Aktuelle Rankings: Radquer:   Swiss Cycling Jahresklassement: 2. Rang            UCI Weltrangliste: 464. Rang

                            MTB:          Swiss Cycling Jahreklassement: 37.Rang            


29.12.2013, Omnium Romande Nuvilly

Die 4 Jahreszeiten

 

Mein Start zum heutigen Rennen war sehr kurzfristig, ich wollte lieber ein Rennen als Training fahren als im Training ein Rennen simulieren. Nuvilly liegt gleich bei Estavayer, das Wetter erfahrungsgemäss schlechter als zu Hause. Umso überraschter waren wir von der Sonne und den angenehmen Temperaturen, zumindest als wir ankamen. Während des Warm-Ups nieselte es kurz, als ich zum Start rollte war es wieder trocken. Um 15:00 Uhr starteten die Amateure/Junioren/Masters und Elite zusammen. Da die Strecke schmal war und über sehr viele Kurven verfügte war mein Startplatz in der 3. Reihe sichtlich ungünstig. Der Flaschenhals nach 200 Meter erschwerte die Aufholjagd umso mehr. Im Gerangel musste ich zu Boden, kurze Zeit später ein weiteres Mal und bei einer Kurve verfehlte ich den Scheitelpunkt und landete im Absperrband. Oft gab es nur eine Fahrbare Linie und so waren saämtliche Fahrer aufgereiht wie eine Perlenkette. Gegen Ende der ersten Runde began es zu hageln und sehr stark zu winden. In kürzerster Zeit verlor ich das Gefühl in meinen Händen (Ohne Handschuhe am Start ) und ich konnte weder Bremsen noch Schalten. Nach einem Zeitraubenden Pitstop in der Wechselzone startete ich erneut. Um erneut über die Kurven zu schiessen. Dass die Bremsen an einem Velo versagten und ein Teil des Schalthebels Defekt ging tat sein übriges für meine Motivation. Nach einiger Zeit fand ich meinen Rhythmus, fuhr einfach mein Rennen zu Ende und kam schlussendlich noch auf den 13. Rang. Zumindest die Beine waren gut heute, und als Training war es sowieso in Ordnung. 

 

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26.12.2013, Radquer Dagmersellen

Zurück im Feld, zurück im Dreck

 

Seit Sion ist einige Zeit vergangen, ich habe im Training ziemlich zurückgesteckt, ging skifahren und genoss das Leben. Gestern war ich nicht sonderlich motiviert ein Rennen zu bestreiten, heute morgen schon eher es regnete und zwischendurch schneite es. Wie ich es mag. So machten wir uns auf den Weg nach Dagmersellen. Die Strecke kannte ich noch vom letzten Jahr, somit verzichtete ich heute auf die Streckenbesichtigung und blieb stattdessen in der warmen Garderobe, ehe ich 1h vor dem Start auf die Rolle sass und mich ans Warm-Up machte. Danke dem Stevens Store Zürich für das Dach über dem Kopf! Ich verpasste es, mich vorgängig anzumelden, die Anmeldung vor Ort bedeutete Startnummer 169 statt 102, somit dritte statt erste Reihe. War weiter nicht schlimm, die Strecke ist bekannt für den Chrüzberg, eine immer steiler werdende Steigung, genug Zeit zum überholen also. Um Punkt 12:45 begann die Quälerei, ich kam gut weg und ich kam (und blieb auch ) gut in den Pedalen. Ich fühlte mich gut, das Schneegestöber motivierte mich umso mehr, ich gab Gas. Oben am Berg lag ich an vierter Stelle, ein Duo vor mir, etwas weiter vorne bereits Beat Morf, der Seriensieger. In der tiefen Abfahrt konnte ich das Duo ein- und überholen, ich hatte ein super Bikegefühl und unten angekommen fehlten nur ein paar Meter zu Beat. Ich ging aus dem Sattel und sprintete das Loch zu und setzte mich gleich an die Spitze. Zusammen fuhren wir eine weitere Runde und hatten bereits 13 Sekunden Vorsprung. In den Laufpassagen kam ich aber immer deutlich über meinen roten Bereich und ich musste einen Gang runterschalten. Beat, ebenfalls im VC-Hittnau, wie ich, wartete 2, 3 Mal auf mich, ehe er seine Form zeigte und davon zog. Nach einer halben Runde holte mich das Duo ein. Noch 3 Runden zu fahren. Wieder waren es die Laufpassagen in welchen ich viel zeit einbüsste. Oft kam ich in den technischen Passagen wieder hin, irgendwann war das Loch dann aber doch zu gross. So erreichte ich nach 6 Runden und ohne Gefühl in Händen und Füssen das Ziel als 4., und als 2. der Amateure. Top!

 

Dies war übrigens mein allerletztes U23 Rennen bei den Amateuren, da ich ab dem 1. Januar Altersbedingt bei Meisterschaften bei der Elite starte und bei den Amateuren als Elite/Amateur. Die Punkte für die Elitequali habe ich längst beisammen, im kommenden Sommer starte ich nochmals bei den Amateuren um ab Herbst wieder gegen die Profis bei der Elite antreten zu können. Ob ich mich darüber freuen soll weiss ich nicht, da es mir einem 100% Pensum unmöglich ist vorne mitzufahren. 

 

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1.12.2013, Cyclocross Sion

,,Rasen nicht bespielbar,,

 

Am Samstag hörte ich im Radio, dass das Fussballderby Sion-Aarau aufgrund ,,katastrophaler Rasenverhältnissen,, verschoben werden musste. ,,Weicheier,, dachte ich still und hatte ja keine Ahnung was mich heute in Sion erwarten würde. Das Thermometer ging zwischenzeitlich bis auf -8.5 Grad hinunter, an der Sonne glücklicher weise wieder nach oben in Richtung Nullpunkt. Bei strahlend blauem Himmel machte ich mich auf zur Streckenbesichtigung. Der gesamte Parkplatz war eine Eisfläche, daher startete ich mal mit 1,8 Bar. Zu beginn war es ganz gut, aber die Streckenabschnitte im Schatten waren die Hölle; Fahrrillen, Gräben, Kurven, Laufpassagen und Abfahrten, alles Steinhart gefroren und vereist. Wenn es mir also nicht den Lenker aus den Händen schlug, dann eierte ich um die Ecken. Die Abfahrt war nicht mal Begehbar, ein Schräghang, die reinste Eisfläche. Den Spuren zu entnehmen hatten es einige versucht, sind aber kläglich gescheitert. So langsam begann ich die Fussballer zu verstehen. Mit gemischten Gefühlen machte ich mich ans Warm-Up, doch kaum auf der Rolle, ging etwas am Schalthebel kaputt, so, dass ich nicht mehr schalten konnte. Ich nervte mich nicht gross, ein Velo würde sowieso reichen. Um 12:45 Dann der Start. Ich ging ohne Erwartungen an den Start, mein einziges Ziel war es, Sturzfrei durchzukommen. Das Resultat war zweitrangig, nur nicht wieder den Boden küssen. Ich startete verhalten, ging an etwa 10. Stelle in die erste Kurve. Ich suchte meinen Rhythmus, ging jeglichen Zweikämpfen aus dem Weg und bremste lieber zu früh als zu spät. Der schwierigste Teil der Strecke wurde raus genommen, was sehr gut war, man es uns aber vor dem Start gut hätte mitteilen können. Es gab sehr viele Stürze, einige Defekte Collées und Felgen, aber ich bahnte mir meinen Weg durch das Eis. Nach 50 min überquerte ich die Ziellinie, Sturzfrei und somit zufrieden. Beim nächsten Rennen am 26. in Dagmersellen gilt es dann wieder um die Klassierung. 

 

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24.11.2013, Int. Radquer Hittnau

Remember that?

 

Das Radqur in Hittnau steht schon seit Saisonbeginn ganz dick in meinem Rennkalender. Da ich beim VC Hittnau lizenziert bin und somit quasi ein Heimrennen hatte, wollte ich natürlich mein bestes geben. Entgegen kam mir auch, dass 2 Junioren gestern noch in Belgien am WorldCup waren und somit nicht gut erholt am Start waren. Das Podest war mein Ziel, dafür habe ich trainiert, daran habe ich geglaubt. Das Wetter hatte der Strecke ganz schön zugesetzt, gestern Schnee und heute Regen, dazu eine kühle Bise. Ich mochte die Strecke, beim Warm-Up fühlte ich mich stark und am Start um 12:55 war ich sehr konzentriert. 1min....30sek....10.....3,2,1 LOS!!!! Ich kam super weg, lag sofort an erster Position, und dann, nach ca. 15metern, rutschte ich mit meinem rechten Fuss aus der Pedale, mit 30km/h und 60 fahrern im Rücken. Während ich so durch die Luft flog dachte ich nur ,,SCHEISSE,,, den Aufprall konnte ich recht schön abrollen, mein Bike blieb auf mir drauf, der Typ hinter mir flog auf mich drauf, sein Velo in andere Fahrer, es scherbelte und krachte. Eingerollt blieb ich am Boden liegen, bis ich nichts mehr hörte und mir sicher war, dass nun keiner in mich hineinfahren konnte. Ich richtete mich auf. Bestandesaufnahme: Schlüsselbein: noch heil, Ellbogen: nur geschürft, Knie: auch nur geschürft, Kopf: leichtes Pfeiffen auf den Ohren, sinst O,K. Velo: schaut gut aus, rauf und weiter.....denkste. Der Collée war zu einem Vierte runtergerissen und streifte an der Gabel. am liebste wäre ich liegen geblieben, hätte geheult und wäre dann unter die Dusche gegangen, da aber viele Leute extra wegen mir den Weg nach Hittnau gefunden hatten, durfte das Rennen nicht schon nach 5 Sekunden beendet sein. Ich drückte den Collée von Hand auf die Felge und nahm wie schon letzte Woche die Verfogung auf das Feld auf. Der tiefe Dreck saugte an den Kräften, oftmals gab es nur eine fahrbare Linie, und auf der hiess es hinten anstellen und warten. Nach 2 Runden lag ich in den Top 20, fuhr bis Ende Runde auf den 16. Rang vor. Das wars dann aber auch, ich kam nicht weiter nach vorne, beginn einige kleinere Fehler und die Moral wich allmählich einer grossen Enttäuschung. Zwei weitere Runden würgte ich meine Gänge durch den Dreck, ehe ich in der zweitletzten Runde ausstieg. Ich bin nicht der Typ der geich aufgibt, echt nicht, ich finde aufgeben ist das schlimmste was man tun kann in einem Rennen, aber ich bin heute ganz klar gestartet um am Ende auf dem Treppchen zu stehen, dies hat nicht geklappt und da brauchte ich einfach kurz Abstand und Ruhe. Nebst kleineren Blessuren und Kratzern ist nicht viel weiter geschehen, der Helm ist zwar kaputt, was aber heisst, dass er genützt hat. 

Nächsten Sonntag starte ich in Sion, mit neuem Pedalhersteller, neuem Colléekit und ohne Erwartungen.

 

PS: Die Dusche war übrigens kalt.....

 

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17.11.2013, Flückigercross Madiswil

Shit happens....

 

Mit der technisch anspruchsvollen Strecke von Madiswil habe ich gute Erinnerungen, so erreichte ich letzten Winter dort meine Saisonbestleistung mit einem 5. Platz. Heute sollte es etwas besser sein, die Strecke erneut rutschig und sehr technisch, Bikeähnlich, und ich verspürte gute Beine. Rein theoretisch sollte es der 3. Rang werden. Mindestens! Um 12:45 schoss ich los ins Rennen, setzte mich sofort an die Spitze und führte das gut 50-köpfige Feld an. Vor der ersten Kurve, scharf links, drückte sich ein Konkurrent an meine Seite, um einen Sturz zu verhindern wich ich nach rechts und gab ihm den Vortritt. Wenig später lag ich am Boden, er hatte zu wenig Luft im Vorderreifen, rutschte weg, ich krachte hinein, unsere Veos ineinenader verhakt, die Kette draussen, und das Feld weg. Aber das Rennen war noch nicht gelaufen, es hat ja schliesslich gerade begonnen. Ich musste zuerst mein Velo wechseln, die Hinterfelge hatte einen derartigen Seitenschlag, dass der Reifen am Rahmen streifte. Mit 50 meter Rückstand machte ich mich auf die Verfolgung des gesamten Fahrerfelds. Die ersten 2 Runden verliefen schleppend, in den Engstellen, den ,,Flaschenhälsen,,, kam ich nicht vorbei und musste mich hinten anstellen, ab Runde 3 war das Feld genügend auseinandergezogen und ich machte Position um Position wett. Schnell kam ich in die Top 20, dann Top 15, in der zweitletzten Runde waren die Top 10 in Sichtweite, Kette rechts, ,,Grind abe und trampe,,!!! Nach ca. 45 min überquerte ich schliesslich die Ziellinie als 7.. Letztes Jahr bewegte ich mich oft um die Ränge 7/8 und wäre sehr zufrieden gewesen. Heute bin ich es eigentlich auch, ich konnte meine Leistung vollends abrufen, fühlte mich technisch sehr sicher und blicke zuversichtlich auf den kommenden Sonntag. Das mit der ersten kurve war schlichtweg Pech....

 

PS: Ich würde mich sehr freuen, wenn ich dich/euch am kommenden Sonntag in Hittnau sehen würde. Meine Startzeit: 12:45

 

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GARMIN CONNECT Daten zum Flückigercross: HIER

 

 


9.11.13  Quer und Bikecup Safenwil

Erfolgreiches Training

 

Seit 2 Wochen konnte ich nicht richtig trainieren, keine Zeit, keine motivation, keine Kraft. Mir fehlte der Rhythmus, darum entschied ich, den Quer und Bike Cup in Safenwil als gutes Training zu fahren. Die Strecke war recht kurz, aber der Boden war weich und schwer, saugte an den Reserven und brachte einem Gefühlsmässig zum Stillstand. Gefahren wurde im Handicap modus, zuerst die Masters, dann die Amateure und zuletzt die Elite. Bereits nach 3 Runden lag ich an der Spitze, alle Masters überholt, aber wieweit würde mein Vorsprung auf die Elite reichen. Meine Beine fühlten sich gar nicht gut an, ich drückte viel zu grosse Gänge, obwohl ich keine Kraft hatte. Mitte des Rennens kam der erste elitefahrer angeflogen, Lukas Winterberg, aktuell Weltcupfahrer und Haushoher Favorit. Etwa 7 meter konnte ich sein Hinterrad halten.... In der 5. von 8 Runden kam ein zweiter Elitefahrer, eine Runde konnte ich mich anhängen und musste schliesslich reissen lassen. Ich konnte zwar in der 2.letzten wieder etwas aufschliessen, da ich mit Bunnyhopp über die Hürde schnelller war als er zu Fuss, meine Beine reichten schlichtweg nicht für mehr. Den 3. Rang konnte ich ins Ziel bringen, so sieht wenigstens das Resultat gut aus. PS: Wenn das Rennen 10 Runden umfasst hätte, dann hätte wahrscheinlich Winterberg sämtliche Teilnehmer überrundet, soviel zu seinem Niveau.

 

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03.11.13 Cyclo Cross St. Bernard, France

 

St. Bernard liegt in der Nähe von Mulhouse, ein kleines schönes Dorf, welches 1 Mal im Jahr ein Crossrennen organisiert. Falls man es Organisation nennen kann. Im Vorhinein fand ich 3 verschiedene Startzeiten für meine Kategorie, Parkplätze waren das Trottoir und die Wechselzone verfügte über 2 lahme Schläuche. Vor Ort etwas zu essen war kein Problem, die Festwirtscheft verkaufte Würste, das Grundnahrungsmittel eines jeden Sportlers. Dass man die Startnummer erst 1h vor dem Start lösen kann, daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt, dass ich aber Elite bin obwol auf meiner Lizenz U23 steht, dass konnten sie nicht verstehen. Wie auch immer, der Start war dann um 15:30 angesetzt. 3 min später starteten wir dann tatsächlich. Mein Start war naja, aber ich kam schnell nach vorne. Das Feld übrigens war recht stark.  Für ein Rennen dieser Grösse sehr stark. Kurz zur Strecke: Viel dreckige Wiese, einige Bordsteinkanten und viel Kuhmist. Nach 2 Runden fand ich mich in einer 3er Gruppe wieder, Patz 5,6 und 7. Jeder von uns versuchte im Laufe des Rennens sein Glück, keiner kam aber entscheidend weg, bis ich in der 3. letzten Runde ein Loch reissen liess. Der Vordermann war weg, ich forcierte das Tempo und so war mein Hintermann weg. Die restlichen Runden  war nichts mehr zu holen und ich beendete das Rennen als 6. Keine Sensationsleistung, aber ich bin ganz zufrieden.

 

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2.11.2013 RMVZOL Cup Wagen, Rapperswil-Jona

Alternativprogramm

 

Geplant war, dass ich am Freitag in Soultz, im Elsass, am Start stehe, das Wochenende dort verbringe und am Sonntag nach einem weiteren Rennen wieder nach Hause komme. Leider war das Auto anderer Meinung, die Kupplung wollte nicht mehr so, wie sie sollte und mir blieb nichts anderes übrig als am Freitag zu Hause zu bleiben. Da ich die ganze Woche auf 2 Rennen trainiert hatte, wollte ich auch 2 fahren, darum ging ich gestern nach Wagen mit Vaters Geschäftauto an das RMVZOL Quer und Bikerennen. Start war um 14:00, ich war um 12:00 Uhr dort und es war noch fast niemand da. Es war ein kleines regionales Rennen, organisiert vom VC Eschenbach. Gestartet wurde mit Handicap, zuerst die Anfänger, 1 Min. später Hobby+Masters, wieder 1 Min später Elite/Amateur. Die Strecke war schnell, hatte aber 2,3 knifflige Passagen drin. Bereits nach wenigen Kurven hatten wir die ersten Hobbyfahrer eingeholt. In engen Passagen staute es, mal zu meinem Vorteil, mal nicht. So fuhr ich 7 der 10 Runden alleine an 4. Amateur/Elite Position, stets mit Giant Profi Fabian Giger im Nacken. 3 Runden vor Schluss beendete er seinen Trainingsmodus und zog an mir vorbei. Nach einer knappen Stunde erreichte ich das Ziel. Den Rang wusste ich nicht genau, da vor mir ja 2 andere Kategorien gestartet waren und es eine grosse Rangliste gab. Jetzt ist sie onine, ich wurde 7. als 5. Amateur/Elite. Die Beine waren ganz O.K und ich freue mich heute auf das Rennen in St. Bernard, im Elsässischen Teil Frankreichs.

 

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27.10.2013 Radqer Steinmaur

Vierter....also dritter.....bzw. vierter

 

Das Rennen in Steinmaur hat die längste Geschichte aller Radquers in der Schweiz. Dieses Prestige zieht jedes Jahr starke Athleten an, grosse Felder strecken sich über sämtliche Kategorien. 48 Fahrer waren in der Kat. B um 12:45 am Start. Nicht dabei war Grab, nach 3 Siegen in Serie löste er eine Elitelizenz. Ausserdem war gestern Samstag der Weltcup in Tabor, einige hatten einen Doppelstart, auch im B, womit ich mir gute Chancen ausrechnete. Am Start kam ich zwar gut weg, musste aber die ganze erste Runde immer wieder kleinere Löcher schliessen, was auf dem schlammigen Parcours viel Energie kostete. Das Velo wurde 2 Mal pro Runde gewechselt, einige Stellen waren gar nicht mehr fahrbar. In der zweiten Runde waren wir zu viert unterwegs, 2 Junioren, 1 Master und ich. Der eine Junior (gestern 6.) zog bald auf und davon, war mindestens 2 Klassen besser, verpasste aber ein Wechsel und Zack, war die Schaltung abgerissen. Er verlor viel Zeit und so lag ich mit dem zweiten junior an 2/3. Stelle, der Masters fahrer (übrigens ein Clubkollege von mir) hatte einen beachtlichen Vorsprung auf uns. Fast das gesamte Rennen fuhren wir zusammen, ehe mir Ende der zweiten Runde ein Fehler unterlief; das Absperrband flatterte stark im Wind, ich fuhr stets am Rand der Strecke, das Band verhängte sich in meinem Lenker und lies mich nicht mehr weg und ich knallte in den Pfosten. Mir einem Ueberschlag auf Salto Natale-Niveau versaute ich mein Rennen. Es galt noch den dritten Rang ins Ziel zu bringen, aber auch dies sollte mir vergönnt bleiben. Etwa 2 Minuten vor dem Ziel kam der Junior von hinten herangebraust und zog gleich vorbei. ... 4. Rang. Also 3. Weil die Masters eine eigene Wertung kriegen, bzw. 4., weil das Rennen auch als Kantonalmeisterschaft ausgetragen wurde und die ersten 4 alle aus dem Kanton Zürich kamen..... Eigentlich ein starkes Resultat, aber ich hatte mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft.

 

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20.10.2013 Cyclocross Dossenheim

Dreck, dreck, dreck.....

 

In der Nähe von Strassbourg fand heute ein Rennen statt, nicht gerade um die Ecke, aber mangels alternativen haben wir die insgesamt 530km doch unter die Räder genommen. Da es die ganze Woche schönes Wetter war, freute ich mich auf ein schnelles, trockenes Rennen. Zwischen Zürich und Basel prasselten erste Tropfen auf die Windschutzscheibe nieder, nach Basel wurde es immer intensiver, teils Autobahnabschnitte lagen unter Wasser. Erst bei Ankunft am Rennplatz riss der Himmel auf, der Regen stoppte und ich ging auf eine Besichtigungsrunde. Dass ein Kidsrennen im Gange war schien niemanden zu stören, Zuschauer liefen auf der Strecke, Fahrer standen in Gruppen bei den Schlüsselstellen und die Strecke war teilweise ohne Absperrband. 80% der Strecke war Wiese, bzw. Dreck. Die restlichen 20%asphaltiert. Um 14:30 war dann der Start. Zumindest nach Plan. Um 14:32 erschien so etwas wie ein Rennkommissär, fragte uns ob wir bereit seien um kurze Zeit danach ,,LOOOOOSSS,, zu brüllen, was soviel hiess wie START. Ich war in Erwartung eines Satzes wie ,,noch 1 Minute,, oder ,,gleich gehts los,,, womit ich zwar aus der ersten Reihe ins Rennen ging, meinen Einsatz aber ziemlich verpennte. 3 Kurven später lag ich an dritter Stelle und setzte mich wenig später sogleich an die Spitze des grossen Feldes. Schnell waren wir noch zu viert, eine Runde später noch zu zweit. Der tiefe Dreck saugte enorm an den Kraftreserven, ich liess meinen Kontrahenten ziehen, weil ich nicht daran glaubte, dass er dieses Tempo durchhalten mag. Mochte er. Nach ca. 50 min gewann er das Rennen, ich konnte wenig später als Zweiter ins Ziel fahren. Erstes Podium dieses Jahr, gute Beine gehabt und Spass hats oberndrein auch noch gemacht. 

 

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13. Okt.2013, Radquer Beromünster

Ein letzter Hauch von Sommer

 

Bereits um 6:00 Uhr früh war Tagwach. Oder wie ich mir dachte ,,Nachtwach,, , weshalb ich mich noch einmal umdrehte und dann um 6:30 aus den Federn ging. Ich hatte eine schlechte Nacht, wie so oft in letzter Zeit. Müesli reindrücken, Auto beladen und los. Das Rennen war nicht in Beromünster selber, sondern bei Bauer Fritz auf der Wiese. Diese liegt einige Kilometer ausserhalb und fehlende Ausschilderung erschwerten die Suche. Wenigstens sahen wir etwas vom wunderschönen Panorama. 4 Mal fuhr ich die Strecke ab, grösstenteils Wiese, etwas Kies und eine steile, geteerte Zielgerade. Technisch nicht anspruchsvoll, nur die nass/feuchten Kurven erforderten Fingerspitzengefühl. Die künstlichen Passagen mit Treppe, Pumptrack und Anliegerkurven machten  Spass und lockten Zuschauer an. Ich spürte meine Anspannung, fand beim Warm-Up keine Konzentration und war gefühlsmässig eher im Bett als bei einem Rennen. 11:30 Start. Aus der ersten Reihe kam ich gut weg. Sehr gut. Eigentlich schon fast super für meine Verhältnisse. Als 2. ging ich in die erste Kurve, als erster auf die Wiese. Etwas überrascht von mir selber pushte ich weiter. Seriensieger und Juniorenschweizermeister Grab zog dann mal vorbei, gefolgt von Masters Schweizermeister Morf. Ich hängte mich an, konnte aber nicht lange folgen und riss ein Loch. Von hinten kam eine 3er Gruppe immer näher heran. Ich wollte meinen Rhythmus durchziehen, hoffte, dass ich wie gewohnt nach 2-3 Runden erneut aufdrehen konnte. Konnte ich, 2 aus der 3er Gruppe fielen weg, der dritte (Grand) schloss zu mir auf, ich hatte inzwischen zum 2. aufgeschlossen. Wir fuhren einige Zeit zusammen, ich startete mal einen Angriff, kam aber nicht entscheidend weg. 3 Runden vor Schluss musste ich mein Velo wechseln, die Schaltung begann zu springen, so viel Gras hatte sich darin verkeilt. Durch den Wechsel verlor ich 3 Sekunden. 3 Sekunden zu viel, meine 2 Wegbegleiter waren weg. Ich kam nicht mehr heran, meine Kräfte neigten sich auch dem Ende zu. Mein Vorsprung auf den 5. platzierten war sehr gross, so musste ich keine Risiken mehr eingehen und brachte mein bisher bestes Radquerergebniss ins Ziel. 4. Platz, 3. Amateur, Podium!!!!!!!!!! Mehr gibts nicht mehr zu sagen.....

 

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6. Oktober 2013, Crossquer Dielsdorf

Zweiräder statt Vierbeiner

 

Einmal im Jahr wird die Dielsdorfer Pferderennbahn zweckentfremdet, Hufeisen werden durch Collées ersetzt, magersüchtige Jockeys durch rasierte Waden und anscheinend die warmen Duschen durch die kalten. Als nach langer Regenzeit endlich die Sonne zum Vorschein kam, befand ich mich bereits beim Warm-Up. Um 13:15 war mein Start. Dachte das gesamte Fahrerfeld. Eigentlich. Wurde auch so kommuniziert, nur war da der Swiss Cycling Kommissär anderer Meinung. Folgendes geschah. Bereits zum Vorstart erschien besagter Kommissär sehr knapp, er war im Stress, weshalb ich auch als erster und nid als 3. einstehen durfte. Gut für mich, schlecht für die Konkurrenz. über dem Zielbogen hing eine digitale Uhr, der Speaker gab bekannt ,,noch 30 sek,, die Uhrzeit zeigte da 13:14,30. Dass dan das Feld bei 13:15 lospreschte war selbstverständlich, logisch, für alle klar. Wir Schweizer sind ja pünktlich!!! Der Kommisär (übrigens englischsprachiger Herkunft) fühte sich in seinem Ego verletzt, pfiff uns zurück und mahnte uns, dass er den Startpfiff erteile und der Speaker nichts zu melden hatte. Naja, wir liessen ihm dann seinen Auftritt und starteten 3 min später in das 45min Rennen. Kurz zur Strecke: mit etwa 2km sehr kurz, keine Höhenmeter, durch die Festbeiz, extrem viele Kurven und ein langes Stück wo Anfangs des Tages noch Wiese war, mittlerweile aber kein Grün mehr zu entdecken war. In die erste Kurve ging ich an 4. Stelle, aus der Kurve als 9ter. Ich war der einzige der gefahren ist, alle anderen liefen, da kurz nach der Kurve eine Hürde folgte. Ich wurde eingeklemmt, oder anders gesagt, ich konnte mich schlicht nicht durchsetzten..... Mein Herzschlag hämmerte gegen die Schädeldecke, 200mal pro Minute, die Beine nahmen ein Säurebad und genau dann, am Gefühlsmässig elendlichsten Punkt angelangt kommt die Wiesenpassage, also 1 Gang hochschalten, zurück auf dem Sattel und treten treten treten, schmerzen pur, wie Geil! Nach der ersten Runde befand ich mich in der Gruppe von Rang 7-10, nach 2 Radwechsel war ich alleine an 7. Stelle. Ach, und ja, die Wechselzonen waren der Hammer: Man hatte die Wahl zwischen 2 Möglichkeiten. Erste Wechselzone: Du kommst nach einer Kurve beschleunigst heraus und darfst mit 30km/h ab dem Bike springen und hoffen, dass dich deine Beine so schnell tragen können, oder zweite Variante: Du fährst in die zweite Wechselzone, springst ab, versäufst mit deinen Schuhen 30cm im Dreck, nimmst das neue Rad und musst weitere 30m laufen, da die gesamte Wechselzone unter Wasser stand. Abgesehen davon musste man noch af die falsche Seite wechseln, so, dass die Betreuer ständig über die Strecke gehen mussten. Genau für diese Fälle gäbe es Kommissäre, aber dieses Thema lassen wir jetzt gut sein... Nach 3 Runden fand ich meinen Rhythmus und konnt eendlich aufdrehen. Schnell war ich an 5. Stelle und drehte die restlichen Runden auf diesem Rang. Meinem Vordermann beständig 20-25sek hinterher. Jegliches Tempoforcing endete für mich entweder auf dem Boden oder im Absperrband. So erreichte ich auch nach 46:58 min das Ziel als 5. Ein Sensationelles Resultat eigentlich, da aber mit Beat Morf ein Mastersfahrer vor mir klassiert war und dieser separat gewertet wurde, erreichte ich das Ziel quasi als 4., 23 sek. schneller und ich hätte zwischen den beiden Drindl Ehrendamen meinen Platz gefunden. Ein Bier habe ich mir trotzdem gegönnt.

 

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29. September 2013, Bischwiller (FRA) Crossrennen

 

Da in der Schwiz keinerlei Rennen stattfanden, machten wir uns auf den Weg nach Bischwiller, das etwas oberhalb von Strassbourg liegt. Nachdem wir die Strecke gefunden hatten (Keine Beschilderungen) ging ich gleich die Strecke anschauen. Und die war geil, grösstenteils in einem Park mit schnellen Wiesenpassagen, einer kleinen Treppe und mehrere Sandpassagen. Da es im Ausland keine Amateurkategorien gibt, startete ich mit den Elite. Erst um 14:45 war der Start. Und der war ziemlich Chaotisch; erstens gab es keinen Vorstart, sprich wer zuerst am Start stand, konnte zuvorderst starten. Zweitens wusste niemand genau wann gestartet wird, plötzlich gings einfach los.Etwas überrascht vom Startprozedere konnte ich dank viel Risiko vor der Kurve als 9. die erste Kurve verlassen. Die Sandpassagen mussten zu Fuss bewältigt werden, zu viele Fahrer auf zu engem Raum. Wir waren etwa 10 Fahrer, die sich früh absetzen konnten bis mitte der ersten Runde, dann hatte ich in Déja-vu. Nach einer langen holprigen Kurve wollte ich beschleunigen, trat aber ins leere. Kette draussen, wie letzten Samstag auch schon. Aber nicht genug, bis Ende der ersten Runde fiel mir die Kette noch weitere 3 Male vom Blatt. Ich weiss nicht warum, da ich stets auf dem grossen Kettenblatt gefahren bin und auch nie geschalten habe in der Kurve. Ich wechselte das Velo, dann ging es weiter. Der Zug war aber ganz klar abgefahren. Nach 2 motivationslosen Runden begann ich wieder zu kämpfen, um wenigstens ein paar Plätze gut zu machen und als gutes Training für den kommenden Sonntag, wo die Strecke sehr ähnlich sein wird. Als 11. erreichte ich dann das Ziel, weit unter meiner Erwartung, ich war am Start um aufs Podium zu kommen, was unter normalen Umständen auch machbar gewesen wäre, aber ja, so ist der Sport.....

 

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21.09.2013

Bike und Quercup Gansingen

Der letzte Sommertag

 

Die ganze Woche durch fühlte ich mich nicht sonderlich gut, irgendwie fehlte es mir gewaltig an Motivation. Wahrscheinlich liegt es am Vollmond, da schiebe ich immer mentale Kriese.... Um doch den Puls noch gen 200er Grenze zu bringen, entschloss ich mich in Gansingen zu starten. Das System ist einfach, zuerst starten die Masters, 30 Sekunden später die jungen Masters, 1 min später die Amateure/Junioren, also ich, und 1:30min später die Elite. Der erste im Ziel gewinnt. Die Strecke war eher Biketechnisch, sehr grobe Wiesen, enge kurven und eine schmale Piste. Erst um 16:00 fiel der Startpfiff, ich konnte mich mit einem Amateur und einem Junior vorarbeiten, zwischen den Masters hindurch auf die Ränge 1-3, ehe mir kurz vor Ende der zweiten Runde die Kette runterfiel. Nach etlichen Tollpatschigem Gefummel war sie wieder da, wo sie hin gehört. Aber nur für 3 Meter, beim aufspringen fiel sie erneut runter. Dies kostete mich Zeit und Ränge. Mitte Rennen zogen 2 Elite an mir vorbei, beim 3. hängte ich mich ans Hinterrad und zusammen gingen wir in die letzte Runde, auf Platz 4 und 5. Und, naja, er war schlicht stärker, aber mit meinem 5. Rang bin ich zufrieden, war ja auch keine Weltmeisterschaft.

 

Nächsten Sonntag starte ich in Bischwiller, Frankreich.

 

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15.09.2013 Süpercross Baden

Ein süper Tag....

 

Lange habe ich auf den heutigen Tag gewartet, der Tag, der die neue Saison eröffnet. Die Saison, in der es oft regnet, es am morgen noch dunkel ist, man unter dem Helm eine Kappe tragen muss und eine Saison, bei der man unter dem Arsch maximal 33mm breite Reifen hat. Radquersaison nennt sich diese besondere Form der körperlichen Selbstzermürbung und wird traditionsgemäss mit dem Süpercross in Baden eröffnet. Die Startliste lies sich wie ein Buch lesen, scheinbar ohne Ende, fast 80 Athleten haben sich gemeldet, viele aus dem Ausland. Bereits um 10:00 Uhr früh sollte mein Startschuss fallen. Um 8:00 war ich vor Ort drehte 3 Runden auf der anspruchsvollen Strecke und machte mich nach einem Reifenwechsel ans Warm-up. Der Regen liess nach, aber laut meteo.search sollte sich ganztags eine Gewitterzelle über Baden aufhalten und uns den Tag ,,versüssen,,. Da mein Sommer ziemlich für die Füchse war wollte ich heute an meine letztjährigen Querresultate anschliessen. In Baden war dies ein 11. Rang. Da ich als einziger im B-Feld stolzer Besitzer von UCI-Punkten bin und somit auf der Weltrangliste vertreten bin (Rang 443.) durfte ich mich in der ersten Reihe platzieren. Ich war nervös. Gewaltig nervös. Puls 160, noch 30 sekunden.........und los!! Der Fahrer neben mir rutschte gleich mal aus der Pedale und machte seinen Bogen in meine Richtung. In der ersten Kurve wurden die Ellbogen ausgefahren, ich nahm da lieber etwas zurück, nur nichts riskieren. Etwa an 14. Stelle ging ich über die ersten Hürden und startete meine Aufholjagd. Es nieselte nur noch leicht, aber der Boden war wie eingeseift. Als einer von weniger Fahrern konnte ich in einer Schräghangpassage fahren und konnte da viel Zeit gewinnen. Platz 10 nach der ersten Runde, mit kleinem Vorsprung auf eine Dreiergruppe. In der zweiten Runde gewann ich einen weiteren Platz und schliesslich in der dritten Runde gingen meine Beine auf. Ich fühlte mich gut, auch meine neuen Velos liefen sehr gut, durch die hydraulischen bremsen konnte ich viel später in die Bremsen steigen, als die Konkurrenz mit ihren Canti-Stotter-ziehtnichts-Bremsen. Als Siebter läutete mich die Glocke in die letzte Runde, noch ein Fahrer vor mir in Sichtweite, volle Kanone! Im Schräghang viel ich auf die Schnauze, über den Pumptrack war ich nicht im Klickpedal und der Puls hämmerte mir gegen den Schädel und trotzdem konnte ich zu meinem Vordermann aufschliesse und ihn auch gleich überholen, einpaar Sekunden später befand ich mich auf der langen Zielgeraden. Die Grosse Scheibe war bereits aufgelegt, voll rein, geben was geht, ehe ich als 6. die Ziellinie überquerte. Süper, ich habs geschaft, konnte an die letztjährige Leistung anschliessen, wenn nicht sogar überbieten. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen und kann mit einer grossen Portion Selbstvertrauen in die Wintersaison starten.

 

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05.08.2013

24h Rennen Schötz, ein langer Tag.....

 

Bereits zum 21. Mal fand in Schötz das 24h Rennen statt, von unserer Equipe hatte bis anhin noch niemand irgendwelche Erfahrungen gemacht mit dieser Art von Rennen. War auch nicht weitr schlimm, in erster Linie ging es um den Spass, das gemütliche Zusammensein und ein schönes Erlebnis. Gesponsert wurden wir von der TourDeSuisse AG Kreuzlingen, der Chef persönlich (Reto) war natürlich auch am Start, unterstütz durch Ivan. Ausserdem dabei war Gregor (sollten viele von euch kennen) und Simu, ein Freund von mir, fährt keine aktiven Rennen mehr, hats aber immer noch in den Beinen!. Mein Bruder, mein Vater und Ich bildeten den Rest des 8er Teams. (Ja es sind nur 7, einer fiel wegen Krankheit aus) Unser Zeltlager betrug stolze 9x12 Meter, ausgerüstet mit Werkstatt, Grill und Bier. Um 16:00 am Samstag ging es los, das lange Wochenende. Wir hatten besprochen, dass jeder je 1h fährt und dann am nächsten übergibt. Ich als Cross Country Pilot übernahm den Start mit dem Ziel, dass unser Team zumindest zu Beginn des Rennens in Führung liegt. Beim Start kam ich nicht in die Pedale und ging ,,nur,, als 4. in die Steigung, kam endlich in die Pedale und griff an. Volle Kanone! Nach 3 Pedalumdrehungen trat ich ins Leere, der Schuh war zwar noch eingeklickt, die Pedale aber nicht mehr in der Kurbel. Na Toll, ein grossartiger Start. Es war ein Kugellager, das zu Bruch ging und die Pedale blockierte. So fuhr ich die erste Runde einbeinig und ging als zweitletzter in die zweite Runde. Die Strecke übrigens mit 5 kilometer übersichtlich, aber mit einem steilen Anstieg gespickt. Meine Rundenzeiten lagen meistens zwischen 11 und 13 Minuten. Kurz nach 17:00 übergab ich schweissgebadet an den nächsten Fahrer und gönnte mir nebst einen kühlen Bier ein Bad im Bach. Bis zum nächsten Einsatz war noch viel Zeit. mit Grillfleisch, Musik und Bier verging die zeit wie im Flug und bereits um 23:00 Uhr war ich wieder im Einsatz. Das bike dem Einsatz entsprechend ausgerüstet: Wir haben von SUPERNOVA freundlicherweise Scheinwerfer zu Verfügung gekriegt, die Dinger haben die Nacht zum Tag gemacht, echt beeindruckend. Ausserdem zierten zahlreiche Leuchtstäbchen mein Bike, besonders in Fahrt ähnelte mein Bike einem Rumschiff und zog sämtliche Blicke auf sich. Bereits in der zweiten Runde schloss ich zu einem mir bekannten fahrer auf und hängte mich an sein Hinterrad. Er war verdammt schnell unterwegs. Dass er nach 2 Runden ablösen würde konnte ich ja nicht ahnen und so fegte ich die schnellste Rundenzeit in dieser Runde auf die Resultatenliste. Er löste ab, ich fuhr noch weiter, statt der geplanten 5 Runden machte ich 8, dermassen hatte ich Freude am nightbiken. Wie wichtig gutes Licht ist, bemerkte ich erst, als bei meinem Hintermann der Scheinwerfer aussetzte und er im Blindflug den Streckenpfosten touchierte. Ein schmerzverzerrtes fluchen durchbrach die nächtliche Stille. Im Zielareal war indes die Hölle los, eine liveband spielte Schlager und tausende von Leuten waren anwesend, ein Dorffest versammelte auf 2 Zelte. Unglaublich. Um halb 1 löste ich ab, konnte aber nicht richtig schlafen und stand halb tot um 6:00 wieder am Start. Das Licht brauchte ich nicht mehr und ich durfte in den Sonnenaufgang fahren, ein superschönes Bild. Die Beine aber waren wie Pudding. Also nach einer Stunde Fahrzeit wieder ab ins Bett. Das Frühstücksbüffet war der Hammer. Vor Ort gebackene Gipfeli, riesige Fleischplatten, Müesli, Brot und gaaaanz wichtig: KAFFEE! Bei meiner nächsten Schicht gingen meine Beine auf, ich hatte richtig Energie und legte überzeit ein, da einige Teamkollegen ihrem körperlichen Ende entgegenblickten. Alsich so richtig warmgefahren war setzte ich für ein paar Runden aus und schlüpfte in ein Hasenkostüm, welches Ivan aus Jux mitgebracht hatte. Dass ich dmit eine Runde drehen würde bei 34 Grad glaubten sie mir erst, als sie mich auf der Strecke sahen. Ganz zur Freude der Zahlreichen Zuschauer legte ich noch Wheelies drauf. Ach ja, die Rundenzeit von 11:37 war übrigens die 26. schnellste in dieser Runde (!) Schweissgebadet legte ich mich in den Bach, ehe ich nochmals für 2 sehr schnelle Runden auf die Strecke ging. Dann übergab ich an Reto, der auf seinen 2 letzten Runden unseren 12. Rang ins Ziel brachte.

 

An dieser Stelle gilt auch ihm der grösste Dank, von der Idee, über die Organisation bis zum Sponsoring, er hat dieses geile Weekend erst ermöglicht. DANKE

Ausserdem danke ans Team, wir waren echt eine tolle Truppe

 

Rangliste      Bilder       24h Schötz


24.07.13

 

Bald ist es soweit, die Crosssaison beginnt. Ich kann mittlerweile wieder trainieren, das Schlüsselbein hält und tut auch nicht weh. Ich dar weiter bei den Amateuren starten, mein Gesuch wurde heute bewilligt.

Hier der Rennkalender:

 

15.09.13   Süpercross Baden

29.09.13   Bischwiler, France

06.10.13   Crossquer Dielsdorf C2

13.10.13   GP-5Sterne-Region Beromünster C2

20.10.13   Dossenheim, France

27.10.13   Int. Radquer Steinmaur C2

01.11.13   Soultz, France

03.11.13   St. Bernard, France

10.11.13   Cyclocross International Rennaz C2

17.11.13   Flückigercross Madiswil C2

24.11.13   Int. Radquer Hittnau C1

01.12.13   Cyclocross International Sion C2

08.12.13   Illzach, France

26.12.13   Int. Radquer Dagmersellen C2

29.12.13   Eckwersheim, France

12.01.14   Schweizermeisterschaft Bussnang


09.07.2013

Vor 13 Tagen hats geknackt. Fast 2 Wochen seit meinem Schlüsselbeinbruch sind vergangen, der Knochen wurde mit einer Platte und 8 Schrauben zusammengeflickt. Ich habe fast keine Schmerzen mehr, leider habe ich auch keine Form mehr. Heute ging ich mit dem Velo zur Arbeit, die Beine fühlten sich misserabel an. Bis zum Süpercross in Baden ist noch Zeit, bis dahin werde ich viel krafttraining machen, da Radfahren noch schwierig ist. Ausserdem habe ich SwissCycling ein Gesuch geschrieben um die kommende Saison erneut bei den Amateuren starten zu dürfen, und nicht wie vorgesehen bei den Elite. Die Antwort steht noch aus.


26.06.2013, Kantonsspital Winterthur

 

Tsja,das Bild sagt alles. Schlüsselbein gebrochen, Bikesaison zu Ende. 6 Wochen darf ich es nicht belasten, danach werde ich mit den Radquervorbereitungen beginnen. Was anderes bleibt mir auch gar nicht übrig. Umso mehr wurmt mich der Zeitpunkt, kurz vor der Schweizermeisterschaft, wo ich doch im Moment in sehr guter Verfassung gewesen wäre.


16.06.2013, EKZ Cup Wetzikon. Ein einsames Rennen...

 

Die Serie des EKZ Cup gehört eigentlich nicht zu meinen Favoriten. Elite und Amateure starten zusammen, die Junioren und Masters starten 2 min vorher. Rangliste gibt es aber nur eine, womit es für die Amateure echt hart ist, etwas zu reissen. Heute war das Rennen allerdings in Hittnau und da ich im VC Hittnau lizenziert bin, wäre es eine Schande, wenn ich nicht am Start gestanden wäre. Da viele starke Elitefahrer anwesend waren, war meine Motivation nicht sonderlich hoch, als es um 13:30 ins Rennen ging. In der ersten Runde bekundete ich meine bekannten Probleme, Puls will nicht hoch, Beine zu schnell sauer und in Gedanken noch irgendwo anders. Ab mitte der ersten Runde aber fing es an zu laufen, ich fand mein Rhythmus und der Puls kam endlich hoch. Die Strecke wurde durch die gestrigen Regenfälle zumindest Bergauf fast unfahrbar, es musste viel gerannt werden. Ich verspürte immer noch harte Waden seit Gränichen, rannte aber gegen den Schmerz an. Ich konnte viele Ränge gut machen innerhalb der ersten 3 Runden, danach war ich auf verlorenem posten, vorne nur noch Elitefahrer, welche deutlich schneller unterwegs waren als ich, hinter mir meine konkurrenz, welche deutlich langsamere Zeiten fuhren als ich. Lediglich ein Paar Frauen holte ich ein (Sie waren 2 min nach uns gestartet) und hin und wieder ein Masters oder Juniorfahrer. Die letzten 4 von gesamt 6 Runden absolvierte ich sehr regelmässig, allesamt innerhalb von 7sek. Mit einer Siegerzeit von 1:30h und meiner Zeit von 1:40 auf dem 14. Rang, war es wieder ein langes Rennen, ich hatte aber noch Reserve und denke sogar, dass noch eine weitere Runde drin gelegen wäre. Trotz allem, ich bin zufrieden, habe wieder einen Schritt gemacht und schaue guten Mutes in Richtung Schweizermeisterschaften. 

 

Am kommenden Sonntag fahre ich nach Bern an die Europameisterschaften um unsere Landsleute lautstark bei ihrer Medaillenjagd zu unterstützen.

 

Bilder       Rangliste        EM Bern


09.06.2013 BMC Cup Gränichen HC. Die besten 3 Runden dieser Saison....

 

Das Rennen in Gränichen ist schon seit vielen Jahren fester Bestandteil der nationalen Rennserie und bietet jedes Jahr eine super Strecke. So auch heute, viele Abschnitte sind wie gewohnt von den vergangenen Rennen, aber auch neue, technische Abschnitte, kamen hinzu. Trotz trockenem Wetter ist war die Strecke eher schwierig und durch die vielen kurzen aber steilen Steigungen, extrem hart zu fahren.Die Streckenbesichtigung bestätigte dies; während ich am Berg mit einem 125 Puls hochkurbelte, erhöhte sich der Puls in der Abfahrt schlagartig auf 140. Das sagt eigentlich alles. Das Warm Up verlief sehr gut, ich war sehr konzentriert und die Beine drehten sehr gut. 9:35 Start des Amateurrennens. 5min vor uns starteten die Junioren, bei welchen die Rundenzahl von 6 auf 5 gekürzt wurden. Das erste Mal, dass die Amateure mehr Runden hatten als die Junioren, was ich allerdings nicht hörte und mich ebenfalls auf ein 5-Rundenrennen einstellte. Mit der 19 ging ich ins Rennen, 2. Reihe. Ich kam sehr gut weg und in der ersten Steigung merkte ich, dass ich heute wirklich gute Beine hatte. Gegen Ende der ersten Steigung, während viele bereits abreissen liessen, konnte ich noch einen Gang höher schalten und auf den 11. Zwischenrang hervorfahren. Bis in die 3. verblieb ich an dieser Stelle. Die Tafel beim Jurywagen, welche die Rundenzahl anzeigen sollte, stand seit dem Start auf 5. Zeit also für eine Cola. In der Verpflegungszone wartete mein Vater aber nicht mit einer Cola, da es noch nicht die Rennhälfte war, weil wir ja 6 Runden hatten. Mein Bidon hatte ich schon weggeworfen und den neuen nicht erwischt. Somit fuhr ich lange ohne Getränk und kriegte Mühe dran zu bleiben. Ich fiel eine Gruppe zurück, in welcher ich in die Steigung fuhren. Als einer angriff wollte ich mitgehen, verbiss mich in sein Hinterrad, bis ich schliesslich explodierte. Noch 2 Runden (dachte ich), endlich mit der Cola unterwegs, also voll auf Zucker, und nochmals alles geben und versuchen, den Anschluss wieder zu packen. Ich sprintete ins Ziel, habe alles gegeben, war am Ende. Und ja, nun gab es aber noch eine Runde zu absolvieren. Mit leeren Beinen versuchte ich mich über die Runden zu retten und auch die Blicke jener Fahrer, welche mich überholten, sprachen Bände. Ich konnte schlichtweg nicht mehr und verlor Rang um Rang. Am Ende erreichte ich noch den 25. Platz, womit ich gerade noch so in die Punkte kam. 

 

Naja, was soll ich da sagen???? Eigentlich bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung, endlich konnte ich zeigen, was ich kann, wenn auch nur für die erste Halbzeit. Das mit den Runden war ganz klar mein Fehler, allerdings sind viele Amateure von 5 Runden ausgegangen und die Fahrzeit von 1h30 ist auch 15-30min länger als gewohnt. Meine Vorbereitung war ebenso nicht gut, Knie und Rückenschmerzen hielten mich zurück, das Rennen ging schliesslich Beschwerdefrei.

 

Am Sonntag ist mein ,,Heimrennen,, in Hittnau

 

Rangliste      Bilder        EKZ Cup hittnau


01.06.2013. Sprintrennen Aadorf. Eine kurze Sache....

 

Die Sprintdisziplin ist der neuste Trend im Bikezirkus. Seit 2 Jahren wird die Disziplin im World Cup Status ausgetragen und es gibt Meisterschaften. Sogar das IOC prüft aktuell die olympiatauglichkeit der Sportart, und wer weiss, vielleicht wird die Sportart ins Programm aufgenommen und erstmals in Rio ausgetragen. Das Rennen in Aadorf hatte den Status eines nationalen Rennens, also Kat. F, galt aber als EM-Qualifikationsrennen. Somit waren zumindest bei den Männern sehr starke Fahrer am Start. Zum Rennen: Eine Runde misst ca. 750m, meist asphaltiert, gespickt mit künstlichen Sprüngen und Rampen. Hinzu kam eine 100m Dreckpassage. Zuerst starteten die Fahrer alleine im 20 Sekundentakt über eine Runde auf Zeit. Die schnellsten 16 kommen weiter, um dann zu viert gegeneinander über 2 Runden anzutreten, wo die jeweils beiden ersten eine Runde weiterkommen. Meine Qualizeit war die 10. schnellste, somit kam ich sicher in die Viertelfinals. Dort traf ich auf 2 sehr starke Fahrer, nämlich Tom Lüthi (Weltcupgewinner) und Nicola Rohrbach (Ebenfalls ein Top Weltcupfahrer). Der dritte Fahrer war mit unbekannt. Die 2 Favoriten drückten von Start weg meinen Puls in Richtung Anschlag, an vierter Position um die ersten paar Kurven, versuchte ich mit einer anderen Linie im Dreck vorbeizukommen. èber die kleine Schanze sprang ich so nahe wie möglich ans Absperrband um mehr Grip zu haben. Ich überholte 2 und lag an 2. Stelle, jedoch erwischte ich um ein Haar den Absperrungspfosten, da ich nun nicht mehr auf der Ideallinie unterwegs war. Kurz vom Gas, kurz gerutscht und Zag lag ich wieder am Ende mit einem kleinen Loch Rückstand. Das Loch konnte ich zufahren, aber war Chancenlos um zu überholen. Ausgescheiden also. Nun zählte für mich die Qualizeit und so bin ich als 10. Klassiert, womit ich mehr als Zufrieden bin. Für mich war es erst der zweite Sprint, der erste war an der SM letztes Jahr, und ehrlich gesagt mag ich lieber die Rennen mit langen Rhythmuspassagen statt kurzen Vollgas Events. Wenn das Wetter etwas mitgespielt hätte, wären bestimmt auch einige Zuschauer gekommen, Spektakulär und überichtlich ist die Sportart auf jeden Fall. Am kommenden Sonntag steht eines meiner Saisonhighlights auf dem Programm, der BMC CUP in Gränichen. Die dortige Strecke ist technisch schwer und hart zu fahren,kurz gesagt, sie beinhaltet alle Faktoren des Leidens.

 

Bilder         Rangliste        BMC Cup Gränichen


02.06.2013, Nachtrag EKZ Cup Wetzikon

 

Da dieses Jahr auch die EKZ Cup Serie in der F Wertung ausgetragen wird, werden Swiss Cycling Punkte verteilt. So klassierte ich mich als 7. Amateur und habe 4 Punkte gekriegt. Somit bin ich nun im Swiss Cycling Jahreskassement vertreten und belege aktuell den 28. Rang. Die Punkte sind wichtig für eine gute Startposition an der Schweizermeisterschaft und nötig für die Elitequalifikation.


26.05.2013 EKZ Cup Wetzikon, Cyclocross again...

 

In Wetzikon angekommen wollte ich gleich auf die Strecke, ein Hagelschauer liess mich aber für weitere 15min im Auto verweilen. Die Wetziker Strecke glänzt nicht gerade mit technischen Passagen. Auch nicht mit steilen Anstiegen oder schönen Trails. Die flache Strecke glänzte heute nur, weil der Regen ein Glanz über die Wiese legte. Ein Mal durchgefahren und die Reifen waren zu, das Bike 3 Mal so schwer und der Kopf Braun zugepflastert. Die zugehörigen 6Grad taten ihr übriges. 13:30 Start des überschaubaren aber starken Feldes. Wie immer hatte ich Mühe am Start, fand aber heute sehr schnell meinen Rhythmus. Die flache Strecke war trotz Regen sehr schnell und Löcher von 20-30m waren nur mit sehr viel kraftaufwand zu schliessen. Aber ich fühlte mich gut, trotz 3 Stürzen und Schaltproblemen (Ich konnte nur noch mein grosses Kettenblatt fahren) hatte ich meinen Spass im Dreck. Ein Regenschauer durchnässte uns noch von oben, statt nur von unten. Trotz Wiedrigkeiten blieb ich heute bis ins Ziel konzentriert und kämpfte, konnte alles geben, was seit längerem nicht mehr der Fall war.Ein guter 20. Platz kam am Ende für mich heraus.

 

Die Beine werden immer besser, der Kopf macht auch immer mehr mit, das gibt Hoffnung.

 

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25.05.2013, Bergrennen Kreuzegg. Cyclocross reloaded....

 

Eigentlich ist ja fast Sommer. Eigentlich sollte die Sonne scheinen, die Beine braungebrannt in die Pedalen treten und der Schnee sollte bloss noch eine Erinnerung irgendwo im hinterstübchen sein. Eigentlich...... Das Aprilwetter vermieste mir die ganze Woche das Training, jeden Tag wurde ich 2x verregnet (Arbeitsweg), kaum waren die Schuhe wieder trocken, gings wieder raus. Dazu die Kälte und schwuuuuups, war ich am seuchen. Etwas kopfschmerzen hier, Schluckschmerzen da, aber die Beine drehten stets gut, so stand ich heute in Bütschwil am Start. Vor Augen die Kreuzegg, das heutige Ziel, eingetaucht im Regenwolken. Schlappe 7 Grad waren es beim Start, von der Sonne nicht die Spur. Dennoch waren 108 Fahrer pünktlich um 14:15 vor Ort für die 15km und 850Höhenmeter. Wieder am Start der Finne, der bereits letztes Wochenende den Berg hinauf geflogen ist. War heute nicht anders, wieso sollte es auch??? Kurz nach dem Start war er weg. Wir waren alle am Limit, und er fuhr einfach weg, als ob es nichts leichteres gäbe auf der Welt. Wie aufs Hörnli, benötigte ich auch heute meine Einlaufzeit, startete dann mit einem sehr guten Rhythmus meine Aufholjagd von platz 20 nach vorne. Es begann zu regnen, dann kam ein graupelschauer und ganz oben versteckte sich das grün der Wiese unter einer weissen Schicht Schnee. Das es kalt war brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Ich führte an 7. Stelle eine Vierergruppe an, als es vom Asphalt auf die Wiese ging war ich aber weg vom Fenster. Da es ja Sommer ist abe ich auch entsprechende Reifen aufgezogen. Stellenweise war ich dann zu fuss unterwegs. Glücklicherweise hatte mein Vordermann dieselbe Schnapsidee, bzw. die selben Reifen, und so konnte ich ihn auf und überholen und am Ende als Gesamt 9. ins Ziel kommen. Von den Herren 1 den 7. Platz.

 

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21.5.2013, Bergrennen Ufs Hörnli. Auf gehts....

 

Das Rennen war grad in der Nähe, so nahm ich es als gutes Training. Ein regionales Rennen, dennoch erschien mit Ralph Näf ein sehr prominentes Gesicht. Immer noch handicapiert, war er aber nicht der schnellste Mann des Tages. Dieser kam aus Finnland und ist ein Weltklasse Marathonfahrer. Von Start weg fuhr er allen davon und unterbot den alten Streckenrekord um sagenhafte 2 min. Ich hatte am Start enorm Mühe, ich explodierte fast, war aber langsam. Nach 10min kam mein Rhythmus und ich konnte nach vorne fahren, vom 18 auf den 7. Gesamtrang, 4. in meiner Kategorie. Kein grosses Ding, gutes Training. Nächstes Wochenende stehen 3 Rennen an, ob oder welche ich fahre, entscheide ich dann kurzfristig.

 

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12.05.2013 Einzelzeitfahren Gerlafingen. Grind abe und trampe.....

 

Zeitfahren ist die Formel 1 des Radsports. Futuristische Rahmenformen, unsichtbare Bremsen, Hinterräder wie Teller, Lenker die Pfeile und Helme wie Regentropfen. Hightech in jedem Teil. Preise jenseits der 5stelligen Summen Standard. Ich besitze weder aerodynamisch optimierte Kettenblättter noch eine Vorderfelge mit 11cm Höhe. Aber ich besitze 2 Beine, 1 Rennvelo und ein ausgeliehener Triathlonaufsatz. Passt. Am Freitag fuhr ich zum ersten Mal in dieser gestreckten Position im Training. Alles was einem wehtun kann, tat mir auch weh. Gestern noch einmal fahren, noch einmal Beschwerden. Heute der Start. Um 11:28 begann die Quälerei über 3mal 13km. Die Strecke war mal nass, mal schien die Sonne, mal kam der Wind von links, mal von rechts, mal tat der Arsch weh, mal die Schultern. Der Blütenstaub in Verbindung mit dem nassen Untergrund reduzierte den Grip der mir 9Bar gefüllten schmalen Pneus noch mehr. Es blieb bei einem kleinen Rutscher in einem Kreisel, sonst blieb ich einigermassen souverän. Nach langen 58min erreichte ich das Ziel, klassiert als 25., von 28 klassierten. Nicht letzter, 39er Schnitt, Schmerzen überall. Schön.

 

Nächsten Samstag gibt es kontrastprogramm zum heutigen Rennen, ich starte beim Bergrennen ,,Ufs Hörnli,,.

 

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10.05.2013, Kriterium Diessenhofen. Gutes Training, mehr nicht

 

Mein letztes Strassenrennen liegt mittlerweile über ein Jahr zurück, mein letztes Kriterium über 3 Jahre. Heute startete ich wieder mal auf den schmalen Pneus, in Diessenhofen, ein bekanntes Kriterium. Meine Kategorie war gemischt Amateur/Elite, es war also von beginn weg ein horrendes Tempo. Eine Runde hatte etwas weniger als 1km, 90 Runden gab es zu fahren, jede 5. Runde gab es Wertungssprints. Ca. 45 Fahrer standen am Start. Für mich war es Limit von Beginn weg, ich wurde 2 mal rausgehänkt, konnte aber in der spitzen Kurve den Anschluss wieder schaffen. In der 40. Runde war es dann aber ganz um mich geschehen, tschüss Ende aus. Es war ein gutes Training, für das war es gedacht, allerdings nicht nur für 40 Runden. Ein kleiner Trost: Lediglich 27 Fahrer erreichten das Ziel, die Durchschnittgeschwindigkeit lag über 41kmh, und das bei 2 90° und 1 sehr spitzen Kurve. 

 

Am Sonntag versuche ich mich als Zeitfahrer in Gerlafingen, ebenfalls nur als Training gedacht.

 

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8.5.2013

Ich mache ein ekleine änderung im Rennkalender. Morgen starte ich beim diessenhofer Kriterium, am Sonntag versuche ich mich beim Einzelzeitfahren in Gerlafingen und am Samstag drauf beim Bergrennen ,,Bike aufs Hörnli,,


5.5.2013, Bikedays Solothurn, BMC Cup. Ein weiterer Schritt nach vorne.....

 

Das nationale Velofestival wird seit einiger Zeit mit dem BMC Cup verbunden. Wenn die Zuschauer nicht zu den Wettkämpfen kommen, bringt man halt das Rennen zu den Zuschauern. Das Wetter spielte morgens noch nicht mit, es regnete in Strömen und die Start/Zielwiese versumpfte zusehends. Die restliche Strecke ist, standortbedingt, sehr einfach, viele asphaltierte Strassen, einfache Abfahrten. 5 Runden zu fahren, 10:35 Start, immer noch bei Regen. Mit der Nummer 20 stand ich ein, diesen Rang wollte ich auch ins Ziel bringen, soweit der Plan. Am Start kam ich sehr gut weg und lag nach der ersten Zieldurchfahrt an 13. Stelle. TOP!!! Die Laufpassage im Wald machte mir sehr zu schaffen, meine Waden ,,verknoteten,, sich, ich verlor wertvolle Ränge, konnte aber in den schmierigen Steigungen wieder Plätze gutmachen. Der seifige Untergrund erforderte eine Menge Konzentration und einen sehr ruhigen Tritt, notfalls half auch die Fahrt durch die Botanik, da war der Boden noch griffiger. Die Distanz vom Zielgelände zum Wald und zurück war geteert, und so wurde Windschattenfahren enorm wichtig. Windschatten fahren, ja, aber Windschatten geben wollte nie einer und so schlossen viele kleinere Gruppen zusammen. Rang 17 und 16 in den folgenden Runden, die Top 10 Gruppe zwar in Sichtweite, aber ausser Reichweite. Ich versuchte es dennoch, konnte mich jeweils in den Steigungen absetzten, verlor aber mein Vorsprung wieder alleine im Wind. Nach 1:24h (sehr lange) erreichte ich erschöpft das Ziel an 20. Stelle. Damit bin ich sehr zufrieden, konnte ich doch endlich meine Leistung bringen in den Steigungen, auch wenn es leider nicht über einen 20. Platz hinaus gereicht hat. Zwischen dem 10. und 20. Rang liegen nur etwas mehr als 3min., eine knappe Sache also. 

 

Am Donnerstag gebe ich mein Strassenrennen-Comeback und starte in Diessenhofen beim Kriterium. Das Ziel: Sturzfrei!!!! :-)

 

Rangliste          Bilder           Kriterium


28.04.2013. ötztaler Bikefestival Haiming, HC-Rennen. Besserung in Sicht.....

 

Was soll ich sagen, eigentlich konnte mir ja nach dem letzten Wochenende gar nichts mehr passieren. Vollgetankt machten wir uns auf den Weg ins Oesterreichische Haiming im Oetztal. Die Strecke kannte ich zuvor nur aus einem Youtube-Clip, und da sah es schon tricky aus. Der Wetterbericht liess böses erahnen, aber zum Glück, wie so oft, lag er weit daneben. Strahlende Sonne und staubige 23° bei malerischer Kulisse umrahmten eine technisch anspruchsvolle und sehr harte Strecke. 12:15 war der Start zu einer Startrunde und 6 Runden. Etwa 60 Fahrer aus allen Ländern waren am Start. Ich kam nicht sonderlich gut weg, in der ersten Abfahrt gab es wieder einmal Stau und in den Steigungen wurden die Ellbögen ausgefahren. Ich lag etwa an 35. Stelle als ich die Ziellinie überquerte und die 2. Runde in Angriff nahm. Dann ging zeitweise der Knoten auf, in gewissen Passagen konnte ich aufdrehen und auch Bergab ordentlich Gas geben. Ein Gefühl, dass ich seit längerem vermisste. Ich ging an 30. Stelle in die dritte Runde, in Begleitung 2 Konkurrenten. Ich war in der mittleren Position, als mein Vordermann den Baum attackierte und vor meinem Rad zu liegen kam. Meine Bremsung bewirkte ein Abflug meinerseits, was wiederum auch mein Hintermann zum stürzen brachte. Dieser war allerdings sofort wieder auf seinem Bike und machte sich aus dem Staub. Dem anderen löste sich das Hinterrad, bei mir zeigte das Schaltwerk in die falsche Himmelsrichtung, was bei einem kurzen Boxenstopp mit viel lieblicher Gewalt repariert wurde. Noch 3 Runden, meine beiden Begleiter wieder vor mir im Blickfeld, knallte ich über die Wurzeln. Ich fand den Anschluss in der steilsten Steigung und wir machten uns zusammen auf den Weg in Richtung Start/Zielgerade. Dort stand ein UCI Kommissär und beendete unser Rennen (80% Regelung, diesmal war ich nicht froh darum) Tsja, so schnell gehts, wenn der Sturz nicht gewesen wäre, hätte ich alle Runden durchfahren können. Aber hätte wäre wenn..... Ich bin froh, endlich wieder ein gutes Gefühl zu haben auf dem Bike, wenn auch nur Phasenweise. Der heutige 31. Rang geht in Ordnung, die wahrscheinlich beste Leistung in diesem Monat.

 

Am Samstag starte ich im Rahmen der Bikedays in Solothurn am BMC Cup.

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21.04.2013, Bundesliga Heubach, U23, HC-Status. Wer bremst, verliert.....

 

Bundesliga also. Nichts mit ausschlafen. Nichts mit überschaubarer konkurrenz. Nichts mit ,,ein Rennen um die Ecke,,. Um 5:00 Riss mich der gehasste Wecker aus den Träumen, um 6:00 machte ich mich mit meine Bruder ( Hell begeistert über die Planänderung) auf den Weg ins weit entfernte Heubach. Das schöne an Deutschland, sind unter anderem die Autobahnen. Ohne Tempobegrenzung kommt man zügig voran, allerdings kann man zuschauen, wie das Geld den Auspuff rausgeworfen wird. Ebenfalls bemerkten wir, dass in Deutschland die Tankstellen nicht in den gleichen Abständen folgen, wie in der Schweiz (80km am Stück ohne Tankmöglichkeit). Als die Reichweite noch mit 30km angegeben wurde, wurde es still im Auto. 20km später fanden wir eine Tanke, Gelächter brach aus, bis ich merkte, dass meine EC-Karte nicht geschluckt werden will. Laut Navi lag die nächste 13km weit entfernt, also 3km zu weit. Bergab rollen gelassen und mit Tankanzeige NULL eingefahren, konnten wir dann, nach erfolgreichem Tankvorgang, erleichtert lachen. Am Rennplatz angekommen, machte ich mich gleich auf zur Streckenbesichtigung. Der Anstieg gilt als einer der härtesten, die Abfahrt wurde durch den Regen erschwert. Kurz gesagt, eine Abfahrt, bei welcher mann auf keinen Fall die Vorderbremse anrühren sollte, sonst rutscht man weg. Ich entschied mich für die trochencollées, beliess die Luft bei 1,4 Bar, so hatte ich Bergauf super Grip und Bergab rutschten sowieso alle. Noch 1h bis zum Start, Warmup time. Mein Bruder brachte mir die Startnummer 197, bei 100 Teilnehmer also gaaaaaanz weit hinten. Ich wärmte mich gut auf, war bereit für den Start und zog mein Helm an, während mein Bruder nochmals kurz die Schaltung und Bremsen checkte. Ein dumpfes ,,Oouh,, erreichte meine Ohren. ,,Was ist los?,,. Der ölfleck am Boden liess schlimmes vermuten, der hintere Bremshebel konnte ich bis an den Griff zurückziehen, Verzögerung setzte keine ein. Ich musste kurz lachen, nahm mein Bike und ging an den Start. Was soll ich mich auch aufregen, ändern tuts ja eh nichts. Zu meiner überraschung durfte ich in der hinteren Hälfte einstehen, also nicht ganz hinten. Trotzdem absolvierten wir die erste Steigung grösstenteils zu Fuss, aufgereiht wie eine Perlenkette. Ich kam ordentlich nach vorne, dann kam die Abfahrt. Ohne Hinterbremse, nur die vordere, die, die ich nicht anfassen wollte. In Verbindung mit 1,4Bar im Reifen glich es eher einem Rodeoritt, als einer kontrollierten Bikeabfahrt. Die schwerste Passage musste ich zu Fuss gehen. Toll, die hart erkämpften Plätze waren wieder futsch. In der zweiten Runde ebenso, am Berg nach vorn gekachelt, bergab nach hinten gereicht. Spass ist was anderes. In der dritten Runde schwand die Motivation, ich ging kein Risiko mehr ein und nahm Tempo raus. Als dann die Schaltung zu springen begann, war mein Sonntag perfekt. Die letzten 2 Runden wollte ich als Training zu Ende fahren, der UCI Kommissär erlöste mich davor, indem ich der 80% Regel ausgesetzt war, und das Rennen vorzeitig beenden musste. Das erste mal, dass ich froh war um diese Regel. Achja, der Hochdruckreiniger hat noch ein grosser Stück vom Lack weggeputzt,quasi als i-Tüpfelchen. 

Was solls, ich hoffe ich habe nun das Pech für diese Saison eingezogen und kann am kommenden Sonntag im Oesterreichischen Haiming Problemfrei mein Rennen geniessen.

 

PS: Zu Hause angekommen, haben wir das Auto ausgeräumt. Danach wollte ich es zur Garage fahren (Klimakompressor kaputt) und wisst Ihr was? Das Auto wollte nicht mehr anspringen...........

 

Rangliste          Fotos          Haiming


20.04.2013

 

EKZ Cup Schwändi abgesagt, schönen Dank an Frau Holle! (dumme Kuh)

 

Ich starte morgen deshalb bei der Bundesliga in Heubach, U23. HC-Rennen


19.04.2013

14 neue Bilder unter der Gallerie Dirtbike


14.04.2013, BMC CUP Tesserette. Aus die Maus....

Nach meiner guten Leistung am Mittwoch und einer guten Aufholjagd in Schaan waren meine Erwartungen dementsprechend hoch für das heutige Rennen im Tessin. Die Strecke war ein rhythmusbrecher, immer auf und ab, viele schmale Trails, wenig überholmöglichkeiten. Als 16. ging ich auf die Startschlaufe, gefolgt von 4 Runden. Ich startete gut, in der Startschlaufe fuhr ich auf den 12. Rang vor, nach der ersten Runde lag ich an 13. Stelle, am Hinterrad der Ränge 12, 11 und 10. Der Rest ist kurz erzählt, nach einer Laufpassage sprang ich auf meine Bike und gab Vollgas, wie immer, aber ich wurde einfch nicht mehr schneller. Ende Gelände, aus die Maus, meine Beine bockten, der Puls hämmerte, die Lungenflügel bluteten. Als ob mir jemand den Stecker gezogen hätte..... Rang um Rang wurde ich durchgereicht und statt in die Top Ten kam ich in die Top 35. Warum, weiss ich nicht genau, das Training, die Ernährung, die gesamte Vorbereitung war gut. Vielleicht liegt es an meinen Weisheitszähnen, welche mir die ganze Woche den Schlaf raubten. Raus damit!!!!!Whatever, es war noch nicht das letzte Rennen, Kopf hoch und vorwärts schauen, auch wenn die Enttäuschung im Moment recht gross ist.

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11.04.2013 Trainigscup Uhwiesen

Trainingsrennen sind eine gute Sache. Zum einen die Leute, alle sehr kollegial und fair miteinander, zum anderen sind stets viele Teilnehmer am Start, jedoch nicht viele Lizenzierte, was meist eine gute Platzierung ermöglicht, sprich Balsam für die Seele, da gute Ränge immer einen Motivationsschub geben. Kurz zum Rennen: Die Stecke war flach und windig, 5 Runden gesamt. In der dritten habe ich angegriffen, konnte meinen Vorsprung ausbauen und das Trainingsrennen für mich entscheiden. An dieser Stelle: Danke an die Veranstalter für das gute Rennen.

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07.04.2013  BMC CUP Schaan. Aufholjagd in die Top 20.

Saisonbeginn,diesmal richtig. Der BMC CUP bietet auch dieses Jahr wieder die wichtigste Schweizer Rennserie, der Saisonauftakt begann heute im Liechtensteinischen Schaan mit einem Rennen mit C1 Status. Da meine letzte Saison zum Ar*** raus nichts war und ich folglich keine Punkte habe, musste ich (schon wieder) aus der letzten Startreihe ins Renngeschehen eingreifen. Wenigstens bot die heutige Strecke genug Ueberholmöglichkeiten. 6 Runden à 3.9km/143hm lagen vor uns. Bereits bei der Streckenbesichtigung und auf der Rolle fühlte ich mich gut, so ging ich recht entspannt ins Rennen. Die erste Runde war das übliche Drama los, Stürze, Defekte und böse Worte, zum Glück ohne meine Beteiligung. Die Abfahrt war easy aber schnell, nach 11:26min ging ich bereits als 26. in die zweite Runde. Ich fuhr einfach meinen Rhythmus hoch, ohne auf die anderen zu schauen, Runde für Runde. In die vierte Runde ging ich bereits als 16. Der Zug nach vorne war leider abgefahren, das Loch zu gross. zudem hatte ich in der dritten Runde etwas überdreht und das büsste ich nun. Die letzten 2 Runden gingen problemlos vorüber und so konnte ich als 16. mein bisher bestes BMC Cup Resultat abliefern. Ich denke, damit kann ich zufrieden sein, da ich auch das trainingslager noch nicht gaz verdaut habe. Am Sonntag in Tesserette kann ich dank dem 16. platz aus einer der vorderen Reihen ins Rennen gehen, und dann, wer weiss....

 

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31.03.2013. Bundesliga Bad Säckingen U23

MTB Saisonauftakt und dazu noch Sommerzeitumstellung passte irgendwie nicht zum heutigen Tage. Mitte Dezember und Radquer wäre passender gewesen. Also eigentlich ja gut für mich. Die Strecke zeigte offen und unbarmherzig auf, wer seine Hausaufgaben gemacht hat und an seiner Technik gefeilt hat. Der vorangegangene Dauerregen erleichterte die ganze Sache auch nicht. Viele künstliche Absätze und Drops aus Steinen wurden angelegt, einige Steilwandkurven und viele Wurzeln blickten zwischen Fahrrinnen hervor. Bei der Streckenbesichtigung hatte ich meinen Spass und fühlte mich sicher, auch in den schwersten Passagen. Einzig meine Startnummer gab zu bedenken. Mit der Nummer 176 musste ich in der letzten Reihe um 16:00 ins Rennen starten, insgesamt waren über 80 Fahrer am Start. Die breite Teerstrasse reichte ca. 700 meter weit, dann verengte sich das Fahrerfeld auf ein Singletrail, sofort herrschte Hektik und ein Stau wie im Schlussverkauf. Krieg! Ellbogen raus und kämpfen, rempeln, fluchen. Die Abfahrt runtereiern und in der nächsten Gegensteigung das ganze von vorne. Ab der zweiten Runde zog sich das Feld in die Länge, endlich konnte man besser überholen und hatte freie Fahrt in den schwierigen Passagen. Die dritte Runde war meine gefühlte beste, ich konnte die ganze Runde durchfahren, musste nirgends absteigen und laufen. So kämpfte ich mich bis auf den 30. Rang hervor, ehe ich mir in der 5., der letzten, Runde das Resultat versaute und bei einem Sprung (Absprung und dazugehörige Landung 1,5m auseinander) zu kurz flog und so schlagartig einen Platten hatte. Noch weit weg vom Ziel......So rollte ich auf plattem Hinterreifen als 37. über die Ziellinie. 

Für das erste Rennen ganz OK, auch in Anbetracht meines Trainings im letzten Monat. Nächsten Sonntag startet dann der BMC Cup, mit Auftakt im Liechtensteinischen Schaan.

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29.03.2013

Zurück in Winterthur, zurück im Winter! Nach 4 Wochen Trainingsaufenthalt bin ich heute nach Hause gereist. Hinter mir liegen 4 super Wochen, viele Kilometer, viele Trails, viel Sonne ud viele schöne Erinnerungen. In dem letzten Monat habe ich ca. 80h trainiert, recht viel, und dementsrechend fühle ich mich auch im Moment. Nichts desto trotz werde ich am Sonntag, 31. März, in Bad Säckingen in die Saison starten. Mein Motor ist ganz gut, die Tourenzahlen müssen noch kommen. Das Wetter passt ja, quasi eine verlängerte Quersaison.....

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21.03.2013

Heute ging ein weiterer Trainingsblock zu Ende. Wir dehten eine 4stündige Runde, bei 20 Grad und Sonne pur. Die Armstulpen verschwanden bergauf in den Trikottaschen. So muss der Frühling sein! In letzter Zeit habe ich sehr viel trainiert, jeweils deutlich über 20h/Woche, auch diese Woche wird nochmal über 20h geben. Morgen ist Ruhetag, dann beginne ich mit kürzeren Ausfahrten, aber mehr Intersität, immer im Blick das erste Rennen, am 31. März in Bad Säckingen


20.03.2013

Wieder zurück in Frankreich angekommen. Die Woche in der Toskana war der Hammes, stets angenehmes Wetter und super Trails, kann ich wärmstens weiterempfehlen. Auch an der Küste Frankreichs ist derFrühling angekommen, und bei Temperaturen um die 18 Grad vergehen die Trainingskilometer wie im Flug.


14.03.2013

Donnerstag in Massa Vecchia. (Ja auch in der Schweiz) Erneut waren wir 3h biken, super Trails bei angenehmen 10 Grad. Gestern Abend waren wir Chinesisch essen, all you can eat für ein paar wenige Euros, da mussten wir einfach zuschlagen. Heute Abend gibts dann wieder typisch Italienisch. Nach der Biketour, und natürlich nach eine ordentlich Portion Spaghetti, drehten wir noch eine Stunde lang unsere Runden auf dem Pumptrack. Bei Sonnenschein mit kurzen Hosen. Ich hörte dass es in der Schweiz schneit, daher geniesse ich die Sonne hier umso mehr. Und, achja, ich bin immer noch Sturzfrei, was einer Premiere gleichkommt :-)


10.03.2013

Gestern in Massa Marittima angekommen, begleitet auf unserer Autofahrt von anhaltendem Gewitter. Der heutige Tag jedoch war herrlich, nachdem ich die letzte Woche fast täglich verregnet wurde, konnten wir heute bei angenehmen 15 Grad und Sonnenschein die Trails geniessen. Das Hotel ist super, ein Pumptrack direkt vor der Türe, gutes Essen und schöne Trails. Schon besser als zu Hause.....


Nach zwei wunderschönen ersten Tagen hocke ich nun im McDonalds (INTERNET, kein FastFood!!!!!) und schaue hinaus in den Regen. Seit gestern windet es sturmartig, teilweise konnte ih im Gegenwind bergab nicht mehr als 15 fahren. Wie auch immer, der Leistungstest am Samstag lässt übrigens sehr zuversichtlich auf die kommende Saison hoffen. Auch in den trainings, die letzten 2 Tage 4 und 5h, zeigten, dass meine Beine ganz ordentlich was auf die Pedalen bringen. Ab morgen wird es (hoffentlich) wieder trocken und nochmals 4 und 5h training stehen an. Dann, am Samstag geht die Reise weiter in die Toskana, nach Massa Marittima, wo ich eine Woche mit Luca verbringe. Trails und hoffentlich Sonne. Bilder liefere ich nach, sobald ich gute habe, bei Regen wird bei mir grundsätzlich nicht fotografiert.


1.03.2013

Morgen starte ich mein 4-wöchiges Trainingslager, nach einem Leistungstest mache ich mich auf den Weg in Richtung St. Tropez, wo ich die erste Woche bei hoffentlich schönem Wetter verbringen darf. Ich versuche möglichst jeden Tag zu berichten.


17.02.2013

Das war es also, unser Erlebnistrip nach Belgien. Kurz gesagt: Die haben allesamt nicht mehr alle Tassen im Schrank. Wenn man nur Schweizer Rennen gewohnt ist kommt man recht auf die Welt, mehrere tausend Zuschauer, V.I.P. Zelte so gross wie der Zirkus Knie, Live Fernsehübertragung, rieseige LED Bildschirme entlang der Strecke, Imbissbuden, Fahrerlager à la Formel 1 und tausende von Liter Bier. Es war ein Erlebniss an dem ich teilnehmen durfte, das Resultat fast zweitrangig. Ich wusste ja im vorhinein, dass es hart wird, aber so hart habe ich mir die Rennen nicht vorgestellt. Bereits die Anfänger reisen mit Wohnmobilen an die Rennen und was die Stars an Material dabeihaben ist auch nicht normal. Wo sonst hat ein Fahrer für jede Runde ein neues Velo??????

Schade nur, dass vor lauter V.I.P. Grössenwahn kein Geld übrig blieb für Fahrerduschen. Auch schade, dass die Belgier nur für jene Fahrer Stimmung machen, welche sie auch kennen. Also genau für den Weltmeister und den belgischen Meister.

Trotzdem, es war GEIL!


07.02.2013 Renntagebuch Belgien-Trip

 

Samstag, Rennbericht Superprestige Middelkerke:

Die Strecke endlich offen, das Wetter angenehm warm und die Sonne zeigte sich auch. Das Treckenprofil gefiel mir sehr gut, ähnlich einer Bikestrecke, viele kurze, künstlich angelegte, Hügel erforderten viel Kraft und technisches Geschick. Eine 50 meter lange Sandpassage wurde eigens für das Rennen errichtet, die zweite Sandpassage war natürlichen Ursprungs, deswegen aber keineswegs einfacher zu fahren. Der Start war um 14:15, also nach dem Frauenrennen, welche die Wiese stellenweise übel zurichteten. Am Start kam ich schlecht weg, konnte aber die ersten 2 Runden nicht schlecht mithalten. In der Sandpassage hatte ich keine Chance zu fahren, man muss wohl ein Belgier sein um fahrend durch zu kommen. Vorne weg fuhren wie immer die Profis, also etwa 30 von 37 gestarteten. Ich hielt mich hinten mit den anderen Amateuren auf, musste aber wieder gegen Ende des Rennens Plätze abgeben. Wegen der 80% Regel wurde ich 2 Runden vor Schluss aus dem Rennen genommen, bin aber zufrieden mit meinem Rennen. Nach dem Rennen machten wir uns gleich auf den Weg nach Hause.

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Freitag:

Heute wollte ich eigentlich die Strecke in Middelkerke besichtigen, leider war aber die gesamte Strecke gesperrt, da es nass war und die Organisatoren eine trockene Strecke für das Rennen wollten. Ich stieg einfach jeweils über das Absperrband, ein Streckenposten gab mir daraufhin unmissverständlich zu verstehen, dass ich mich gefälligst verziehen soll. Ich habe kein Wort verstanden, aber die Message war eindeutig. Die Stadt Middelkerke war schrecklich. Entlang der Strandpromenade türmten 10 stöckige Hotels in die Höhe, Flipflop-Läden soweit das Auge reicht, trotz 4°. Also schnell zurück nach Brugge, diesmal Pizza, statt undefinierbares Fleisch.

 

Donnerstag:

Weiterfahrt nach Brugge, unserer letzten Station von unserem Trip. Brugge war die schönste Stadt, auch wenn es sehr auf Tourismus ausgelegt ist. Das Nachtessen war schwach, aber der Bierkeller mit diversen Biersorten war der Hammer. Das 11% Bier hat ordentlich eingefahren.

 

Mittwoch:

Nach einer durchzogenen Nacht in unserem Hostel, dass übrigens ein altes Lastenschiff ist, stand heute für mich ein weiteres training auf dem Programm. Wieder fuhr ich in ein benachbartes Städtchen und drehte meine Runde, entlang der Schelde, durch ein Fahrverbot an einem Atomkraftwerk vorbei mitten in ein Kohlewerk. Intressant, etwas gefährlich vielleicht.....

 

 

Dienstag:

Nach einer weiteren schlechten Nacht machten wir uns weiter auf den Weg nach Gent. Bei 0° und Schneefall war es uns grad recht einige Stunden im warmen Auto zu verbringen. Die Landschaft rund um die Autobahn war öde, die Stadt Gent auf den ersten Blick vergleichbar mit Antwerpen. Abseits der Altstadt ein rechtes Ghetto, aber der alte Kern war sehr schöm, viele alte Burgen und Kirchen und zwischendurch kleine Flüsse. Am nachmittag fuhr ich mit dem Auto ins freie, um verkehrsfrei zu trainieren. Bereits nach wenigen Minuten hatte ich keine Ahnung mehr wo ich bin, fuhr quer über äcker, Wiesen und Sumpflöcher, ehe ich nach langer Suche das Auto wieder fand.

 

Montag: 

Nach dem gestrigen Reinfall machten wir heute einen Spaziergang durch Antwerpen, um auch was von Belgien zu sehen neben der Rennstrecke. Die Altstadt ist sehenswert, leider ist unser Hotel nicht gerade in der Nähe. Auch entlang der Schelde gibt es schöne Gebäude und von weitem sahen wir den rieseigen Hafen. Auch der belgischen Kultur haben wir uns angepasst und kosteten leckeres (sehr starkes) belgisches Bier.

 

Rennbericht Superprestige Hoogstraaten:

Ich habe keine Ahnung warum, aber als ich heute aufwachte fühlte ich mich nicht in Rennstimmung. Den ganzen morgen über war ich schlecht gelaunt, obwohl ich im Moment allen Grund zu guter Laune habe. Wir machten uns auf den Weg nach Hoogstraaten, zum Superprestige Rennen. Angekommen wurde meine Stimmung nicht gerade erfreuter, die Strecke, grösstenteils auf einer Motocrossstrecke, war richtig aufgeweicht und teilweise nicht fahrbar. Tiefer, schwerer Dreck machte das Vorankommen mühsam. Zudem bliess ein sehr starker Wind zu den ohnehin schon kalten 2° Celsius. Organisatorisch war es aber auch hier eine Meisterleistung, leider waren aber die Parkplätze überall verstreut und weit weg vom Start. Garderoben gab es gar keine, braucht es nach belgischer Meinung auch nicht, hat ja sowieso jeder sein Wohnmobil. Oder so wie die Besten, gleich 2 oder 3 Wohnmobile. Als wir um 13:15 starteten pflügten bereits die Junioren und Frauen vor uns über den Kurs. Ideallinien gab es keine mehr, man unterschied nur noch zwischen fahrbar oder nicht. Das Starterfeld war wesentlich kleiner als gestern, leider fehlten nur die hinteren Fahrer, also waren unter den 30 Startern nur etwa 10 Amateure, der Rest war in Profiteams unterwegs. Den Start erwischte ich gut, kam ein paar Ränge nach vorne, verlor aber bis zum Ende der ersten Runde wieder alles und ging so in die zweite Runde, als letzter, in Begleitung des zweitletzten. Eine halbe Runde verlor ich auch dessen Hinterrad und mit ihm meine Motivation. Nach einer weiteren Runde und einem Sturz stieg ich frustriert aus dem Rennen aus. Es wollte einfach nicht sein heute.

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Rennbericht Krawattencross Lille:

When a Dream comes true. Endlich starte ich bei einem belgischen Rennen, und belgische Rennen sind anders. Grösser. Viel Grösser. Das V.I.P. Zelt glich einem Wohnblock, Absperrgitter wurden Kilometerweise aufgestellt und das Startprozedere glich einem Formel1 Start. Die Strecke selber war technisch eigentlich nicht schwer, der viele Sand (sehr viel) und zum Teil gefrorene Spurrinnen, machten die ganze Sache wesentlich schwerer. Und es hatte viele Kurven, aus jeder musste man mit vollem Einsatz herauspreschen, sonst hatte man schnell 3-4m Loch. Ich startete in einem U23 Rennen, sprich ich war der einzige Schweizer, und nebst 1 Amerikaner und 2 Australier waren 40 Belgier am Start, die Mehrheit davon bereits mit Profilizenz unterwegs. Am Start konnte ich mithalten, dem Sturz in der ersten Kurve konnte ich ausweichen und einige überholen. Das Glückgefühl hielt nicht lange, die Belgier liessen mich alt aussehen, sie waren verdammt schnell auf den Geraden und im Sand flogen sie förmlich, während ich darin versoff. Ich hielt mich stets in einer 4er Gruppe auf, konnte dank Bunnyhop über die Hürden Zeit gutmachen, verlor aber in sämtlichen anderen Passagen. 2 Runden vor Schluss wurde ich aus dem Rennen genommen (80%Regelung) und als klassiert. Die Beine waren noch nicht top, und an den Sand gewöhne ich mich schon noch, morgen ist die nächste Chance in Hoogstraten. Die Bilder liefere ich möglichst bald nach.

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Tag 2: Das Hostel in Antwerpen ist schnell beschrieben: Alt, müffelig und in einem Judenquartier. Egal, die ersten beiden Rennen sind von hier aus schnell zu erreichen, so war ich auch heute bereits auf der Strecke in Lille, wo morgen das erste Rennen startet. Wieder war es kalt und im Moment schneit es stark. Auch wenn unsere Bruchbude nicht die creme de la creme der Hotelerie ist, kommt bei mir Ferienstimmung auf und ich muss schauen, dass ich morgen trotzdem konzerntriert am Start stehen werde.

 

Tag 1: Nach dem Mittagessen furgen wir los, in Richtung Luxemburg, wo wir unsere erste Nacht unserer kleinen Reise verbrachten. Der Verkehr lief gut, aber es war kalt und schneite fast immer. Die Jugendherberge war super und auch das Nachtessen in einem Luxemburger Restaurant war gut. Ausser das Bier, das schmeckte nach Seife (ORVAL, belgische Spezialität) Von der Stadt haben wir nicht sehr viel gesehen, es war zu kalt. Morgen geht die Reise weiter nach Antwerpen.


15.01.2013

 

Die Schweizer Radquersaison ist nun zu Ende, das Jahresklassement steht somit fest und ich konnte meinen 3. Rang behalten:

 

 

Rang Jahrgang Nachname/Vorname Team/Club Punkte
1 1995 GRAB Dominic Team Grab-Credo/VC Maur / VC Maur 238
2 1977 MORF Beat Chälbli Bike's Uster / VC-Hittnau / VC Hittnau 187
3 1991 OBRIST Fabian Stevens/zweiradsport.ch/VC Hittnau / VC Hittnau 133
4 1996 RÜEGG Timon VC Steinmaur / Team Müller Gartenge / VC Steinmaur 114
5 1995 VINCENT Leo Amicale Cycliste Bisontine 106

13.01.2013, Schweizermeisterschaft U23 Steinmaur

 

 

Eine feine weisse Schicht legte sich heute Morgen über die Landschaft, geil, dachte ich mir, aber am Ort des Geschehens angekommen war die dominierende Farbe Braun. Braun gemischt mit Grün, Dreck und zwischendurch Überreste von Gras. Schmierig, kräfteraubend und materialverschleissend. Quer pur, und das heute, an dem wichtigsten Cross Event der Schweiz, der nationalen Meisterschaft. Die Steinmaurer Strecke ist seit Jahren fester Bestandteil der Radquerserie, die Strecke technisch nicht sehr anspruchsvoll, aber gegen Ende des Rennen ist jeder am Ende seiner Kräfte. Um 11:35 war unser Start angesetzt, da die Junioren etwas länger als geplant unterwegs waren, starteten wir 10min später. Am Start aus zweiter Reihe kam ich gut weg, in der ersten Abfahrt stürzte einer der Titelfavoriten in meine Linie, es holperte kurz, als ich über seine Schaltung fuhr, konnte aber 3 Plätze gut machen. Ebenso in der folgenden Laufpassage, schnell abgestiegen und wieder 1 Platz weiter vorne. So lag ich überraschend an 5. Stelle vor der ersten Wechselzone. Ein kurzfristiger Genuss, das war mir schon bewusst. Die 5 Titelanwärter setzten sich wie erwartet ab, dahinten pendelte ich mich im Laufe des Rennens an 9. Stelle ein, der 8. Rang stets in Sichtweite. Insgesamt 7 Runden hatten wir zu absolvieren, in der 5. Versuchte ich den Anschluss an mein Vordermann, aber anstatt näher zu kommen, fuhr ich mich selbst zu Grunde. Plätze verlor ich zwar keine mehr, aber bis ins Ziel noch einiges an Zeit. So klassierte ich mich als 9. Sturzfrei und ohne Defekt an 9. Stelle, von insgesamt gerade mal 18 gestarteten. Ich bin damit sehr zufrieden, lediglich 1 Amateur ist vor mir klassiert.

 

Ich möchte mich bei allen Fans von ganzem Herzen für die grossartige Unterstützung bedanken, es war eine ganz ganz geile Sache heute von euch und nicht selbstverständlich, dass ihr bei dem Wetter aus den Federn kommt um mich anzufeuern. DANKE!!!

 

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02.01.2013, Int. Radquer Bussnang

 

Das erste Rennen im neuen Jahr war wie alle anderen Rennen auch. Ausser vielleicht, dass einige Kontrahenten neue Trikots und Fahrräder hatten. Das Rennen fand in Bussnang statt, wo nächstes Jahr die Schweizermeisterschaften ausgetragen werden. Ich stand letztes Jahr bereits in Bussnang am Start, damals Elite, und es pisste wie aus Kübeln. Aber nicht heute, zwar war die Strecke nass und dreckig und die Sonne zeigte sich nur ganz kurz, aber es blieb zumindest von oben herab trocken. 12:45 Start, wie immer. Der Vorstart war früher als gewohnt, ich kam zu spät, drängte mich dann halt einfach in der ersten Reihe ein. Der Start gelang mir hervorragend, ich heftete mich an das Hinterrad von Clubkollege Frei und des Juniorenschweizermeisters Grab. Die Startgerade war sehr lange und ich war nur am hochschalten, um dran zu bleiben. Vor der ersten Kurve hatten wir 3 bereits 30 Meter Vorsprung auf das Feld, und das zu Beginn des Rennens! Dass das nicht gut gehen wird merkte ich schon und nahm im Gelände etwas Tempo raus, liess ein paar Fahrer vorbei und lag nach einer Runde an 4. Stelle, zusammen mit einem Mitstreiter. Auf den Geraden wollte keiner von uns im Wind Tempo machen und so stiess mit Christoph Bischof ein ehemalige Elitefahrer zu uns auf und gab gleich das Tempo vor. Ein sehr hohes Tempo. Ein zu hohes Tempo, ich liess ihn ziehen, was sich als klug erwies.(Der andere Fahrer versuchte das Tempo weiter zu halten, ehe es ihn eine halbe Runde später aufstellte) Auf der langen Geraden wartete ich auf die hintere Gruppe, um nicht allein im Wind zu stehen. Die Gruppe was gross, 7 Fahrer umfasste sie, im Kampf um Rang 6. Das ganze Rennen über verweilte ich in der Gruppe, versuchte eine Attacke zwei Runden vor Schluss, kam aber nicht genug weg. In der letzten Runde musste ich nochmals für meinen Start büssen und verlor den Anschluss an die Gruppe. Am Ende schaute ein 10. Rang heraus, als 2. Schweizer Amateur.

Ich bin damit zufrieden, die Krankheit scheint überwunden und bis zur SM am 13. Bleibt noch genügend Zeit, um an meiner Form zu feilen.

 

Rangliste                 Bilder                     Schweizermeisterschaft Steinmaur               Video (bei 9:45)


30.12.2012, Int. Radquer Beromünster

 

Ungewöhnlich früh schellte heute der Wecker, der Start war bereits auf 11:00 angesetzt. Meine Kategorie war die erste des Tages, so war auch unsere Strecke noch nicht allzu sehr verfahren. Beromünster also, wo letztes Jahr bei Regen und Schnee die Schweizermeisterschaften stattfanden, und heute heiter Sonnenschein und angenehme 5 Grad. Und eine Bise, welche einem fast vom Rad blies. Am Start kam ich sehr gut weg und blieb bis in die zweite von 8 Runden an 4. Stelle, dann schloss sich ein weiterer Fahrer mit mir zusammen und wir lösten uns gegenseitig in der Führungsarbeit ab. Meine Beine waren gut heute, einzig meine Lungen zeigten sich noch geschwächt von der Krankheit, so musste ich immer in der Steigung reissen lassen und auch noch weitere Fahrer vorbeiziehen lassen. Gegen Ende war ich mit meinen Kräften am Ende und Ende letzter Runde musste ich auch noch meinen 8 zwischenrang abgeben. Schade, aber mit meinem 9. Schlussrang habe ich mein Top10 Ziel erreicht, wenn auch knapp. Ich denke bis Bussnang am 2. Januar bin ich wieder ganz gesund und kann das Anfangstempo länger mitgehen. Bis dahin wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

Bilder                    Rangliste                   Radquer Bussnang


26.12.2012, Radquer Dagmersellen

 

  

Das Trikot spannte etwas mehr als gewohnt, aber das war noch kein Anlass zur Sorge, schliesslich hatte nicht nur ich Weihnachten. Eher zu bedenken gab mir mein gesundheitlicher Zustand, vor ein paar Tagen lag ich noch flach im Bett, trainieren konnte ich seit einer Woche nicht mehr richtig und dann wurde uns auch noch eine solche Strecke aufgebrummt; eine nicht enden wollende Steigung, nach oben immer steiler, dann eine Abfahrt schmierig wie Seife und dann die lange Gerade im Gegenwind, zurück Richtung Ziel. Aber die Sonne zeigte sich und das Thermometer zeigte, für Weihnachtszeit, angenehme 7 Grad an. Am Start kam ich schnell weg, am obersten Punkt lag ich an 5. Stelle, die Spitze im Blickfeld, der Puls am Anschlag. Voll am Anschlag, das Tempo war horrend, alle wollten zuerst in die Abfahrt, welche auch ihre Opfer forderte. Ich kam gut runter, brachte aber den Puls nicht unter die 170er Grenze und es wurde nicht mehr besser. In der zweiten Runde in der Steigung versuchte ich den Anschluss an die Spitze zu schaffen, überdrehte förmlich und kotzte mir fast die Lunge raus. Zu viel war zu viel, es verbliess mich richtig. Nach der Abfahrt auf der Geraden verlor ich bereits Ränge, in der dritten Runde gab mir die Steigung den Rest. Allerdings lagen noch 5 Runden vor! Diese waren sehr unspektakulär, nebst einem Beinahe Abflug im Dreck wurde ich nur von Runde zu Runde zusehends langsamer. Keine Kraft, keine Energie und am Ende keine Motivation. Pech gehabt, als 20. Rollte ich schliesslich ins Ziel, froh, endlich unter die Dusche zu können.

Nächstes Rennen: 30.12.2012, Radquer Beromünster, Startzeit 11:00

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08.12.2012, Omnium Romande Orbe

 

Vor dem Rennen kriegte ich per SMS einen Wetteralarm; ergiebiger Schneefall. In Winterthur schneite es 20cm Neuschnee, in der Region Bern sogar noch mehr. Das Rennen fand in Orbe statt, also nahe Bern, aber von Neuschnee war nicht die Spur. Die Romandie zeigte sich von ihrer schönen Seite und liess die Sonne strahlen und leider den Schnee schmelzen. Die Strecke war recht kurz und gespickt mit kurzen engen Kurven, aus der Wiese wurde eine Pampa aus Schnee, Dreck und Gras. Mit Rennen war man so grösstenteils schneller als mit fahren. Nicht nur das Wetter war gewöhnungsbedürftig, sondern auch die Mentalität: Der Start war auf 15:00 angelegt, um 15:05 überquerte der letzte Anfänger (etwa um 14:00 Gestartet) die Ziellinie. Die Startaufstellung war Glücksache, die ersten 10 wurden aufgerufen, die restlichen standen irgendwie hinten an, so auch ich. Auf diesen vielen schmalen Strässchen und Wegen wurde überholen durch übergewichtige Hobbyfahrer erschwert ( so genannte Breitensportler). Die erste Runde absolvierte ich nur als 18. und startete meine einsame Aufholjagd. Von Runde zu Runde kam ich besser in Fahrt, 14., 11., 8., 6., bis auf den 5. Rang zu Rennhälfte. Dann lieferte ich mir 2 Runden einen Zweikampf um den vierten Rang, die erste Vorentscheidung holte ich in der Abfahrt weil mein Kontrahent zu Fuss runterstrauchelte und selbst so zu Fall kam. Den vierten Platz liess ich mir nicht mehr nehmen und beendete nach langen 59min die Dreckschlacht.

Mit dem Resultat bin ich zufrieden, da auch 2 Elitefahrer vor mir sind, schade finde aber, dass ich von Start weg den Anschluss zur Spitze nicht hatte.

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02.12.2012, Radquer Sion

 

Wer in einem Skigebiet ein Rennen fährt sollte es ja wissen, dennoch war ich überrascht von der Streckenbeschaffenheit heute in Sion. Schnee gab es nur eine feine Brise aber der Boden war durchgefroren und so war selbst Kuhmist hart wie Stein. Die eine Hälfte der Strecke war zur Startzeit an der Sonne, der Boden konnte oberflächlich etwas tauen, wurde aber nur rutschig und nicht griffig. Die andere Hälfte der Strecke sieht wahrscheinlich erst im März wieder Sonne, der feine Rasen der Militäranlage schlug auf die Gelenke wie eine Panzerpiste. Auch der technische Teil der Strecke lieg im Schatten, 2 Laufpassagen und 2 schwere Abfahrten forderten das Material. Die eine Abfahrt war gestern noch Fahrbar, heute aber nur mit viel Risiko zu bewältigen. Angenehmer Nebeneffekt der Laufpassagen: Die Füsse froren nicht ganz ab. 12:45; Der Startschuss schickte mich aus der ersten Reihe ins Rennen, der Start gelang mir sehr gut, die ganze erste Runde lag ich an dritter Stelle. Danach lag ich lange Zeit an vierter Stelle, hielt mich verbissen am Hinterrad des Vordermannes. Viel passierte nicht, erst in der drittletzten Runde kam etwas Spannung ins Rennen als überrundete Fahrer in den Weg kamen. In der zweitletzten Runde, an sechster Stelle, hatte ich kurz vor der Abfahrt ein überrundeter Fahrer vor mir, welcher nicht auswich, sondern die Physik in Frage stellte und sich ihr schmerzhaft ergeben musste. Ich musste in die Eisen, die Carbonfelgen quietschten und ich flog Kopfvoran die harte Wiese herab. Ohne Velo, das blieb erstmal oben liegen. Eine Runde später, selbe Stelle: Diesmal störte kein überrundeter Fahrer, (Ich brüllte mir alle aus dem Weg) sondern ich mich selbst, im harten Bremsmanöver knickte mir in einem Schlagloch beinahe die Felge weg, es blieb aber bei einem Beinahe Sturz und einem Platten Vorderreifen. Nicht weiter tragisch, die Wechselzone war schnell erreicht und mein Vorsprung auf meinen nächsten Begleiter war auch beruhigend gross. So überquerte ich nach einem langen und harten Rennen als 6ter die Ziellinie.

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18.11.2012, Flückigercross Madiswil

 

Das Flückigercross in Madiswil fand zum ersten Mal statt, anstelle des Radquers in Bützberg, worüber ich sehr froh bin, da Bützberg einer ruppigen Bikestrecke näherkam als einer gepflegten Crosspiste. Madiswil wurde, wie der Name sagt, von den Gebrüder Flückiger organisiert, was ich bereits nach wenigen Metern auf der Strecke bemerkte. Bikeelemente wohin das Auge reicht. Eine steile Brücke, Schanzen und eine sehr technische Wiesenabfahrt. In Etwa wie Bützberg, aber die Tatsache, dass ich mit der Startnummer 2 antrat, sagte mir, dass ich auch auf solchen Strecken mitmischen kann, als Biker sowieso. Um 12:45 fiel wie immer der Startschuss, diesmal startete ich zu meinem Erstaunen sehr gut und kam als 3. in die ersten Kurven. Vorne fuhr Juniorenschweizermeister Grab sein eigenes Rennen, gefolgt von Grand und VC-Hittnau Teamkollege Beat Morf. Dahinter kamen die beiden Swisspowerfahrer Frischknecht (ja genau der) und Zumstein, Peter Frei (ebenfalls vc-Hittnau) und ich. In der ersten Abfahrt ging Zumstein direkt vor mir zu Boden, Frischknecht war weg und kämpfte sich bis Ende Rennen noch auf den 2. Rang hervor. Noch zu zweit lieferten wir uns bis in die letzte Runde ein schnelles Rennen, mal lag er vorne, mal ich und von hinten nahte ein weiterer Fahrer. Nach einem Sprung fiel meinem Begleiter die Kette vom Blatt und er musste absteigen, ich also alleine auf Rang 5, gefolgt von einem immer schneller werdenden Fahrer. Ein letztes Mal noch die Abfahrt herunter, welche mir recht Mühe bereitete, vor allem jetzt, mit Puls 180. Alles andere als souverän kam ich unten an, aber nicht mehr alleine, mein Gegner klebte mir am Hinterrad. Einfach nicht vorbeilassen, dachte ich mir und trat mächtig in die Pedalen, Meter um Meter, Tritt um Tritt. 400 Meter vor dem Ziel versicherte mir ein Blick zurück, dass ich es geschafft habe. Ich fuhr als 5. über die Ziellinie, als 5. von über 55 klassierten. HAMMER trifft es wohl am ehesten, oder einfach nur geil…..        Danke an Röme, Nico und Gregi für den Support

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11.11.2012, Radquer Frenkendorf

 

Petrus meinte es gut mit mir. Sehr gut sogar, er liess es giessen wie aus Kübeln über den Dächern von Frenkendorf. Knöcheltiefer Morast, Bäche quer über die Strecke und Wiesen, welche als solche nicht mehr zu erkennen waren. Kurz gesagt: genau mein Ding. Mit der Startnummer eins durfte ich (logischerweise) aus der ersten Reihe starten, kam aber wie immer nicht gut weg. In der Spitzengruppe nahm ich die erste Abfahrt in Angriff, eine Rutschpartie sondergleichen, ehe ich mit einem Fahrer kollidierte und den Anschluss verlor. Bereits nach einer halben Runde war mein Trikot von den anderen nicht mehr zu unterscheiden, überhaupt war nichts mehr voneinander zu unterscheiden, alles präsentierte sich im Farbton ,,Wiesendreck,,. Technisch war die Strecke nicht schwierig, benötigte aber ein gutes Gleichgewicht um durch die tiefen Passagen zu kommen. In der zweiten Runde, in einer diesen tiefen Passagen, steckte mir das Vorderrad ein und hebelte mich kurzerhand in hohem Bogen über den Lenker. Der Aufprall war angenehm weich, lediglich das kalte Wasser liess kurz mein Herz stehen. Somit wären auch die letzten paar Zentimeter Hautoberfläche durchnässt. Die folgenden zwei Runden verliess mich wieder der Biss, ich verlor Zeit nach vorne, konnte mich aber mit einem anderen Fahrer zusammenschliessen, so dass wir einer von hinten nahenden grossen Gruppe Paroli bieten konnten. In den letzten zwei Runden sah ich vor mir die Plätze 7+8, zwar noch ein Stückchen weit weg, aber ich hatte ja noch zwei Runden Zeit. Vollgas, ein kratzen am Absperrpfosten, ein beinahe Abflug in den Dreck und 1 Runde später war ich schon verdammt nah dran an den beiden. Mit Puls im roten Bereich in die letzet Runde, die Beine am säuern, die Augen vor lauter Dreck am brennen und die Hände vor Kälte am gar-nichts-mehr-fühlen. Am Ende reichte es wegen ein paar Metern nicht mehr und ich kam als 9.ins Ziel. 4 Ausländer sind vor mir klassiert, also kann ich sehr zufrieden sein mit mir, auch in Anbetracht der eher starken Konkurrenz heute.

Danke an Nico und Röme für den super Support!

Rangliste             Bilder             Video       Radquer Madiswil


4.11.2012, Int. Radquer Hittnau

 

Eigentlich ein Rennen wie viele auch, es hat Hürden, Wiesen, Kiesstrassen, ein Start und ein Ziel und dazwischen etliche Runden zu bewältigen. Auch heute, hinzu kam aber, dass das Rennen in Hittnau stattfand, meinem Stammverein und somit für mich ein Heimrennen darstellte. Einen Grund mehr alles zu geben. Die Strecke war fast trocken, sehr hart und mit der berühmt-berüchtigten Schlosshügelabfahrt auch technisch anspruchsvoll sowie spannend und übersichtlich für die Zuschauer. Ich durfte wieder aus der ersten Reihe starten, gut so, denn gleich zu Beginn ging mächtig die Post ab, das Tempo war sehr hoch, die Risikobereitschaft der Fahrer ebenso. Die ersten 2 Runden quälte ich mich an 6. Stelle ab, die vordere dreiergruppe stets im Blickfeld, aber sie waren einfach zu schnell für mich. Diese Strecke verzieh nichts, ich hatte Mühe meinen eigenen Rhythmus hoch zu halten und wurde von einem Junior eingeholt. Wir absolvierten gemeinsam 2 Runden, ehe ich auch sein Hinterrad verlor. 4 von 8 Runden waren vorbei, ich kam nochmals näher an ihn heran, statt an seinem Hinterrad landete ich aber auf dem Boden, mein Rückstand wieder vergrössert, meine Moral im Keller und das Schienbein schmerzend vom Kontakt mit dem Kettenblatt. Ich brauchte nochmals eine Runde um mich wieder zu motivieren, waren auch nur noch 2 Runden, also nochmals Gas, den von hinten kam die Konkurrenz immer näher. Technisch kam ich gut voran heute, meine Betreuer waren arbeitslos und ich bald am Ende. Körperlich wie auch Rundenmässig. Zum letzten Mal Bunnyhop über die Hürden, zum letzten Mal die Schlosshügelabfahrt runter eiern, zum letzten Mal quer die Brücke runterspringen (so viel Zeit muss sein) und dann hatte ich es geschafft. 7. Platz also, mein bisher bestes Resultat, noch besser, wenn man in Betracht zieht, dass vor mir noch 2 Ausländer klassiert sind.

Danke an die Unterstützung von allen, welche gefant haben ohne mich persönlich zu kennen.       Und natürlich auch allen die mich kennen. Nächstes Rennen: Radquer Frenkendorf, Startzeit 12:45

Rangliste                             Bilder                    Radquer Frenkendorf


Am Sonntag ist es bereits soweit, das Radquer in Hittnau findet statt. Quasi mein Heimrennen, da ich Mitglied beim VC Hittnau bin und die Strecke eine meiner liebsten ist. Vorab ein Bericht von Radquer.ch.


14.10.2012, Crossquer Dielsdorf

 

Wo sonst die Vierbeinigen Rennpferde zu Gange sind, fuhren heute die Rennpferde aus Carbon auf. Das zweite Crossquer auf der Pferderennbahn in Dielsdorf stand bei herbstlichem Wetter und nassen Bedingungen auf dem Programm. Viele Kurven und viel Dreck prägten die kurze Strecke, eine Wiesenpassage war unfahrbar und so hiess es Velorennen im wahrsten Sinne des Wortes. Aus der ersten Reihe wurde ich pünktlich um 13:15 ins Rennen geschickt, nach den ersten paar Metern krachte es rechts von mir einen Fahrer in die Absperrgitter, über die erste Hürde rumpelte es noch einmal. Unbeschadet überquerte ich als 6. das erste Mal die Ziellinie, von insgesamt 11 Runden. Das Rennen an sich war recht unspektakulär, in den folgenden 2 Runden wurde ich von zwei Fahrern überholt, das gesamte restliche Rennen fuhr ich auf einsamer Flur meinen Rhythmus, die Radwechsel klappten Problemlos, nach hinten hatte ich genügend Vorsprung, nach vorne war für mich nichts mehr zu holen. So beendete ich nach 49:04,7 mein Rennen als 8ter, zwar mein bisher bestes Resultat, dennoch bin ich nicht zufrieden und denke, dass mehr hätte drin liegen können und müssen. Mein nächstes Rennen ist mein ,,Heimrennen,, in Hittnau und findet am 4.11.2012 statt.

Rangliste             Bilder              Video                  Radquer Hittnau, Startzeit: 12:45


07.10.2012, Int. Cyclocross Aigle

 

Vor dem Hauptsitz des Weltradsportverbandes UCI fand heute das Internationale Cyclocross Aigle statt. Da nicht nur ein Fluss entlang dem Gebäude verläuft, sondern auch eine BMX-Bahn und diverse Hügel und Treppen, war die Strecke technisch anspruchsvoll und sehr spektakulär. Mein Betreuerteam freute sich zu früh, als sie gestern das velo lediglich abstauben mussten, denn heute Morgen goss es wie aus Kübeln, Gummistiefel statt Sonnenbrille, teilweise laufen statt fahren. Richtiges Querwetter halt! Wieder mit der 2 am Rücken konnte ich aus erster Reihe starten, das Gerangel mit einem Italiener drückte mich zurück, lieber mit den Bremsen verlangsamen, als dass mich der Asphalt bremst. Nach der ersten Runde lag ich etwa an 15. Position, der Regen war weg und die Wiese begann zu trocknen. Es wurde immer griffiger, die Laufpassagen wurden fahrbar, zumindest für die einen, andere mussten schmerzhaft feststellen, dass ihre technischen Fähigkeiten verbesserungswürdig sind. Meine Aufholjagd begann also, relativ unspektakulär aber konstant arbeitete ich mich nach vorne, stets im Windschatten anderer am ,,schläucheln,, um dann wegzufahren, bis ich am nächsten Hinterrad kleben konnte. Der Velowechsel erfolgte aus Vorsicht (günstiger als Nachsicht) und brauchte auch kaum Zeit. 3 Runden vor Schluss kam der zehnte Rang in Sichtweite, endlich, dachte ich mir und drückte in die Pedalen. Bei der zweiergruppe angekommen verkroch ich mich wieder im Windschatten, um 2 Runden vor Schluss in einer technischen Passage mit viel Risiko zu attackieren. Und weg war ich, den neunten Rang liess ich mir nicht mehr nehmen und klassierte mich somit als 7. Schweizer und als 5. Amateur. Endlich Top-Ten, endlich da, wo ich hingehöre.

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Nächstes Rennen: 14.10.2012, Radquer Dielsdorf, Startzeit: 13:15 !


30.09.2012, Radcross Illnau                                                                                                                                                                                   

Ich habe es kommen sehen. Der Regen reichte nicht aus um aus der Wiese ein Sumpf zu machen. Stattdessen präsentierte sich heute die Illnauer Strecke schmierig-glitschig, statt sumpfig tief, wie ich es mag. Egal, die Verhältnisse sind ja für alle gleich und sowieso, wer Quer fährt hat nichts zu jammern, sonst soll er auf die Bahn wechseln. Mit der Zwei auf dem Rücken startete ich aus zweiter Reihe ins Renngeschehen, schob mich zügig auf den 7. Rang hervor, die Spitze im Sichtfeld und noch nicht am Limit. In der ersten Teerkurve machte ich schier einen Abgang, der Hinterreifen schwabte kurz ab der Felge. Zum Glück sind die Collées auf die Felge geleimt und somit hielt er weiterhin, verlor aber stetig Luft und forderte viel Feingefühl in den Kurven. Velowechsel also, und das in der ersten Runde!!!! Beim übermotivierten Aufsprung auf das neue Velo knallte ich mit der Ferse meine Hinterbremse kaputt, das Rad blockierte und ich musste mein drittes Velo in Empfang nehmen, welches nur als letzte Reserve dient, da es mir nicht wirklich passt und gefühlte 20kg zu schwer ist. 10 Plätze waren locker futsch wegen diesem Malheur. In der Folgerunde wechselte ich erneut, durch Verständigungsprobleme aber wieder auf das Velo mit dem schleichenden Hinterreifen, was eine erneute Sorgfaltsrunde brauchte, folgend 5 weitere Plätze kostete. Konnte ja nur besser kommen. Und tatsächlich, ich konnte den Pannenteufel und mehrere Kontrahenten distanzieren und mich im Laufe der gesamt 6 Runden nach vorne arbeiten. Schlussendlich fehlte der Biss und die Motivation, so klassierte ich mich nach 50min 8sek.als 16ter. Mit so viel Pech, keine schlechtes Resultat, dennoch schade um die verpasste Chance auf einen Top 10 Platz.

Grossen Dank an meinen Supporter Club, ich hatte wahrscheinlich der grösste Fanclub der Kat. B

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Nächstes Rennen: 07.10.2012 Int. Radquer Aigle


16.09.2012, Süpercross Baden C1

Man kann nicht immer gewinnen, das ist bekannt. Aber so wie ich im Moment verliere macht es auch keinen Spass: Seit 3 Wochen plagen mich Rückenschmerzen, als Folge von meinem Unfall, vergangene Woche konnte ich weder trainieren noch arbeiten. Nichts desto Trotz startete ich heute zum ersten Quer in Europa, dem Süpercross auf der Badener Baldegg. Das Rennen erhielt C1 Status und war somit das hochkarätigste Rennen der Schweiz, was diverse Ausländer an den Startstrich holte. Querstimmung kam schon am Morgen auf, 9 Grad zeigte das Autothermometer, die Sonne hielt sich im Nebel zurück. 10:00 Start. Ich wurde aus der zweiten Reihe ins Renngeschehen geschossen, konnte irgendwie mithalten, und fand mich nach der ersten von sieben Runden an 17. Stelle wieder. Ich konnte meinen Rhythmus finden und fuhr auf der technisch schweren Strecke bis auf den 10. Zwischenrang hervor, dann verreiste mir das Vorderrad auf der noch immer feuchten Wiese so, dass ich das Rad wechseln musste und mich wieder an 17. Stelle befand. 3 Fahrer überholte ich sogleich wieder, mein Rhythmus und auch die Motivation hätten besser sein können. In der Gruppe fahrend um die Ränge 11-14, wurde mir klar, dass ich der stärkere war, so gab ich in der letzten Runden alles und sah sogar noch den 10. Platz in Reichweite, es reichte aber nicht mehr ganz. 11. Platz also, mit einer katastrophalen Vorbereitung, einem Sturz und zwei Radwechsel. GENIAL!!!!! Mein bestes Radquer Resultat lag bisher irgendwo um den 25. Rang. Das lässt doch sehr auf eine gute Saison hoffen und dass die Pechsträhne nun endlich abgerissen ist.

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Nächstes Rennen: 30.09.2012 Radcross Illnau, C2


2.09.2012, Toggenburger Cup Kirchberg

Zum letzten Mal in dieser Saison machte ich mein Bike startklar. Heute für den Toggenburger Cup Finallauf in Kirchberg. Für mich war es in erster Linie die Hauptprobe für die anstehende Quersaison, zum anderen galt es, mich in der Gesamtwertung vom zwischenzeitlichen 4. Rang zu verbessern. Das Wetter war der Querstimmung angepasst, 11 Grad und eine nasse Strecke, aber kein Regen. 6 Runden auf einem technischen einfachen, schnellen Kurs, insgesamt 20km, wurden um 10:30 unter die Räder genommen. Mein Start war super, bereits nach wenigen Meter lag ich an der Spitze, in der ersten Abfahrt konnte ich sogar einen kleinen Vorsprung herausfahren, liess mich aber in der folgenden Rampe wieder einholen. Im längsten Anstieg war mir das Tempo der zwei Spitzenfahrer zu hoch und ich liess sie ziehen. Meine Beine fühlten sich an wie in Beton gegossen, der Tritt unsauber und die Lungen am brennen. Platz 3 nach der ersten Zieldurchfahrt, im Laufe des Rennens musste ich noch einen weiteren Platz abgeben, allerdings an einen weiteren Herren 2 Fahrer, also nicht meine Kategorie. Mitte Rennen ging mir der Knopf auf, der Tritt wurde kraftvoll, die Rundenzeiten schneller, aber die ersten 3 blieben ausser Reichweite, obwohl ich dem 3. noch sehr nahe kam. Vierter also im gesamten Wettkampf, 2. In meiner Kategorie und somit 3. In der Gesamtwertung. Wichtig aber, dass die Form laufend besser wird und ich bis zum ersten Cross in Baden gut in Form bin.

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26.08.2012, BMC Cup Muttenz

Der letzte Lauf des diesjährigen BMC Cups fand im Rahmen des Bikefestivals Muttenz statt. Dirtjump Contest, Minidrome, Marathon und Cross Country, das Programm war gross, der Zuschauerauflauf ebenfalls. Das Renngelände war im ,,Schänzli,, , einer Pferdesportanlage direkt neben dem St. Jakobspark. Technisch nicht anspruchsvoll, aber wenn man die Passagen nicht richtig fuhr konnte man viel Zeit liegen lassen. Ich mag die Strecke, ich mochte sie schon immer, die Stimmung stets gut und die Rennen immer spannend. 10:00 Start, 1 Bahnrunde und 6 Runden, ca. 60 Fahrer. Für mich das erste Rennen seit der Schweizermeisterschaft, der Start für mich umso härter. Mir war im Pulk der Fahrer sichtlich unwohl, die Bahnrunde absolvierte ich auf der Aussenseite, im Wind draussen, aber im Falle eines Sturzes ausser Gefahr. Seit meinem Unfall fahre ich nicht mehr gerne im Renntempo in einer grossen Gruppe. Ab der ersten Runde arbeitete ich mich nach vorne, in der zweiten schaffte ich den Anschluss an eine grosse Gruppe. Zu welcher ich gleich einen Vorsprung herausfahren konnte da ich eine bessere Linienwahl erwischte als einem Fahrer die Kette absprang. Die Runden 3-5 waren unspektakulär, ich fuhr alleine im Wind mein Rennen, erst in der letzten Runde kam von hinten ein Biker heran, wir schlossen zusammen und gingen gemeinsam in die letzte Steigung, wo er mich alt aussehen liess. Sogar ein weiterer Athlet schloss zu mir auf, im entscheidenden Schlusssprint überspurtete er mich um wenige Zentimeter. Der 32. Schlussrang ist bei weitem nicht das, was ich erwartet habe, aber aus der Renn Konstellation heraus habe ich ein solides Rennen geliefert. Nächstes Wochenende steht das letzte Bikerennen der Saison auf dem Plan, der Toggenburger Bike Cup in Kirchberg, danach beginnt endlich die Quersaison, auf welche ich mich bereits jetzt freue wie ein kleines Kind.


06.08.2012, Saisonkalender 2012/2013:

 

MTB:

26. August, BMC Cup Muttenz, Bikefestival.  

2. September, Toggenburger Cup Kirchberg.  

 

 

 

RADQUER:

16.09.2012 Süpercross Baden (C1)

30.09.2012 Radcross Illnau (C2)

14.10.2012 Crossquer Dielsdorf (national)

04.11.2012 Int. Radquer Hittnau (C2)

11.11.2012 Int. Radquer Frenkendorf (C2)

18.11.2012 Flückiger Cross Madiswil (C2)

26.12.2012 Int. Radquer Dagmersellen (C2)

30.12.2012 GP-5-Sterne-Region Beromünster (C2)

02.01.2013 Cyclo Cross Bussnang (C2)

13.01.2013 Radquer Schweizermeisterschaft Steinmaur

 

Startzeit jeweils 12:45, Startzeit Baden: 10:00

 

Je nach Verfassung:

07.10.2012 Cyclocross Int. Aigle (C2)

02.12.2012 Cyclocross Sion (national)

 

 

 


05.08.2012

Der Radquerkalender für die kommende Saison wurde bekanntgegeben. Welche Rennen ich fahren werde gebe ich noch bekannt, sicher am Start werde ich beim Süpercross in Baden sein am 16.09.2012.

http://radquer.ch/de/Default.html


Am Donnerstag, 2. August findet KEIN BIKETREFF STATT!!!!

Danach wieder wie gewohnt.


22.07.2012, Scheizermeisterschaft Balgach

Mountainbiker sind von aussen betrachtet ganz normale Menschen. Aber irgendwo im Steuerzentrum namens Hirn haben alle gewaltig einen an der Waffel. Um dies zu unterstreichen fuhr die schweizerische Bike heerschaft ins St. Gallische Balgach um den Landesmeister zu Krönen. Am Samstag fand ein Sprint Event statt, bei welcher zum ersten Mal überhaupt ein Schweizermeistertitel vergeben wurde. 1 Qualilauf pro Starter, die schnellsten 16 kamen weiter, eine Runde hatte knapp 1 Kilometer und nur eine Handvoll Höhenmeter. Meine Vorbereitung fällt in die Schublade katastrophal, seit 2 Wochen kränkle ich mich durch den Tag, am Montag blieb ich ganz zu Hause. Kaum Training, viel Schlaf und viel Kopfschmerzen. Auch am Wochenende. Kurz vor meinem Start zum Eliminator Sprint, eliminierte ich mein Bike, nach einem Absatz gab es einen unüberhörbaren Knall und beide Kurbelarme zeigten Richtung Boden, durch den Aufprall ging die Sattelstütze zu Bruch. Kaum die Startnummer am zweiten Bike montiert knallte ich mit 1:19:58 über die Ziellinie, zweitschnellste Zwischenzeit. Aber nicht lange, bis alle durch waren lag ich an 25. Stelle und war somit nicht im Viertelfinale.

Am Sonntag stand mit dem Cross Country Rennen eines der wichtigsten Rennen der Saison auf dem Programm. Schweizermeisterschaft, schon der Name klingt nach Heldentaten, überirdischen Leistungen und eben – Krankhafte Abfahrten über Wurzelstöcke, steile Wiesenhänge und Holzrampen. Nachmittags um 2 galt es ernst. 5 Runden, 46 Fahrer, tausende Zuschauer und Sanitäter in jeder Ecke. Der Start war einer meiner schlechtesten überhaupt, ich trat neben statt auf die Pedale, und rollte das Feld von hinten auf. 1 Runde beherbergte 220 Höhenmeter, verteilt auf knappe 4400m. Das dabei die Steigungen gefühlt Senkrecht waren überraschte nicht, die Beine brannten von ganz unten bis ganz oben. Die verdiente erste Abfahrt war das pure Gegenteil von erholsam, sogar das Führungsmotorrad stürzte 2 Mal in einer der Schlüsselstellen. Genau meine Ding, ich freute mich jeweils wie ein Baby auf die Abfahrt. Andere eher weniger, sie stürzten sich Spitalreif in die Tiefe. Anfangs zweite Runde, schon wesentlich weiter vorne, überdrehte ich grandios und quälte mich Richtung höchster Punkt. To much, die folgenden 2 Runden musste ich büssen, verlor Rang um Rang. Einzig in der letzten Runde fand ich zu meinem Rhythmus zurück und kam wieder etwas nach vorne. Allerdings zu spät, mein 33. Rang ist Meilenweit von den angepeilten Top 20 entfernt.

Die nächste Zeit steht im Rahmen der Radquer Vorbereitungen, zuerst viel Pause und dann noch viel mehr Training. Bikerennen gibt es weitere, aber zu Trainingszwecken. Das nächste ,,grosse,, Rennen findet am 26. August statt, das Bikefestival im Basler Schänzli.


15.07.2012, BMC CUP Davos

Um 4 :45 aus der Traumwelt gerissen, na das muss sich aber lohnen. Der gestrige Tag verbrachte ich mehrheitlich im Bett, geplagt von Grippesymptomen und einer Erkältung, so fiel das aufstehen umso schwerer. In Davos war der geplante Start, bei unmenschlichen 8 Grad und leichtem Regen. Ich dachte wir hätten Sommer….. Nach der Streckenbesichtigung war ich froh, dass es nass was, so war sie wenigstens ein bisschen anspruchsvoll. Viele Steine und Wurzeln, einige Schlammpassagen und viel schnelle Kiesstrassen. 6 grosse Runden à 4,3km/165hm + eine Startschlaufe von 3,2km/110hm standen bevor. Mit der Startnummer 50 wurde ich ins Rennen geschickt, also fast als letzter, da ich noch keine Punkte habe. Trotz Kopfschmerzen und kurzem warmfahren ( Der Toilettengang hatte Priorität) kam ich super weg, die darauffolgende erste Runde konnte ich mich weiter nach vorne arbeiten nahm bereits als 36. die 3. Runde in Angriff. Weiter nach vorn, eine Runde und ein Kettenklemmer später schon auf Platz 29 fahrend wuchs meine Motivation stetig an. Die Strecke erwies sich nicht als selektiv und so waren die Abstände entsprechend kurz und meine Chance, weitere Plätze gut zu machen, umso besser. 23. Und 21. nach 2 weiteren Runden. Noch 2 Runden bis zum Ziel, ich konnte mich 2 Konkurrenten anschliessen und fuhr mit ihnen in die letzte Runde. In der ersten Steigung versuchte ich mein Glück, kam weg, wurde aber auf der Geraden wieder gestellt und sogleich etwas abgehängt in einer technischen Passage. Bis zum Ziel kam ich nicht mehr heran, konnte aber mit einem 20. Platz mein bisher bestes Resultat in der Swiss Bike Cup Serie feiern. Trotz vielen Ausländer am Start und starken Kopfschmerzen.

Das gibt Hoffnung und Moral für die kommende Schweizermeisterschaft in Balgach von nächster Woche. (Samstag Eliminator Sprint, Sonntag Cross Country U23 Herren)


08.07.2012

Donnerstag und Freitag war ich mit 3 Kollegen in Davos am Freeriden, super Trails und geile Stimmung. Gestern hockte ich mich nach dem Fitnesscenter und einer Joggingrunde aufs Rennvelo und fuhr über den Sternenberg. So schnell wie selten zuvor. Meine Beine drehten grandios, die From stimmt endlich. Diverse Sportler, welche schwere Unfälle erlitten, sagten, sie brauchten ca. 100 Tage um wieder 100% regeneriert zu sein, bei mir kommt das etwa hin, rechtzeitig auf die Schweizermeisterschaften in Balgach in 2 Wochen.Den letzten Formtest vor dem grossen Rennen ist nächstes Wochenende, wieder in Davos, dann aber mit dem Racebike, nicht mit dem Enduro. Wir werden sehen.....


24.06.2012, Argovia Cup Lostorf C2

Zur Teilnahme am heutigen Argovia Cup entschied ich mich kurzfristig, hatte ich doch die ganze Woche über Probleme mit meinen Weisheitszähnen. Die Strecke in Lostorf mag ich, eine steile Steigung zu Beginn, dann eine technisch-spassige Abfahrt, gefolgt von 2 schleichenden Steigungen und schnellen Abfahrten, 30,8km Gesamtdistanz, verteilt auf 8 Runden. Beim Einfahren auf der Rolle fand ich meine Konzentration nicht und so lag ich in der ersten Runde beim Bergpreis an zweitletzter Stelle. 1 Runde später hatte ich ca. 7 Fahrer hinter mir und die grosse Spitzengruppe in Sichtweite, den Rhythmus gefunden, die Konzentration auch. Nebst einem kleinen Sturz in der vierten Runde verlief das Rennen eher langweilig, einige Biker fielen zurück und ich kam immer besser auf Touren. Bereits auf Platz 9 liegend ging ich in die fünfte Runde, weitere 2 Gegner in Sichtweite. In der Abfahrt passierte es dann. Schon wieder. In einer technischen Passage fuhr ich eine saubere Linie runter, allerdings drückte die Kompression den Schlauch gegen die Felge und brachte diesen so zum Platzen. In diesem Monat bin ich bisher 3 Rennen gefahren und hatte heute zum dritten Mal einen Platten, ich hoffe das Pensum ist somit bis Ende Saison aufgebraucht. Schade, denn die Beine drehten heute wirklich gut und die Strecke war wie auf mich zugeschnitten. Bike flicken, meine Lehre daraus ziehen und positiv weiterschauen auf den BMC Cup Davos vom 15. Juli. Bis dahin gibt es viel zu trainieren. Bis bald.


17.06.2012, BMC Cup Gränichen

Der Wecker gab die Nacht gnadenlos an den Tag über. 5:40 Tagwach, obwohl wach eher der falsche Ausdruck ist. Die Temperaturen waren schon früh morgens sommerlich, beim Rennort in Gränichen wehte ein angenehmer Wind. Die Strecke war wie immer: Jenseits von jeglichen SUVA Richtlinien, dafür durch Materialverschleiss gut für die Wirtschaft, da kaum jemand schadenfrei über die Runden kam. 9:30 Start, nun also bei den Amateuren, statt wie bisher bei den Elite. Ziemlich früh, dachte ich mir, dafür nur 6 statt 9 Runden, was auch kein Zuckerschlecken ist. Ins Rennen ging ich aus der letzten Reihe, die Startphase kam mir nicht sehr schnell vor, so quetschte ich mich zwischen den Fahrern nach vorne, die Ellbogen ausgefahren, sehr zum Leidwesen meiner Kontrahenten. Auch in der ersten Abfahrt machte ich mir nicht viele Freunde, stach in die Kurven rein, klemmte ab und drückte weg. Freunde braucht man nicht, Gegner reichen, zumindest während der Rennen, dann ist ja gut. Bis zum 32. Platz kämpfte ich mich nach vorne, dann begann ich zu pfuschen. In den teils sehr technischen Abfahrten schlichen sich Fehler ein, die Verpflegung habe ich die ersten 2 Runden komplett vernachlässigt und ab der dritten Runde kamen Rückenschmerzen dazu. In den steilen Bergaufpassagen war ich sehr stark unterwegs, aber in jeder Abfahrt, eigentlich mein Spezialgebiet, verlor ich Zeit und begann dumme Fehler, konnte mich einige Male nur knapp auf dem Bike halten und so zerfiel zusehends das Selbstvertrauen. Zu allem Übel platzte noch der Schlauch des Vorderrades in der letzten Runde, bis zur Wechselzone war es noch sehr weit. So beendete ich mein ,,erstes,, Amateurrennen lediglich an 42. Stelle. Weiterschauen und das Wetter geniessen heisst es für die nächste Woche.


13.06.2012

In letzter Zeit hatte ich mir viele Gedanken zur laufenden Saison gemacht. Wegen des Unfalls im Februar und nun mit meinem 100% Arbeitspensum bin ich momentan nicht da, wo ich gerne sein würde. Mehr Training wäre nur mit einbussen der Regeneration möglich, was kontraproduktiv wäre. Mein Formstand ist meiner Meinung nach nicht Elite würdig und so habe ich mich dazu entschlossen die Saison per sofort bei den Amateuren weiter zu führen.

Das heisst nicht nur früher aufstehen, sondern hoffentlich auch Resultate im vorderen, statt wie bisher, im hinteren Fahrerfeld. Wo ich stehe werden wir kommenden Sonntag in Gränichen sehen.

 


10.06.2012, EKZ Cup Hittnau

Das Rennen war quasi ein Heimrennen, bin ich doch seit diesem Jahr Mitglied des VC Hittnau. Die Streckenbesichtigung nahm ich bereits gestern in Angriff, direkt nach dem Aufbauen helfen. Es war etwas nass, also gut für mich. Dass es über Nacht noch mehr geregnet hatte freute mich somit sehr, die Kategorien vor meinem Start taten ihr übriges. Zum Startschuss liess sich die Sonne blicken, die Wiesen waren tiefer Schlamm, die Trails Bäche. 13:30, der Start ist erfolgt, eine Startrunde und 5 Runden. Von hinten rollte ich hervor, Platz um Platz. In die erste Abfahrt wollte ich vor meinem Kontrahenten fahren, überholte ihn und lag 50 Meter später auf dem Bauch. Bis Ende Abfahrt hatte ich ihn aber wieder eingeholt. 2. Runde, 2. Abfahrt, 2. Mal auf dem Bauch, diesmal aber mit artistischer Einlage, gedrehter Salto um die eigene Achse, leider nicht gestanden, Stilnote 3. Die Landung war angenehm sanft, auch wenn etwas stinkig, da vor 3 Tagen noch Kühe geweidet (und ausgescheidet) haben. Weiter in Richtung Ziel. Die letzte Kurve war nicht nur rutschig, sondern hatte einen fiesen Absatz vor der Teerstrasse, mit einem Highsider schleuderte ich quer auf den Asphalt zu, ich konnte mich auf dem Rad halten, hörte aber ein Geräusch das ich leider zu gut kenne ( sah in etwa so aus, einfach mit dem Velo:http://www.youtube.com/watch?v=5J4fdc_G2cA) . Das Geräusch von kratzendem Carbon. Mein Hinterradreifen hat es ab der Felge gerissen und das Rad blockiert, die Bremsung erfolgte mit dem immerzu schwindenden Carbon auf dem Teer. Also weiter zu Fuss bis in die Wechselzone, da wartete allerdings kein Reserverad auf mich, was meinen Mechaniker in Usain Bolt-Manier zu einem Sprint in Richtung Auto animierte. Etwa 5 min. büsste ich so ein, die letzten 3 Runden nahm ich so beim zweiten Anlauf als letzter in Angriff. Eine Sturzfreie Aufholjagd wurde mit einem 27. Platz belohnt, was mich, den Umständen entsprechend, zufrieden stimmt.

Nächsten Sonntag starte ich beim BMC Cup in Gränichen. Die Strecke ist sehr Attraktiv gestaltet, als Zuschauer sieht man von einem Punkt aus ca. 80% der gesamten Strecke, ein Besuch würde sich bestimmt lohnen.


03.06.2012, Argovia Cup Seon

Es war eine anstrengende Woche, zuerst durch den Heuschnupfen gefoltert, dann durch die Schnupfenhemmenden Medikamente halbwegs ausser Kraft gesetzt und dazu schlechte Beine im Training. Somit liess ich das HC-Rennen in Bern sausen und startete im nahe gelegenen Aargauischen Seon zum ersten Lauf des Argovia Cups. Das Wetter schmeichelte mir, Regen und angenehme Temperaturen, wenig Wind, keine Sonne. Die Strecke konnte ich noch nie leiden, sehr viele harte Steigungen, technisch trotz Nässe einfach zu fahren und davon waren ganze 5 Runden + 2 Startschlaufen zu bewältigen. Die Amateure starteten mit den Elite zusammen, die Reihenfolge, nach welcher die Biker aufgestellt wurden verstand anscheinend niemand. Egal, der Startschuss fiel um 13:00, die Startschlaufen waren ein einzig langer Sprint, ebenso die erste grosse Runde. Knallhart, stets an der Grenze zum Kollaps. Ich fuhr an einigen Gegnern vorbei, die glitschige Wiese an der Grenze zwischen Mut und Übermut geschafft und schon kam die zweite Runde. Und die kam böse, in der ersten Steigung hämmerte der Puls gegen den Schädelknochen, die Beine sauer. Ich büsste für meinen Schnellstart und fiel zurück, schon jetzt, in der zweiten Runde. Die folgenden Runden waren nebst einem Highsider à la Moto GP unspektakulär, der Rücken schmerzte wie auch die Beine. Einzig in der letzten Runde kam ich wieder auf Touren, wurde dennoch 16ter von 20 gestarteten Elitefahrern, was ziemlich schwach ist um ehrlich zu sein. Nächste Woche starte ich am EKZ Cup in Hittnau.


02.06.2012

Schaut euch das mal an, sowas gibt es gar nicht. Ich habe von unserem lieben Verband Swiss Cycling eine Verwarnung erhalten weil ich am Hörnli Bike Rennen teilgenommen habe. Dies ist mir als Lizenzfahrer allerdings verboten!!!!!!!!! Nebst mir wurden weitere namhafte Athleten verwarnt, alle nehmen es mit Humor, obwohl es eher zu denken gibt. Die Veranstalter sind froh um ein bekanntes Starterfeld, das gibt mehr Medienpräsenz und somit auch in den Folgejahren mehr Teilnehmer. Die Athleten sind froh um solche Rennen weil sie in der Nähe sind, weil sie auch mittel bis schwächeren Lizenzfahrer die Möglichkeit auf ein Podiumsplatz bieten und man sie spuer als Training nutzen kann. Da es sowieso getrennte Ranglisten gibt sind auch die meisten Hobbyfahrer nicht abgeneigt sich mit ,,echten Rennfahrern,, zu messen. Schade auch, weil ich im Toggenburger Cup aktuell in der Gesamtwertung auf Platz 2 liege und nun die folgenden Rennen nicht fahren darf. Damit entgeht mir nicht nur eine schöne Stange Preisgeld, sondern bleibt mir auch eine sehr gut organisierte Rennserie verwehrt.

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26.05.2012, Toggenburger Cup, Bergrennen ufs Hörnli

Parallel zum Giro hatte auch ich heute mein Passo de Stelvio, allerdings etwas bescheidener mit lediglich 770hm, verteilt auf 11,7 km. Schon wieder ein Bergrennen also, Start diesmal in Dussnang, das Ziel des Tages: Das 1133m.ü.M gelegene Hörnli im Zürcher Oberland. Ich kannte die Strecke noch von 2 Jahren, damals gewann ich das Juniorenrennen und schrammte Haarscharf am Streckenrekord vorbei. Angesichts der Konkurrenz schien heute die Chance auf Sieg recht gering, sagenhafte 160 Biker wollten es wissen, wer der König des Hörnli wird. Mein Bike wurde optimiert für Bergauffahren, wenig Gewicht, der Rest ist egal. Die mit Profil geizenden Reifen boten den gleichen Gripp wie jene eines Rennrads, dafür sind die 500 Gramm Übergewicht kompensiert, welche ich mir bei Abendlichen Fressattacken mit allerlei ungesundem angesetzt hatte. Ich reiste zusammen mit einem Kolleg gleich mit dem Rennrad an, mein Vater machte den Bike-Shuttle-Service und so waren wir schon gut warmgefahren und pünktlich an der Startlinie. 14:20 schleuderte uns der Startschuss auf die Strecke, die geschätzten ersten 3 Meter waren flach dann kam eine Wand, zumindest meinem Gefühl nach. Nicht nur mir ging es so, alle litten, hechelten und schwitzten gen Gipfel. An 10. Stelle ging ich in den ersten Singletrail, ebenfalls Mangelware bei Bergrennen, und fühlte mich immer besser. Die ersten 3km sind passé, dann hatte ich in der wortwörtlichen Hitze des Gefechts ziemlich Mühe mit meinen Lungen, der Heuschnupfen begleitete mich den ganzen Tag und erschwerte mir das Leben zusätzlich, als ob ich diese selbst auferlegten Qualen nicht genug wären. Im Wald fiel das Atmen leichter und schon bald türmte sich die letzte Rampe vor mir auf, hinauf zum Ziel. 1 Fahrer konnte mich im Sprint abfangen (Bis zu diesem Zeitpunkt lag er in der Gesamtwertung mit 5 Punkten vor mir auf Rang 1). Ich klassierte als Gesamt neunter in 42:26, 2:32 hinter dem Tagessieger. In der Kategorie Herren 1 belegte ich Rang 6. Ich bin zufrieden wie das Rennen lief, der Rücken machte mir zum ersten Mal keine Probleme und die Formkurve steigt in etwa gleich steil an wie die verdammte letzte Rampe zum Ziel.

PS: Der Streckenrekord liegt bei 39:24 und wurde 2010 rausgefahren, der heutige letztklassierte brauchte eine Zeit von 1:31:25 und ich brauchte heute das kleine Kettenblatt (schon wieder) kein einziges Mal.


19.05.2012, Toggenburger Cup, Bergrennen Kreuzegg

Nach dem EKZ Cup Wetzikon war es an der Zeit dem kleinen Kettenblatt etwas Beachtung zu schenken. Ein Bergrennen. 15km, 850 Höhenmeter, von Bütschwil hoch auf die Kreuzegg. Das Wetter präsentierte sich drückend heiss als es los ging um 13:15. Über 100 Biker stellten sich dem Berg, darunter 1 einheimischer Profi der sich ziemlich schnell ausser Sichtweite strampelte. Weitere 3 Fahrer versuchten ihm vergebens zu folgen, dann kam bereits ich mit 10 Begleiter. Das mit dem kleinen Kettenblatt hatte ich mir anders vorgestellt, das Tempo deutlich über der Wohlfühlgrenze. Auf einer Rampe forcierte ich das Tempo – auf der grossen Scheibe, was sonst – und reduzierte mein Grüppchen auf 5 Mann. Einer davon verlor seine Chance auf eine gute Position synchron mit der Luft aus seinem Reifen. Also von nun an zu viert kämpften wir gegen den immer steiler werdenden Berg. Eine erholende Abfahrt käme mir entgegen oder eine Flache Passage, was bei einem Bergrennen allerdings ein Fremdwort ist. Downhillrennen gehen ja auch nur bergab und Bahnrennen auch nur im Kreis. Die kleine Scheibe erfüllte doch noch ihren Zweck als es auf den letzten Kilometern Senkrecht wurde. Mindestens!!! Eine kurze Passage im Wald sorgte noch dafür dass ich den Sonntag mit Bike waschen verbringen darf. Endlich, der letzte Kilometer, die Beine leer, die Kleider Nass und die Lust auf einen Nussgipfel unerträglich. An 8. Stelle erreichte ich das Ziel, 6. Meiner Kategorie in einer Zeit von 52:02, fast 6 min. nach Überflieger Konny Looser, dafür 1h15 schneller als die letztklassierte. Den Nussgipfel genoss ich gleichermassen wie die Abfahrt mit schöner Aussicht. Alles in allem ein gelungener Tag.


13.05.2012, EKZ Cup Wetzikon

Eigentlich war ein gemütliches Wochenende geplant ohne Wettkampfstress, vielen Kilometer auf dem Velo und in aller Ruhe sämtliche Dinge erledigen, welche ich schon längst hätte tun sollen. Eigentlich, denn das Wetter am Samstag war selbst für mich zu widerlich für eine trainingsausfahrt und so stand ich heute am EKZ Cup in Wetzikon am Start. Ein schnelles Rennen, 10 Runden, wenige Höhenmeter, mehrheitlich trocken und Anliegerkurven mit Sprüngen. Halb 2 ging es los, die Hetzerei. 29 Fahrer stressten über die Piste, Puls auf Anschlag, Beine mit Säure geflutet, so viel zum Thema gemütliches Wochenende. Ich hatte Mühe mit dem hohen Tempo, nichts neues, aber auf dieser Strecke wird es einem unerbittlich auf dem Serviertablett serviert, da ein paar Meter, dort ein paar Sekunden und schon strampelt man gegen den Gegenwind und die vordere Gruppe ist weg. Zu dritt kurvten wir Runde für Runde ab, im Kampf um die Plätze 22,23 und 24. Mitte Rennen hatte ich Schaltprobleme, fiel zurück, behielt aber Blickkontakt. Gegen Ende des Rennens fingen meine Beine an zu funktionieren, der Tempomat deaktiviert und die Drehzahl erhöht. Ich konnte aufschliessen und überholte meine Begleiter sogleich. Mehrere Angriffe brauchte ich um mich abzusetzen, dazwischen ein Ausrutscher und einen Ausflug in die Brennnesseln. Noch 3 Runden zu absolvieren, in den Anliegerkurven und über die Sprünge konnte ich meinen Vorsprung jeweils ausbauen, auf der Geraden halten und so nach etwas mehr als 1h10min das Ziel als 22. erreichen. Damit bin ich nicht ganz zufrieden, aber es war eine Steigerung zu Solothurn und der Rücken schmerzte nicht mehr so sehr, was mich zuversichtlich stimmt auf die nächsten Rennen.


06.05.2012, BMC Cup Solothurn

Am Samstag war es endlich wieder soweit: Am Start des BMC Cups in Solothurn konnte ich endlich wieder die Ellbogen ausfahren, das Perskindol in der Nase riechen, das Bike über die Strecke prügeln und meinen Motor in den roten Bereich drehen. Das Rennen war International und somit auch die Konkurrenz. Unglaubliche 87 Elitefahrer drängten sich in die schmale Startpassage, fast ganz hinten war ich mit der Nr. 82. Der Startschuss erklang, die Schuhplatten klackerten im Chor von vorne nach hinten in die Pedalen, einer anscheinend daneben und ich wieder aus, da er vor mir plötzlich im Dreck lag. Während die Spitze (14 von den ersten Weltranglisten-15 waren am Start) schon aus dem Startareal gebrettert ist hiess es bei uns warten, die Auffahrrampe bot nur Platz für 2 Athleten nebeneinander. Endlich auf der breiten Strasse angekommen konnte endlich gefahren werden. Alle waren sehr schnell, ich sehr schnell müde, mein Puls hämmerte gegen die Schädeldecke, die Beine verwandelten die Kraft in Vortrieb, Rotz flog durch die Luft, Reissverschlüsse wurden Belüftungsoptimiert geöffnet, die Kette geschwindigkeitsfördernd auf das nächste Ritzel gewürgt. Im Wald türmte sich eine steile Wurzelpassage auf, rennen war zwingend, wobei es eher einem hochstolpern glich auf den dreckig-schlammigen-kräftezehrenden Wurzeln. Gleich wieder aufgesprungen, das grosse Kettenblatt mehr mit Kraft als Gefühl aufgelegt, aus dem Sattel und weiter beschleunigt. Endlich fand ich meinen Rhythmus, ich lag schon recht weit hinten und sollte endlich nach vorne fahren. Die erste Abfahrt eierte ich irgendwie Sturzfrei herunter, im folgenden Anstieg stand ich wie ein Denkmal. Zwar noch auf der grossen Scheibe, die Geschwindigkeit aber alles andere als Wettkampforientiert, sogar bei der Streckenbesichtigung kam ich besser voran. Nochmals Abfahrt, nochmals wie eine Sau durch den Dreck gewühlt, nochmals Sturzfrei und leider auch nochmals extrem langsam Richtung Zielgelände. Als ich mich in der 2. Runde die Steilpassage hochkämpfte meinte ein kleines Mädchen am Streckenrand nur: ,, Du hast genug Platz, von hinten kommt lange keiner,,. Elende Rotzgöre würde lieber nach Hause gehen und Teletubbies schauen. Und dann kam, was kommen musste wenn es eh schon versch…. Läuft: Mein heiss geliebter Rücken zwickte und krampfte gegen jede vorantreibende Bewegung. Die Abfahrt meisterte ich mehr mit Glück, als mit Können. Ende, so nicht. Im Ziel eingetrudelt gab ich das Rennen auf. Schade, ist aber so, wenn der Rücken noch nicht will, will er eben noch nicht.

An dieser Stelle Danke an die Unterstützung an: Meine Familie, Marc, Gregor, Thomas und Willy


07.04.2012

Vor 6 Wochen lag ich noch im Spital, heute gehe ich trainieren. Mit der Therapie mache ich sichtliche Fortschritte, sodass ich bei den Bikedays in Solothurn zum ersten Mal wieder am Start stehen werde. Im Rennkalender sind nur die wichtigsten Rennen aufgefürht, für weitere werde ich mich kurzfristig entschliessen.


12.03.2012

Etwas mehr als 2 Wochen sind seit meinem Unfall nun vergangen, mein Alltag besteht aus Physio-, WBA- und APM-Therapie, sowie Arztbesuche, statt aus Training und Arbeit. 2 Wochen ohne jegliche Belastung gehen nicht spurlos an mir vorbei, bereits 4kg habe ich zugenommen, davon kein einziges Gramm Muskulatur. Schmerzen habe ich kaum, ich kann mich frei bewegen und auch längere Zeit spzieren gehen. Ab wann ich das Training wieder aufnehmen kann steht zu meinem jetztigen Zeitpunkt noch nicht fest, ich befürchte aber, dass es noch ein Weilchen dauern wird. Ich rechne damit, am BMC Cup in Tesserette erstmals am Start stehen zu können, aber bis ich ein ansprechendes Niveau erreicht habe werden noch mehrere Wochen nötig sein.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei allen bedanken, welche sich um mich gesorgt haben und mich weiter aufpuchen.

 

Fäbe


26.02.2012

Hallo zusammen

 

Statt nun einen Rennbericht zu schreiben, habe ich eine weniger erfreuliche Mitteilung:

Gestern war ich am Start des Time Race Cup, ein Strassenrennen in Brütten, welches ich (wie die meisten) als Training absolvierte. 10 Runden gab es zu fahren, Junioren, Amateure, Frauen, Masters und Hobbyfahrer, alle starteten zusammen. Mitte Rennen gab es einen Wertungssprint bei welchem ich 3. wurde. Besser als gedacht und das weckte Hoffnungen für den finalen Schlusssprint. Die letzte Runde dann, ca. 300Meter vor dem zielstrich lag ich an 20ter Stelle, auf dem Weg nach vorne, die Geschwindigkeit lag bei etwa 55kmh. Der Fahrer direkt vor mir wich plötzlich nach links aus und vor mir befand sich ein überrundeter Fahrer, welcher nicht mal die halbe Geschwindigkeit drauf hatte. Kaum hatte ich es realisiert scherbelte es auch schon, es ging so schnell da lag weder bremsen noch ausweichen drin. Mit einem halben Salto flog ich über die Piste, 2 Fahrer hinter mir in mich hinein, ein weiterer in die Schneemade, das Velo hoch in den Himmel und unsanft auf den Asphalt. Als meine Flugphase beendet war lag ein fremdes Velo auf mir drauf, meines weiter weg, Ellbogen und Knie aufgeschlagen und ich begann Blut zu spucken. Und davon beunruhigender weise nicht wenig. 20min später traf der Krankenwagen ein, man legte mir Halskrause und Korsett an und fuhr mich in die Notfallaufnahme ins Kantonsspital Winterthur.

Nach ausführlicher Untersuchung und Röntgen die erschütternde Nachricht: 2 Lendenwirbel gebrochen oder angebrochen. Wenigstens die Lungen sind in Ordnung, woher das Blut kam bleibt ungewiss, der Kopf/Mundbereich blieb unversehrt. Der überrundete liegt ein Zimmer weiter, bei ihm wurden ein gebrochenes Schlüsselbein und gebrochene rippen diagnostiziert. Bei den beiden weiteren Beteiligten blieb es bei Kratzern. Vorerst heisst das für mich 6 Wochen Sportverbot und mindestens solange Arbeitsverbot. SCHEISSE!!!!

 

Und wenn man schon auf Abbruch fährt dann gleich richtig: Das Velo hatte ich gerade mal seit 5 Tagen, die Kleider (jetzt alle zerschnibbelt von den Sanis) etwa 4 Wochen, den neuen Job hatte ich erst am Montag angefangen. Zusammengefasst ein super Start in die Saison, aber ich glaube ich kann mich glücklich schätzen, dass ich in 6 Wochen das Training wieder aufnehmen kann und nicht für den Rest meines Lebens an einen Rollstuhl gefesselt bin.

Die heutige Nacht verbringe ich noch im Spital und dann darf ich nach Hause. Zitat vom Arzt auf meine Frage wie es mit Sport aussieht: ,, wenn Sie unter Sport Schach und Stricken verstehen kein Problem,,.

 

Die Rückenschmerzen ertrage ich dank den Medikamenten recht gut, mit dem Herzschmerz über das geschrottete Velo J

 

Liebe Grüsse

 

Fäbe

FOTOS


04.02.2012

Das Thermometer zeigte heute morgen -16 Grad an, Grund genug für mich um für 2 Wochen nach Mallorca zu fliegen um die letzten paar Hundert Kilometer vor der Saison abzuspulen.



ZU VERKAUFEN:

2 Stevens Carbon Team Ultegra, Weiss-Rot Gelb. Jahrgang 2011, 1 Winter gefahren. 7,9 kg bei einer Rahmenhöhe von 56cm. Carbon Rahmen und Gabel,  Schaltung/Umwerfer/Schaltbremshebel Shimano Ultegra, Bremsen FSA SLK Cantilever, Kurbel FSA SL-K Light UD Carbon 36/46 172,5mm. Lenker/Vorbau/Sattelstütze Scorpo, neue weisse Mavic Ksyrium Equipe Laufräder mit Rocket Ron Bereifung. Crank Brothers Pedalen und Gabel-Bremsgegenhalter inkl. Laufräder mit Collées auf Anfrage

Kabel- und Hüllen, Lenkerband, Laufräder, Reifen, Kassette und Kette sind NEU.

Neupreis: 3699.00 Franken/pro Velo

Verkaufspreis: 1850.00 Franken/pro Velo

 


08.01.2012, Schweizermeisterschaft Beromünster

Die ganze Woche zauberte mir ein Lächeln auf mein Gesicht, jedes Mal wenn ich aus dem Fenster schaute oder nach draussen ging und den Regen nieseln hörte. Dreck. Schlamm. Unmenschliche Bedingungen. Genau mein Ding. In Beromünster wo heute die Schweizermeisterschaften im Radquer ausgetragen wurden fand ich eine Strecke vor, wie ich es liebe. Kurze Geraden, knackige Steigungen, schwere Abfahrten und Dreck. Viel Dreck. 3 Laufpassagen und eine Streckenführung durch die Stadt rundeten das Bild schön ab. Auch einige Zuschauer wagten sich nach draussen. Ungewohnt früh startete ich um 11:45. Mit gerade mal 14 startenden glich der Wettkampf eher einem Vereinsrennen, da aber die 14 stärksten der Schweiz antraten, keineswegs langweilig. Bei der Kategorie U17 Damen war sogar nur eine Teilnehmerin am Start. Ich fühlte mich bereits auf der Rolle gut, die Beine drehten und ich war voll Parat. Ich musste zuhinterst einstehen, lag nach der zweiten Kurve an 10. Stelle und konnte in einem Steilstück hochfahren, wo andere abstiegen. Ab der Hälfte der ersten Runde lag ich somit auf dem 9. Platz, nach vorne bereits eine beachtliche Lücke, hinten drückten die Verfolger. In der schweren Abfahrt konnte ich stets Zeit gewinnen, musste aber auf der Geraden alleine gegen den Wind kämpfen und verlor wieder an Boden. Der Untergrund war wie eine Ladung rohe Eier. Obenauf lehmig-rutschiger Schlamm, 10cm drunter harter Boden. Da kam das 30cm tiefe Wasserloch gelegen, nach welchem Velo und Füsse ein Eisbad kassierten, das Velo wechselte ich vorsichtshalber doch im 2-Runden Takt. In einer Teerkurve fiel ich fast auf die Schnauze weil meine 1,4 Bar-Schlammreifen wesentlich besser Offroad als Onroad funktionierten, kam aber mit dem Schrecken davon. Ab der 3. Runde verlor ich an Tempo, die Führenden waren ausser Reichweite und meine Verfolger fielen Runde zu Runde weiter zurück, was mir das Leiden erschwerte. Die letzten zwei Runden konnte ich nochmals aufdrehen, war Stellenweise schneller als in den ersten 2 Runden und jedes Drecksloch nahm ich genüsslich unter die Räder. Ich hatte richtig Spass und mit meinem 9. Schlussrang bin ich sehr zufrieden.

Das wars auch schon wieder mit Radquer für diesen Winter. Schon bald beginnt die Bikesaion, der Rennkalender ist noch in Arbeit.


02.01.2012

Die Wetterfee meinte es gut mit mir und liess den Regen aus allen Wolken fallen. Genau mein Wetter, richtiges Quer Wetter. Die Strecke war ziemlich lasch, lediglich 2 Abfahrten sorgten für etwas Spannung, der Rest der Strecke war grösstenteils geteert oder bekiest. Der Wind machte das Rennen zu taktisch. Wie immer um 14:45 war der Start, wobei einige (auch ich) wegen eines unfähigen Swiss-Cycling Vorstarters fast zu spät kamen. Ein fliegender Start quasi. Schon beim Start bekundeten meine Beine das heute nicht viel laufen wird, Anschlag von Beginn weg. Die Abfahrt machte Spass, zumindest mir, einige blieben wortwörtlich auf der Strecke liegen. 2 steile Steigungen mussten erklommen werden, das Velo geschultert und extrem rutschig. Zuschauer hatte es den Wetterverhältnissen entsprechend eher viele. In der zweiten Runde versuchte ich über die Hürden mit dem Bunnyhop zu springen, es blieb beim Versuch, nach der zweiten Hürde lag ich im Dreck. Nach dieser Showeinlage wollte ich mein technisches Können doch noch unter Beweis stellen und liess es in der Abfahrt richtig krachen. Es krachte zwar fast auch mit dem Absperrpfosten, den Applaus hatte ich dafür auf sicher. Nebst mir fuhr nur Mäse Wildhaber (3.Platz) die Abfahrt, alle anderen bevorzugten die Schuh-Variante. Da die Runden sehr kurz und selektiv waren und zudem unverständlicherweise die 80% Regel angewandt wurde war für mich das Rennen nach 5 Runden beendet. Schade, ich hätte gerne noch ein paar Runden mehr gedreht, Spass hatte ich allemal.

Nächste Woche ist bereits das letzte Radquer für diesen Winter, die Schweizermeisterschaft in Beromünster in der Kat. U23.


22.12.2011

Das Radquer Dagmersellen, vom 26. Dezember findet ohne mich statt. Aufgrund der Vorbereitungen auf die Sommersaison haben wir beschlossen auf das Rennen zu verzichten um stattdessen um so stärker in die Bikesaison zu starten. Nächstes Rennen somit Bussnang am 2.1.2012.


22.11.2011

Weitere Bilder vom Radquer Bützberg unter: http://www.gregorgassler.ch/albums.php?gallery=4

Besten Dank an Gregi.


20.11.2011

Radquer Bützberg, Kat. Elite

3 Grad, Nebel und eine technische Strecke ging es mir durch den Kopf als ich heute in Bützberg um die erste Kurve rutschte. Die Wiesen waren rutschig, die Steigungen gnadenlos und die Wurzeln prügelten das Vorderrad in Richtung Schultern, dass man sich gerade noch halten konnte. Dazu sorgten 2 Hohe Bretter für Unterhaltung ( zumindest für die Zuschauer ). 14:45 (wie immer) starteten ca. 35 Elitefahrer auf Befehl des Schützen. Aus der hintersten Reihe startend konnte ich mich nur noch steigern, was ich auch tat. Ein Fahrer der vorderen Ränge legte seine Kette neben die Ritzel, womit sich das Feld spaltete und er zurückfiel. In der Mitte dieser zwei Felder sprintete ich Rang um Rang nach vorne, die erste Kurve stach ich steil rein und drückte weitere Fahrer zur Seite. Super, dachte ich, nun etwa auf Platz 20-25, Super, dachte ich auch 1 Minute später als ich auf dem Teer lag und die Konkurrenz von hinten betrachten durfte. Zu schnell von der Wiese auf den Teer und schon war ich das Schlusslicht der Kategorie A. Velo wechseln und weiter, technisch lag mir die Strecke, alleine mit dem Bunnyhop über die Bretter konnte ich viel Zeit gut machen. Auf 4 konstante starke Runden kam die Ernüchterung; sämtliche Fahrer, welche ich überholen konnte, gaben das Rennen auf. Vor mir war niemand zu sehen und von hinten nahte der überragende Lukas Flückiger bereits wieder heran. Bei Rundenzeiten von unter 5 Minuten kein Wunder. Ab der 8. Von 12 Runden lag ich eine Runde im Rückstand. Den Faden hatte ich bereits verloren und die Motivation hatte sich irgendwo verkrochen dafür begann wieder einmal mein Rücken zu zwicken. Statt auf zu geben schnappte ich mir mein Thermo Trikot und drehte die verbliebenen 3 Runden noch zu Ende. Ein 29. Rang resultierte dann aus dem vermasselten Rennen, letzter klassierter, aber Rangmässig bisher das beste Resultat. Das nächste Rennen ist erst am 26.12.2011 in Dagmersellen um Zeit fürs Training zu haben.

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6.11.2011 

Internationales Radquer Hittnau, Kat. Elite

Der Winter glänzt nach wie vor mit seiner Abwesenheit, wir liessen heute unsere Waden in Hittnau im Sonnenschein glänzen. Der fehlende Matsch machte die Strecke ungemein schnell und sehr hart zum fahren, aber das Radquer kein Ponyhof ist, ist ja bekannt. Gegen die 40 Fahrer gingen an den Start, ein grosser Teil ausländischer Herkunft. Den Start erwischte ich gut, konnte links vorbeifahren, als alle rechts für die kommende Kurve ausholten, in der Kurve selbst wurde es zwar ein bisschen eng, aber alle blieben auf ihrem Velo. Die Teerstrasse hoch war das Tempo enorm, Säure schoss durch die Beine, die Gänge wurden nur so durch geknallt. Nach dem guten Start kam die schwache Phase, ich fiel zurück und konnte mich an einem Hinterrad festbeissen, ehe ich mich wieder aufpäppeln konnte und den Anschluss an den vorderen Fahrer schaffte. Dieser war zwar im Besitz der schnelleren Beine, seine Fahrttechnik lies allerdings zu wünschen übrig. In jeder Kurve, in der Abfahrt oder über die Hürden, bei welchen ich darüber springen konnte und er absteigen musste, konnte ich Zeit gut machen. Fahrtechnik hin oder her, auf den langen Geraden liess er mich leiden wie eine Sau am Spiess. Mitte Rennen überwieg seine Stärke und er liess mich stehen. Seitenstechen bremste mich weiter aus. Knapp vor Zieldurchfahrt zur zweitletzten Runde überholte mich die Vierköpfige Spitzengruppe, welche in neuer Rekordzeit über die Piste flogen. Dann nahm man mich aus dem Rennen. Leider.

Klassiert als 32. habe ich zwar von den Konkurrenten her gesehen eine ähnliche Leistung wie in Steinmaur, fühlte mich heute aber ,,neben den Schuhen,,. Das Resultat geht in Ordnung, mit der Leistung bin ich aber nicht zufrieden.

15. Schweizer, 6. Schweizer U23

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30.10.2011

Radquer Steinmaur, Kat. Elite

Bereits zum 50. Mal rief Steinmaur zum Internationalen Radquer auf, dementsprechend erfreulich auch die Besucherzahlen bei sonnigem Wetter. Die Strecke war eher trocken, allerdings hatte die Weide einige holprige Passagen, welche einem beinahe den Lenker aus den Händen schlug. 39 Crosser wollten es wissen, als es um 14:45 los ging. Ich startete aus der hintersten Reihe, da ich noch keine Punkte habe. Nach 100m lag bereits der erste am Boden. Nach einer abrupten Bremseinlage beschleunigte ich wieder, um 150m später erneut ausweichen zu können. Ich konnte gut profitieren, lag etwa an 25. Stelle, die gestürzten Topfahrer waren allerdings schneller als mir lieb ist wieder vorbei. Ich hängte mich an das Hinterrad von einem Belgier und wir drehten zusammen etwa 4 Runden. Er hatte schnellere Beine, in den technischen Passagen konnte ich punkten. In der 5. Runde brauste ein Tscheche vorbei, eigentlich zu schnell um zu folgen, wir probierten es trotzdem. Nach einer halben Runde drehte ich im roten Bereich, mein ehemaliger Begleiter wenig später. Die folgenden Runden drehten wir in Sichtkontakt zu einander, aber weder ich kam ran, noch er weg. In der 9. Runde hörte ich die Spitzengruppe heran preschen, 4 Profis quälten sich gegenseitig um Gold, ich quälte mich um keine Runde zu kassieren. Vollgas, ein Blick zurück, niemand in Sicht, nach vorn, alles geben! Auf der Zielgeraden hatte ich noch eine Handvoll Meter Vorsprung auf Sieger Marcel Wildhaber, nicht viel, aber genug um die letzte Runde fahrend zu beenden. Ich bin zufrieden, als 31. Klassiert konnte ich mich deutlich zu Uster steigern. ( 19. Schweizer/ 9. U23 Schweizer )

 

Nächste Woche ist der Start in Hittnau, auf einer spektakulären, sehr übersichtlichen Strecke beim Schützenhaus.

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25.10.2011

Weitere Bilder vom Radquer in Uster:

https://picasaweb.google.com/107996370009077029910/23Oktober2011#

Danke an Marc


23.10.2011

Radquer Uster, Kat. Elite

Nach 3 Wochen Ferien verblieb mir gerade 1 Woche Vorbereitung auf das erste Rennen in Uster. Material testen+einstellen, einigermassen auf Touren kommen, Fahrtechnik trainieren und Fanclub organisieren. Ziele habe ich mir keine gesetzt, die Radquers dienen mir in erster Linie als gutes Training, ohne grössere Ambitionen, da der Fokus auf die Sommersaison 2012 gerichtet ist.

Der goldene Herbst zeigte sich heute wahrscheinlich zum letzten Mal von seiner schönen Seite, der Duft von Rumpunsch und Perskindol stieg in die Nase, der Klang eines Freilaufs surrte durch die Menge, die Wechselzonen füllten sich langsam. Noch wenige Minuten bis zum Start. Meinem Start. 32 Fahrer standen entschlossen hinter der Startlinie, um 14:45, das Highlight des Tages auf der Pferderennbahn in Uster, das Rennen der Elite Herren. Start! Ich kam gut weg, erste Kurve, zweite Kurve, rausbeschleunigen, bremsen, links, scharf rechts, wieder links, ein Sturz, ein lautes Krachen gefolgt von Fluchen. Zum Glück hinter mir. Rein ins Stadion, gepeitscht von den Fans über die Sandpassage, rauf auf den Erdwall, wieder Stürze und böse Wörter. Ich verlor zusehends an Boden, Runde zu Runde, Kurve zu Kurve, rutschte ich im Feld nach hinten. 2. Runde, bald war ich hinten angelangt, die Konkurrenz stets im Blickfeld, durch die Festbeiz, über die Hürden, ich war schnell, etwas zu schnell, statt 4 brauchte ich nur 2 Schritte zwischen den künstlichen Hürden, alles gut gegangen, weiter geht’s. Mit jeder Runde wurde ich schneller. Zumindest in den technischen Passagen, womit ich die schwindende Kraft auf dem restlichen Parcours kompensieren konnte. Mein Fanclub glaubte weiter an mich, brüllte mich auf die letzten paar Runden. Der Sieger Lukas Flückiger überrundete mich 2 Runden vor Schluss, seine Verfolger kamen wenig später. Nach 1 Stunde war die Action vorbei, das Rennen beendete ich auf dem 30. Platz

Ich war schnell, vor allem schnell müde. Trotz des mässigen Resultats konnte ich mich heute über Lautstarke Unterstützung freuen.

Vielen Dank an:

Meine Betreuer: Röme und Papa

Fans: Sibylle+Stef, Katja+Marc, Claudia+Viktor, Ruth+Ramon, Leandro, Valerio+Franz und weitere, welche ich nicht erkannt habe während es mich auf dem Göppel durchgeschüttelt hat.

Fotosupport: Willy (willy-sportfotos.ch) und Marc

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18.10.2011

Sonntag, 23. Oktober 2011:

Erstes Rennen der Wintersaison 2011/2012 in Uster.

Start Elite Herren 14:45, mit der Startnummer 26 werde ich ins Rennen geschickt, über 30 Fahrer sind gemeldet.

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