZ Cup in Wetzikon erreichte ich den 30. Schlussrang. Rangliste:

http://www.ekz-cup.ch/2011/Wetzikon/Rangliste.aspx


22. Mai 2011

Als ich heute Morgen aufstand fühlte ich mich nicht schlecht, das Rennen anscheinend gut verdaut. Also auf nach Wetzikon, wo ich bereits im Winter ein Radquer bestritt. Die Strecke hätte auch ebenso gut ein Querrennen darstellen können. Gefühlte 10 Höhenmeter gab es auf der 2,6km kurzen Runde zu erklimmen, 11 Runden zu fahren. Beim EKZ Cup starten die Junioren mit einem Handicap Vorsprung auf die Elite/Amateure. Heute kriegten sie 3min Vorsprung, bei einer Rundenzeit von 6min eine Ewigkeit und kaum ein zu holen. Von mir sowieso nicht, stand doch mit Lars Forster der Radquer Schweizermeister der Junioren am Start. Er ist wahrlich prädestiniert für solche Bolzenrennen. Der Startschuss fiel und ca. 50 Fahrer knallten los. Gefolgt von einer grossen Staubwolke. Ich kam gut weg, es war aber schwer nach vorne zu fahren. Nach 2 Runden schloss ich mich mit einem weiteren Fahrer zusammen und wir holten Biker um Biker ein. Das Zielareal bot für die Zuschauer Spektakel mit Rampen, Spitzkehren und Steilwandkurven. Das war`s dann aber auch schon mit dem technischen Teil. In der achten Runde büsste ich für das gestrige Rennen, die Beine wollten nicht mehr schneller und das Loch nach vorne wuchs immer weiter. Die weiteren 2 Runden kurbelte ich meinen Rhythmus durch und wurde noch vom Sieger, Junior Forster ein- und überholt. Somit waren es für mich ,,nur,, 10 statt 11 Runden, aber ich bin dennoch zufrieden mit dem Rennen. Nächste Woche starte ich bereits wieder an einem EKZ Cup, dann in Gossau/Andwil.


21. Mai 2011

Nach zwei Wochen mit viel Training und Heuschnupfen startete ich heute zum Bergrennen im Toggenburgischen Bütschwil, hoch zur Kreuzegg. Ein Bergrennen, 15km lang, 850 Höhenmeter, Teer, Kies, Singletrails, Flach, steil, sehr steil. Zur Mittagszeit wurde gestartet, das Thermometer schwenkte Richtung 30er Grenze. In meiner Kategorie versuchten sich 35 Fahrer dem Berg zu stellen, insgesamt starteten ca. 150 Biker. Wieder waren unter den Teilnehmern ein paar namhafte Fahrer vertreten. Am Start hatte ich bereits mühe dem Tempo zu folgen und verpasste den Anschluss an die 5köpfige Spitzengruppe. Es lag daran, dass ich die letzten 2 Wochen viel Kraft und Ausdauer trainierte, nicht aber die Spritzigkeit. Ich suchte nach meinem Rhythmus, konnte ihn aber nicht finden, die Strecke war ständig mit Richtungswechsel versehen und kaum fand man den Tritt kam wieder eine der steilen Passagen. Und die waren wirklich steil. Ich konnte zusammen mit einem weiteren Fahrer nahe zur Spitze auffahren, ehe ich überdrehte. Die zahlreichen Zuschauer spornten einem zum Gas geben an und ich gab mein Bestes. Aber besser ging es heute einfach nicht. Bis zum Gipfel verlor ich noch 2 weitere Ränge und klassierte mich mit einer Zeit von 49:35 als 6. meiner Kategorie. Bereits morgen steht das nächste Rennen auf dem Programm, es geht nach Wetzikon zum EKZ Cup


Download
Leistungstest vom 05.05.2011
Leistungstest.pdf
Adobe Acrobat Dokument 190.2 KB

12. Mai 2011

Bilder von Solothurn sind online.

Hier ein kurzes Video zum chaotischen Start des Eliterennens:

http://www.youtube.com/watch?v=-YPj2-ONjK8


7. Mai 2011

In Verbindung mit den Bike Days fand heute der 3. Lauf des Racer Bikes Cup mit Station in Solothurn statt. Mehrere 1000 Besucher waren anwesend und viele davon feuerten das 70-köpfige Elitefeld beim Start um erst 16:00 Uhr an. Das Startprozedere war mehr für die Zuschauer als für die Fahrer geplant. Gerade mal 3 Athleten fanden nebeneinander Platz und nach 250m kam die erste 180° Kehre. Start; nachdem Nino Schurter seine ersten 100 Meter bereits absolviert hatte, kam auch der hintere Teil des Feldes ins rollen. Nach 30 Meter lag der erste am Boden, ein anderer blieb mit dem Lenker im Absperrgitter hängen und ein weiterer kämpfte mit seiner Kette, welche nicht da war, wo sie sein sollte. Ich kam einigermassen gut weg und nach 2 Minuten standen wir wieder still. Wegen einer schmalen Strassenunterführung mit 180° Kehre und schmalem Einstieg. Oder besser gesagt, wegen 70 Sportlern, von welchen jeder der erste sein will und die Platzverhältnisse, welche dieses Unterfangen verunmöglichten. Die folgenden 2km war eher ein Strassenrennen. Teerstrasse, taktische Spielereien, Windschattenfahren und kurzzeitiges Tempobolzen, gefolgt von Trödelphasen. Ein kurzer knackiger Anstieg empfing uns im Wald, 1 schneller Singletrail und 2 verhältnismässig technische kurze Abfahrten brachten etwas Abwechslung in das öde Rennen, bei welchem die letzten paar km wieder geteert waren. Ich fuhr in einer 6-köpfigen Gruppe mit, keiner wollte geradeaus Tempo machen, alle wollten am Berg der schnellere sein. Ich fühlte mich gut und konnte Bergauf den Takt angeben und die Gruppe reduzieren. In der 5. Runde, noch immer in den Top 50 liegend, suchte ich eine Entscheidung, 2 Runden vor Schluss. Am Berg zog ich an, konnte mich absetzen und gab volles Risiko in der Abfahrt. Zu viel Risiko für meinen Pneu, anstatt mir ging ihm die Puste aus. Der Carbonfelge zu liebe rannte ich bis zur nächsten Wechselzone. Ca. 2min. kostete mich der Patzer, bzw. 5 Plätze. Als ich dann in der zweitletzten Runde das Motorrad näherkommen hörte brauchte ich nur noch eins: ZUCKER!!! Mit einem halben Liter Cola im Blut entkam ich gerade noch einer Überrundung. Eine Weile später erreichte ich zufrieden das Ziel als 53. Mit 16min Rückstand auf Überflieger Schurter. Die Beine stimmten, der Kopf war frei und der Platten schlichtweg Pech, da kann man nichts ändern. Der Trend meiner Formkurve steigt weiter nach oben, was mich optimistisch stimmt für die ersten Marathons welche bald anstehen.


30. April 2011

Thaler Bikerennen

Die Schoggihasen waren zwar bereits wieder abtrainiert, jedoch hatte ich die letzten 3 Tage gesundheitlich etwas Problem mit meinem Knie, so dass ich nicht trainieren konnte. Dennoch entschied ich mich für einen Start am Thaler Bikerennen, irgendwo im Nirgendwo. Ein grosses Feld mit vielen Hobbyfahrern startete um 14:15 über 4 Runden. Ich musste in der 5.Reihe starten und war somit das ganze Rennen damit beschäftigt zu überholen. Ich kämpfte mich nach vorne, in der ersten Runde mit Seitenstechen auf den 13. Rang, in der zweiten lief es schon besser, zwischenzeitlich Rang 10, dann in der 3. Runde gingen die Beine auf, 7.Rang. Ab in die letzte Runde, vorne war niemand mehr zu sehen, nach hinten hatte ich einen kleinen Vorsprung, welchen ich bis ins Ziel noch vergrössern konnte. Mit dem 7.Schlussrang kann ich zufrieden sein, das Knie funktioniert wieder und die Formkurve ist weiter am steigen. Nächsten Samstag steht der 3. Lauf des Racer Bikes Cups in Solothurn auf dem Programm.


29. April 2011

Bilder Bundesliga Münsingen sind online.


26. April 2011

Aus Kostengründen starte ich am Sonntag, statt wie geplant in Belgien, in Thal am Bikerennen. Bereits einige Starke Fahrer haben sich angemeldet und versprechen ein spannendes Rennen. 


17. April 2011

Bundesliga Münsingen

 

Das Thermometer zeigte angenehme 25 Grad an. Dummerweise nur im Auto. Auf dem Renngelände waren es Sonntag morgens etwa 20 Grad weniger. Was Paris-Roubaix für die Gümmeler ist, ist Münsingen für die Stollenpneu-Fahrer. Der Frühjahrsklassiker schlechthin, mit seiner zuschauerfreundlichen Strecke, lockt jährlich Topstars aus aller Welt nach Deutschland. Die Strecke ist spektakulär für Zuschauer, macht Spass zum Fahrer und ist Gift für die Beine. Auf dem Start/Ziel Gelände befindet sich ein Bikeparcours, etwa 2km lang, angelegt wie ein Schneckenhaus, gespickt mit kleinen Rampen, engen Kehren und kleinen Brücken, welche über den Weiher führen. 117- U23 Biker aus diversen Nationen starteten mit mir (oder gegen mich)um halb 11. Ich startete in der zweithintersten Reihe. 300m nach dem Start kam bereits die grüne Wand, ein Wiesenstück, ca. 150m lang und alles andere als flach. Oben angekommen ging es einer Teerstrasse entlang bis in den Singletrail. Im Trail angekommen, ca. 30 Plätze weiter vorne, hatte ich enorme Atembeschwerden. Da Münsingen weiter nördlich liegt, haben dort die Bäume noch keine Blätter, dafür aber jede Menge Blüten, welche sie fröhlich auf uns Biker niederfallen liessen. Meine Nase fühlte sich somit nicht mehr für die Atmung zuständig und meine Lungen fühlten sich an wie das eintreten in eine Raucherlounge nach einer Joggingrunde. Schmerzhaft. Das Tempo wurde zwangsmässig gedrosselt und ich nach hinten durchgereicht. Die Abfahrten waren zu kurz, um mehr als 1 Platz gut zu gewinnen, aber auf den schmalen Trails konnte man nur schwer überholen bzw. eben überholt werden. Gut also für mich. Obwohl ich alles gab errinerte mich meine Fahrt eher an ein Kaffeefährtchen als an ein leistungsorientierter Wettkampf.

7 Runden später war der ganze Spuck auch schon wieder vorbei. Als 81. Rollte ich über die Ziellinie, nicht zufrieden aber die Bäume wollen sich halt auch verbreiten, da kann ich nichts ändern.

 


Resultat Mittwochabendrennen, Hagebuch:

12 Runden, 3 Wertungen: Wie man sieht, das neue Rennvelo läuft super :-)

 

1 Obrist Fabian 13 Punkte 38.3
2 Seiler Andrè 12 "
3 Themann Michael 6 "
4 Hengartner Willy 4 "
5 Albanesi Fabio 4 "
6 Messmer Mike 2
7 Pachinger Geri
8 Furrer Hansjörg
9 Rast Martin
10 Salvadori Armando
11 Bögli Roland
12 Antuns Carlos 3 Punkte Aufgabe
13 Obrist Patrick 1 " "


11.April 2011

Es sah gut aus für einen schlechten Tag. Wir reisten bereits am Samstag ins warme Tessin, besichtigten die sehr anspruchsvolle Strecke und genossen die Sonne. Die Nacht auf heute war nicht gerade erholend, ständig wachte ich auf, hatte einmal Nasenbluten und am Morgen Kopfschmerzen, als ob mich ein Zug überfahren hätte. Heuschnupfen lässt grüssen. Nach ausgiebigem Morgenessen schaute ich den Amateuren/Junioren zu, fast 200 Fahrer waren auf der 6,2km langen Strecke unterwegs. Danach ging ich noch ein letztes Mal die Strecke anschauen, Staubtrocken, wie am Vortag, allerdings ziemlich ausgefahren, dies merkte ich, als ich zum ersten Mal auf der Schnauze lag. 2 min. später merkte ich es erneut. Die groben Stollen sollten also drauf, etwas schwerer, dafür Halt wie auf Schienen.

14:00 Uhr: Start. 2 Startrunden und 6 grosse Runden. Die kurzen Startrunden wurden extrem schnell gefahren, der Start auf dieser Strecke entscheidend. Anschlag war angesagt! Die Lunge suchte Luft, zwischen all dem Staub, die Augen, hinter der Sonnenbrille eine Linie durch das Gewühl von 77 Fahrern und die Beine ertranken fast im Säurebad. Als 49ter ging ich auf die grosse Runde, mein Gefühl war gut und das Gefühl täuschte nicht. In einer 5-Köpfigen Gruppe bretterte ich über das Wurzelmeer und ging als 50ter in die folgende 2. und 3. Runde. In der Abfahrt fühlte ich mich sicher und konnte jeweils etwas Zeit gutmachen. In der dritten Runde dann, ca. 1 min. nach der Wechselzone, kam ich zu einer Schlüsselstelle; nach einer scharfen linkskurve mussten wir über einen grossen Stein in ein Wurzelbeet fahren. Bergauf versteht sich. Da sich vor mir ein Fahrer befand musste ich auf dem Stein etwas Schwung rausnehmen bis ich Platz hatte, ich trat in die Pedale und bekam ein lautes Scheppern als Antwort meines Antriebs. Die Kurbel drehte aber ich stand still. Ein aufklärender Blick nach unten gab mir zu verstehen dass meine Kette Ihren Dienst quittierte. Aus und Vorbei, bis in die Wechselzone waren es 10 min. Aber aufgegeben wird nicht, ich schulterte mein Bike und joggte in Richtung Ziel. Noch bevor ich die Chance hatte die Kette zu wechseln wurde ich vom Spitzentrio Schurter/Milatz/Vogel überrundet und somit nach meiner Zieldurchfahrt aus dem Rennen genommen. Schade, die Strecke hätte mir gepasst und die Beine drehten auch schon viel besser als noch vor 2 Wochen in Schaan. 1o Fahrer gaben nebst mir ebenfalls das Rennen wegen Defekts auf und selbst Olympia Sieger Julien Absalon blieb nicht verschont, allerdings beendete er das Rennen noch als 12.

Zur Krönung eines gelungenen Renntages spuckte mir die Dusche auch noch kaltes Wasser entgegen. Da kann man sich nur noch auf das nächste Rennen freuen, welches am Sonntag im Deutschen Münsingen stattfindet. Hoffentlich dann mit weniger Pech und mehr warmen Wasser.


8. April 2011

Darf ich euch meine neue Freundin vorstellen:

Sie hört auf den Namen Stevens Ventoux, hat scharfe Kurven und zwei üppig grosse äääh Felgen (Carbon, kein Silikon).... Mit Shimanos Dura Ace ausgerüstet und mit Ritchey Carbon Superlogic Componenten geschminkt bringt sie gerade mal 6,7 kg auf die Waage. Bei diesem Wetter steht uns einer ersten Ausfahrt ins Grüne nichts mehr im Wege. Wenn da nur mal nicht meine anderen Babies eifersüchtig werden...


7. April 2011

69 Fahrer sind angemeldet für den Racer Bikes Cup in Tesserette vom kommenden Sonntag. Mit der Startnummer 52 werde ich ins Rennen geschickt. Der Wetterbericht klingt vielversprechend und die Motivation ist gewaltig.


28. März 2011

 

Bilder des Racer Bikes Cup aus Schaan sind online.


27. März 2011

Racer Bikes Cup Schaan (LI)

 

Der langersehnte Saisonauftakt fand heute im Liechtensteinischen Schaan statt. Am morgen präsentierte sich die Strecke noch etwas feucht, aber die Sonne bescherte uns super Verhältnisse. Um 14:00 ging sie also los, meine erste Elite-Saison. Unter den 85 Startern war unter anderem Nino Schurter, Weltmeister, Weltcup Gesamtsieger und Olympia dritter in Peking. Kein Weg sollte heute an ihm vorbei führen. Mit von der Partie waren auch Namen wie; Vogel, Fontana, Gujan, Giger, Fumic oder auch Milatz, allesamt Weltstars im Cross Country Zirkus. Es ging los, das Tempo von Beginn an horrend, es herrschte Krieg! Jeder wollte nach vorne, die Strasse aber wurde schmaler und so wurde touchiert, gerempelt und geschupst. Ich hatte Glück und konnte mich immer raushalten und von den Scherereien profitieren. Die ersten 3 Runden hatte ich in erster Linie mit mir selber zu kämpfen, ich fand den Rhythmus nicht und würgte meine Gänge die Steigung hoch. Kaum habe ich den Rhythmus gefunden breiteten sich Kopfschmerzen aus, gefolgt von Magenkrämpfen und gegen Endedes Rennens Rückenschmerzen. Aber ich will nicht jammern, sonst könnte ich ja Fussball spielen. Ich spürte einfach, dass mein Körper die hohen Belastungen noch nicht gewöhnt ist. Auch die Weihnachtsschokolade hat sich noch nicht ganz Abgebaut. J

Als dann das Spitzenduo Schurter/Vogel mitte Rennen mich überrundeten dachte ich mir nur; ,,wie zum Teufel kann man so schnell den Berg hochpreschen?,, Von der Abfahrt ganz zu schweigen. Im Schniit 1:30 min. pro Runde verlor ich auf Schurter. Dem amtierenden Deutschen Meister versuchte ich bergab dranzubleiben. Die Felge fand es nicht ganz so Toll wie ich und musste ordentlich leiden, hielt aber bis zum Schluss durch. Zum Glück. Als abgeschlagener 71. erreichte ich zufrieden das Ziel. Die Saison geht noch lange und die Beine drehten nicht schlecht für das erste ,,richtige,, Rennen. In 2 Wochen treffen wir uns dann im Tessiner Tesserette zum zweiten Lauf des Racer Bikes Cup. Diese Strecke ist wesentlich technischer und härter, die Konkurrenz mit Olympiasieger Julien Absalon aufgewertet. Eine gute Möglichkeit um mein neues Fully zu testen.


20. März 2011

Bike-Quercup Niederhelfenschwil

 

Für alle die nicht wissen wo Niederhelfenschwil liegt, wir wussten es auch nicht. Es ist ein kleines Dörfchen im Thurgau bei Bischofszell. Ein Rennen für Pläuschler und auf tiefem Niveau…könnte man meinen. Das Rennen ist Top organisiert und durch das frühe Austragungsdatum ideal als Vorbereitung für viele Cracks. Weltmeister trafen bei diesem Rennen auf Hobbyfahrer, Carbon auf Gepäckträger und Bratwürste auf Energy-Gels. Die Strecke schlängelte sich kurz und knackig durch teils Wald und Wiese, sowie Kiesstrassen und einen steilen (wirklich steil!) Plattenweg hinauf zum Ziel. 102 Fahrer nahmen die Herausforderung an, ein grosses Starterfeld, Frauen, Männer, Junioren-innen, Hobbyfahrer und solche, die selbst nicht wussten, was sie eigentlich sind. 3 Fahrer fielen etwas aus der Reihe. Zu denen gehörte ich, da wir mit dem Quervelo am Start standen. Breit aufgereiht standen wir bereit zum grossen Gruppenhecheln. Ein Knall liess die Raubtiere los. Ich war zuerst mit mir selber beschäftigt, so rumpelte es über die Wiese, bevor ich mich orientieren konnte, wo ich stand. Auf jeden Fall noch zu weit hinten und so drehte ich den Gashahn auf und flog gen Spitze hervor. Ende 2. Runde pendelte sich das ganze etwas ein, vorne die Topcracks, dazwischen im Alleingang ich und hinten viele Verfolger. Bergauf fühlte ich mich stark und konnte viel Zeit gutmachen, auf der Geraden rollte ich schön und in den Abfahrten musste ich ziemlich bei der Sache sein, dass ich auf dem Velo und nicht neben dem Velo herab geschlittert kam. Die Vorteile des Crossers überwogen meiner Meinung nach, das Risiko in den Abfahrten war, mehr oder weniger, kalkulierbar. An 15ter Stelle eingereiht drehte ich solo Runde um Runde, konnte Mitte Rennen nochmals etwas aufdrehen und kämpfte mich bis zum Ziel auf den 13. Gesamtrang hervor. Der 9. Platz von 38. in der Kategorie 1. Nächstes Wochenende gilts Ernst, der erste Lauf des Racer Bikes Cup in Schaan (LI) steht vor der Türe. Bis dahin, Kette rechts!!!


18. März 2011

 

77 Fahrer haben sich für das Rennen in Niederhelfenschwil angemeldet. Unter anderem versprechen Namen wie Thomas Litscher oder Martin Fanger ein spannendes Rennen. Bleibt zu hoffen dass das Wetter hält, damit die Bikes bis zum Saisonstart in Schaan noch schön bleiben.


12. März 2011

4. Time Race Cup Brütten, Strasse

 

Die Vorfreude auf das Rennen und die guten Beine klangen vielversprechend auf eine gute Platzierung. Allerdings waren da noch 81 andere Fahrer unterwegs, darunter nicht wenige ohne dieselben Ambitionen. Das Rennen verlief zu Beginn wie immer-chaotisch! Das Tempo wurde angezogen, brach wieder zusammen, es wurde gerempelt, es wurde geflucht aber zum Glück wurde nicht gestürzt. Den 4 min. Vorsprung konnten die Masters nicht nutzen und wurden nach 6 Runden eingeholt. Von diesem Zeitpunkt an begann das Rennen erst recht, es wurden Attacken gefahren, das Feld wurde stetig kleiner und das hohe Tempo bekam Konstanz. Auch ich probierte mein Glück und fuhr mit 3 sehr starken Fahrer aus dem Feld. Gut 10 Sekunden Vorsprung fuhren wir heraus, ehe wir nach einer Runde wieder zum grossen Feld angehörten. Weitere Fahrer suchten den Solosieg, allesamt erfolglos. Noch 2 Runden zu fahren. Ich schlängelte mich im Feld nach vorne und suchte mir ein gutes Hinterrad. Wir bogen in die letzte Runde ein, die Geschwindigkeit verunmöglichte weitere Angriffe, einzelne Fahrer fielen hinten aus dem Feld. 500 Meter vor der Ziellinie konnte ich mich optimal platzieren, die Beine fühlten sich auch nicht schlecht an, das wird mein Tag! 300 Meter vor dem Ziel, ein Fahrer preschet hervor, alle zogen mit, ich ging aus dem Sattel trat in die Pedale, gab mein bestes und – alle überholten mich. Ich versauerte auf den letzten 200 Meter und rollte noch als 23. Ins Ziel. Futsch war das Podest, futsch war die Motivation.

Nächstes Wochenende bestreite ich das Bikerennen in Niederhelfenschwil um meiner Form den nötigen Feinschliff zu verpassen um dann, wenn die Saison ,,richtig,, losgeht, doch noch den einen oder anderen Podestplatz einzufahren.

 


26. Februar 2011

3. Time Race Cup Brütten, Strasse

 

Beinahe 90 Fahrer machten sich heute auf den Weg über die 12 Runden à 4km beim Strassenrennen in Brütten. Ich spürte noch das Trainingslager in den Beinen und hatte beim hohen Anfangstempo etwas Mühe den Rhythmus zu finden. Die Mastersklasse kriegte 4 min. Vorsprung auf die Lizenzierten und so galt es erstmals alle Mastersfahrer zu stellen. Dies gelang schon bald, womit zeitgleich die ersten Angriffe forciert wurden. Entscheidend absetzen konnte sich aber bis 2 Runden vor Schluss niemand. In der zweitletzten Runde, als das Feld trödelte, konnte ein Fahrer abschleichen und einen Vorsprung von fast 20 sek. Herausfahren. Keiner wollte Nachführarbeit leisten, alle wollten ihre Kräfte für den finalen Showdown sparen und boten dem Ausreisser so eine sehr gute Chance auf den Tagessieg. In der letzten Runde schraubte man die Geschwindigkeit hoch, für die einen zu hoch und sie fielen hinten aus dem Feld. 300 Meter vor dem Ziel wurde der Ausreisser gestellt. Der Sprint war voll im Gange und ich hatte eine gute Ausgangslage. Mittendrin im ganzen Pulk nahm ein Fahrer Tempo raus und fiel zurück, ich musste ihn links herum überholen und bemerkte, das direkt vor mir ein überrundeter Fahrer gemütlich zu Ende fährt – Mitten im 50kmh schnellen Feld. Ich konnte gerade noch so ausweichen, touchierte ,,nur,, den Fahrer rechts neben mir, ehe es hinter meinem Rücken schepperte. Diese Aktion kostete mich 3-4 Pedalumdrehungen und somit einiges an Schwung, da die Gerade steigend war. Ich kam wieder in Schwung und konnte das Rennen als guter 8. Beenden. Mit viel Glück, guten Nerven und etwas Können war auch dabei.

Am 12. März nehme ich am 4.Lauf des Time Race Cups teil, bevor der Startschuss in die Bikesaison fällt.

Fabian Obrist

 


12.-19. Februar 2011

Trainingslager Ardèche

 

Eine Woche nach Frankreich in die Ardèche, nur velofahren, essen und schlafen. Was will man mehr? Am Samstag reisten wir an, das Thermometer zeigte Frühlingshafte 12 Grad an und die Sonne scheinte uns ins Gesicht. Zimmer beziehen und dann ab aufs Velo die erste Runde drehen. Der Wetterbericht verhiess allerdings nichts gutes und so kam es, dass die Sonnencréme gegen den Regenschutz getauscht wurde. Unterwegs waren wir mit dem Hörmann Elite-Strassenteam und ein paar anderen Amateuren aus der Schweiz. Denn Ruhetag verlegten wir Wetterabhängig einen Tag nach vorne und besuchten nach Training und Müesli noch die Haribofabrik in Uzés, welches ganz in der nähe lag. Fabrikladen inklusive, was alle guten Vorsätze zu nichte machten. Als Abschlusstour am Freitag machten wir uns auf den Weg in Richtung Cevennen. Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, der Regenschutz wich der Sonnenbrille und die Kappe verschwand in der Trikottasche. Nach einer schönen langen Steigung wurden wir mit einer noch längeren Abfahrt belohnt.

Nach dieser schönen Woche bin ich nun richtig motiviert auf die ersten ,,richtigen,, Rennen und freue mich auf den Frühling.

 


Herzlich Willkommen im 100er Club: Ramon, Ruth und Felix Oeschger


29. Januar 2011, Rennbericht Fabian Obrist

1. Time Race Cup Brütten, Strasse

 

Lasst die Spiele beginnen….

Es ging heute also wieder los, die ersten Rennen der ,,Sommersaison,, stehen vor der Tür. Heute ging die Reise nicht weit, der Time Race Cup lud zum ersten Rennen in Brütten ein. Eine Serie von Strassenrennen, welche immer früh in der Saison platziert sind, um sich optimal auf die Saison einzustellen. Für die allermeisten also Trainingsrennen. So auch für mich. Sagenhafte 72 Fahrer starteten über die 10 Runden à 4km. Die Sonne liess sich leider nur kurz blicken, ehe sie sich wieder unter der Nebeldecke verkroch. Das Quecksilber kletterte nur knapp nur über die 0 Grad Grenze und die Bise verbesserte die Verhältnisse auch nicht. Nichts desto Trotz nahmen wir die 40km unter die Räder, die ersten paar Runden waren sehr verhalten, einzelne vergebens gestarteten Angriffe brachten etwas Spannung ins Rennen. Ab Rennhälfte wurde es langsam interessanter, mehrere kleinere Fahrergrüppchen konnten aus dem Feld schleichen und schlossen sich an der Spitze zusammen. Und ich war nicht dabei, die Chance hatte ich verpasst. Vom grossen Hauptfeld wollte niemand Nachführarbeit leisten, die Spitzengruppe baute ihren Vorsprung weiter aus. 2 Runden vor Schluss war die Sache gegessen, 48 Sekunden Rückstand waren uneinholbar. Ich versuchte einen Angriff, fand aber keinen Wegbegleiter und musste meine Aktion allein im Gegenwind abblasen.

Als es auf die letzten paar 100 Meter zuging spürte ich meine Beine zumachen, den Sprint des Hauptfeldes beendete ich an 6. Stelle, gesamt erreichte ich den 23. Schlussrang. Für ein Trainingsrennen Anfangs der Saison kein schlechtes Resultat und bis die ersten ,,richtigen,, Rennen beginnen habe ich ja noch einige Zeit um zur Topform zu gelangen.

Als nächster Termin steht das Trainingslager vom 12.-19. Februar in der Französischen Ardèche an.

Fabian Obrist

 


9. Januar 2011

Radquer Schweizermeisterschaft U23 Hittnau

Fabian Obrist

 

Die Radquerstrecke in Hittnau ist Berühmt-berüchtigt. Vor 2 Jahren wurden dort die Radquer Europameisterschaften ausgetragen, heute waren es die Schweizermeisterschaften. Auf der sehr selektive Strecke erschwerte zusätzlich noch Schlamm die ohnehin schon schwere Abfahrt. Spektakel pur! Mit der Startnummer 422 ging ich aus letzter Reihe ins Rennen, kurze Zeit später fand ich mich in einer 5er Gruppe, um den 10. Platz, ein. 2 Runden lang konnte ich das Tempo der Gruppe mitgehen, ehe mich ein platter Hinterreifen aus dem Quartett bremste. Also musste ich ohne Luft in dem Reifen bis in die Wechselzone kommen, Abfahrt inklusive. Nicht gerade Materialfreundlich, aber schnell, klapperte ich in die Wechselzone, ca. 30 Sekunden kostete mich die ganze Aktion. 30 Sekunden zu viel, ich konnte nicht mehr zu dem Grüppchen auffahren, musste die weiteren Runden im Alleingang in Angriff nehmen. In der schwierigen Abfahrt konnte ich jeweils Zeit gutmachen, die Biker-Gene drangen durch. In dem Aufstieg jedoch verlor ich Zeit, übersäuerte immer und musste richtig beissen. In der zweitletzten Runde überholte mich noch ein Fahrer, so dass ich am Ende noch als 15 platz in den Top 15 fand. Gewonnen hat überlegen Arnaud Grand, er bestritt das erste Rennen in der Schweiz, da er in Belgien wohnt und dort Rennen für Rennen gewinnt. Das Preisgeld von 20.- ähnelte eher einem schlechten Witz als seriösem Rennsport. Meine kaputten Teile, 1 Collée und 2 Ketten, kann ich jedenfalls davon nicht finanzieren.

Nun heisst es trainieren, trainieren, trainieren, bis die ersten Strassentrainingsrennnen in Brütten beginnen. Ich freue mich jetzt schon auf die kommende Sommersaison, endlich wieder biken, Sonnenschein und braungebrannte Wädli.

Dank gebührt noch den zahlreichen Fans, welche extra wegen mir den Weg nach Hittnau fanden. Danke für eure Unterstützung!

 

Fabian Obrist