News 2015


14.02.2016, Tortour Cyclocross Tag 3

 

Den gestrigen Abend verbrachte ich hauptsächlich essend, liegend und erholend. Kohlenhydrate, Protein, Magnesium und Schokolade hiessen die Regenerationsbeschleuniger meiner Wahl. Heute war der dritte und somit letzte Tag der Cyclocross Tortour, mit einer Distanz von 90km zwar nur knapp kürzer als gestern, dafür weniger Höhenmeter und diese gleich zu Beginn. Das Wetter war heute das grosse Fragezeichen, ich stellte mich nicht auf Regen ein und wählte eine leichte Ausrüstung, ein Gilet und die schnellen Schuhe mit Überschuhen. 08:30 Start, wieder zu Beginn neutralisiert, dann dafür umso angriffiger, die erste Steigung war die längste und steilste. Lukas Winterberg musste für einen Sieg 11m12sek. herausfahren, dass wussten wir alle, und so ging er bereits nach 20km an die Spitze und in der nächsten Steigung auf und davon. Ich wollte nicht mitgehen, es war mir noch zu früh im Rennen, bzw. er war mir schlicht zu stark. Zusammen mit meinem gestrigen Begleiter bildeten wir die Verfolgergruppe. Nach 40km war die Mehrheit der Höhenmeter angekurbelt, ein langes flaches Stück mit viel Wind folgte. Wir harmonierten gut, wechselten uns regelmässig in der Führung ab und arten in der ersten Verpflegungszone (km 52) 6min Rückstand. Wird verdammt knapp dachte ich mir, drückte einen weiteren Marroni-Gel rein und quälte mich weiter. Fans waren fast keine vor Ort, aber meine Freundin mit Familie weckten wohl die ganze Stadt aus dem Schlaf. DANKE. Die letzten 20km zehrten mir den letzten Tropfen Energie aus dem Körper, die letzte Steigung meisterten wir im kleinsten Gang, laufen wäre gleich schnell gewesen! Noch 8km, noch 6, noch 3….über die Rheinbrücke und dann in Richtung Ziel. In einer Kurve rutschte mir das Hinterrad weg, etwas seltsam da die Kurve schön geteert und sauber war, und beim Blick nach unten wusste ich weshalb; Platten, jetzt noch, knapp 2 km vor dem Ziel. Ich fuhr mit meiner Carbonfelge mit den Collées, flicken oder ersetzen ist nicht, und so fuhr ich mit plattem Reifen weiter. Im Ziel angelangt war ich völlig am Ende, obwohl wir nur 3,5h Fahrzeit für die 90km benötigten. Rang 3 der Etappe, Rang 2 in der Gesamtwertung, Lukas Winterberg fuhr ein Wahnsinnsrennen alleine an der Spitze und nahm uns fast eine Viertelstunde ab. Ich bin mehr als happy mit meinem 2. Rang und gewonnen hat sicherlich der stärkste Fahrer im Feld.

 

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Bericht NZZ               Bericht LandBote

 


13.02.2016, Tortour Cyclocross Tag 2

 

 Nun ja, das mit dem Wetter hatte ich mir dann doch etwas anders vorgestellt. Während dem Frühstück warf ich einen Blick auf den Wetterradar und sah eine trockenes Bild, der Regen der an meine Scheibe prasselt erzählte mir allerdings eine andere Geschichte. In Schaffhausen regnete es nach wie vor, erst kurz vor dem Start hörte es auf. Ich machte mir viele Gedanken über die Bekleidung, Regenhose ja/nein, Gilet oder Jacke, Winterschuhe oder die leichten mit Überschuhen? Ich glaubte zwar dem Radar, ging aber auf Nummer sicher und startete mit der kurzen Regenhose, Regenjacke und den Winterschuhen mit Thermosocken. Nach 10km wanderte die Jacke in die Trikottasche. Die heutige Etappe führte über den Randen, den Schaffhauser Hausberg. Und wie es der Name ,,BERG,, schon sagt, liegt er höher als die Umgebung, womit beinahe die ganze Strecke mit einer weissen Schicht Schnee bedeckt war. Die Pfützen und die Reifen der Mitfahrer durchnässten einem innert kürzester Zeit. Die Temperaturen waren gerade so in Ordnung, der Nebel wechselte sich mit der Sonne ab und der Wind wechselte auch im Minutentakt. Lange fuhren wir zu 6. ehe Winterberg an der ersten steilen Steigung das Tempo verschärfte. Ich ging mit, war aber bereits am Limit. Es war noch zu früh für um zu zweit weg zu fahren, darum legten wir eine Pinkelpause ein und reihten uns in der Gruppe später wieder ein. Nach 22km ging Winterberg erneut, ich ging nicht mit, hielt aber das Tempo in der Gruppe hoch und so waren wir zu zweit in der Verfolgung. In der ersten Verpflegung nach 50km legten wir einen Stopp ein, die zweite, nach etwa 70km, liess ich aus, mein Begleiter hielt kurz an. Ich nahm Tempo raus und erholte mich kurz, ehe er mich wieder einholte. Ein paar Kilometer weiter in einer langen Steigung gab ich Gas, nicht weil ich zu viel Energie hätte, sondern weil mir langsam kalt wurde. Da hatte ich das Loch und es wurde immer grösser. Die Steigung hatte ich gewaltig unterschätzt, sie schien endlos und ich spürte meine Kraft schwinden. Ein Biker mit seinem Smartphone in der Hand sagte mir den Rückstand (4min) und das es nur noch 400m bis oben seien. Ich biss durch, oben angekommen lagen etwa 10cm Neuschnee und Gegenwind, zum fahren sehr anspruchsvoll. Die Tafel welche mir noch 10km bis zum Ziel anzeigte gab nochmals etwas Motivation. 7km vor dem Ziel sah ich durch meine verdreckte Brille jemanden zu Fuss. Erst dachte ich es sei ein Langläufer, die Loipe war nur unweit von der Stracks, dann sah ich aber ein Quervelo geschultert. Es war Winterberg, der seine Hinterradfelge geschrotet hat. Sehr schade für ihn, er ist mit Abstand der stärkste im Feld, aber Glück für mich weil ich so als erster die Ziellinie überqueren durfte. In der Gesamtwertung habe ich somit auch die Führung übernommen, 2m 29 vor Silvio Büsser und 8m 17 vor Martin Tietze. Winterberg kam mit einem Reservevelo ins Ziel, auf ihn habe ich 11m11 Vorsprung, was eine knappe Kiste werden könnte, er kann fahren wie eine Dampflock. Ich hoffe auf trockene Verhältnisse für morgen, dann sind die Rückstände nicht so gross. Jetzt ist Beine Hochlager angesagt und viiiiele Kalorien schaufeln.

 

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12.02.2016, Tortour Cyclocross Tag 1, Prolog

 

Tortour, der Name sagt bereits alles, und nein, ich habe es mir NICHT gut überlegt als ich das Anmeldeformular ausfüllte. 3 Tage, 200km, Wetter ungewiss. Der heutige Freitag ist quasi das warm-up auf 2 knallharte Tage, der Prolog stand auf dem Programm, 20km, paar Höhenmeter, in und um Schaffhausen. Um 15:00 liess Albert Zweifel die Pistole knallen und schickte uns auf die Runde. die ersten 2,5km waren neutralisiert durch ein E-Bike, welches Systembedingt nicht mehr als 25km/h auf die Piste bringt. Und dann ging die Post ab! Mehrheitlich auf Kiesstrassen unterwegs legten wir einen ordentlichen Rhythmus vor, mein 42er Kettenblatt vorne wirkte untermotorisiert, die Beine brennten ab der ersten Steigung. Schnell waren wir zu fünft, zu viert, zu dritt und schliesslich noch zu zweit. Mein Vordermann war vor ein paar Tagen an der Cyclocross Weltmeisterschaft, nicht als Zuschauer, sondern im Schweizer Nationaldress des Elite Feldes. Meine Unterlenkerposition bin ich noch nie so oft gefahren wie heute, ich machte mich so klein es geht um mich möglichst gut im Windschatten zu verstecken. Nicht weil er kein Windschatten geben würde, er ist über 1m90, aber weil er auf der Geraden abgeht wie eine Lokomotive. Irgendwann hämmerte mir der Puls zu sehr gegen die Schädeldecke, ich liess ein kleines Loch welches sich rasch vergrösserte. 13m hatte ich bis dato absolviert, noch 7km zu überstehen. Ich trat ordentlich rein, nach hinten hatte ich genügend Vorsprung, nach vorne war gar kein Thema. Nach etwa weniger als 40min überquerte ich die Ziellinie als zweiter. Geil! Mehr fällt mir grad nicht dazu ein.

Morgen geht es weiter über 96km und über 2000 Höhenmeter. Hoffentlich spielt da Wetter einigermassen mit.

Ich trage ein GPS Sender auf mir, HIER kannst du das Rennen online verfolgen.

 

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20.01.2016 Radquer Elite Schweizermeisterschaft Dagmersellen

 

Herrlich, dieses Wetter, einfach nur herrlich! Dauerregen seit fast einer Woche, Temperaturen um die 5 Grad, das ist das Radquer, wie man es sich vorstellt. Bis anhin musste ich weder Bremsbeläge noch Ketten wechseln, und das im Januar, nach einer ganzen Quersaison mit vielen Trainings.  Heute stand der Abschluss der Schweizer Quersaison auf dem Programm, die Schweizermeisterschaft im Luzernischen Dagmersellen. Die Strecke ist kurz erklärt, eine lange Steigung asphaltiert, immer steiler werdend, gefolgt von einer Wiesenabfahrt, durch den Regen sehr technisch, und zum Ende eine langes Flachstück, wieder asphaltiert. Start um 15:10 Uhr, gerade mal 30 Athleten kamen zum Start. Die ersten 15 setzte ich mir zum Ziel, in Anbetracht der 10 anwesenden Berufsfahrer ein ambitioniertes Ziel. Der Startpfiff heult durch den prasselnden Regen, die Pedalplatten klacken, los geht's. Ich war zu Beginn etwas eingeklemmt, konnte aber innerhalb der 1. Runde den Anschluss wieder schaffen. Den Anschluss an die erste Verfolgergruppe muss hier gesagt sein, die Spitzengruppe war 10 Personen stark, wir waren zu dritt, später kamen 2 weitere dazu. Ich fühlte mich echt stark heute, in den Laufpassagen hatte ich zwar nicht ganz die Kraft um den Anschluss zu halten, kam aber in der schwierigen Abfahrt immer wieder ran. In der 5ten von gesamt 10 Runden musste ich reissen lassen, auf Rang 15 liegend hatte ich nach hinten aber genügend Reserve. In der Steigung nach der kurzen Laufpassage verkrampfte sich mein Magen, mir wurde etwas mulmig und ich schaltete einen Gang runter. In der folgenden Runde das selbe Spiel, nur intensiver. Ich büsste einige Ränge ein und ging in Runde Acht, immer noch in den ersten 20. Bergauf wurde mir richtig schwindlig und schwarz vor Augen, ich musste absteigen und setzte mich in die Wiese. Durchnässt bei knappen 5 Grad fing ich im nu an zu schlottern, nach 2-3min setzte ich mich auf mein Rad und eierte ohne Gefühl in den Händen die Wiese runter, in die Wechselzone rein und bog rechts ab in Richtung Garderobe. Erster unter der Dusche ist ja auch irgendwie erster :-)

Von wo ich plötzlich Krämpfe kriege kann ich nicht sagen, jedenfalls waren die Beine heute super und die ersten 15 wären sicher dringelegen. Schade… Jetzt heisst es Beine hoch lagern und im Februar geht's dann los mit dem 3-Tagesrennen Tortour Cyclocross.

 

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02.01.2016 EKZ Crosstour Meilen

 

Kaum zurück in der Schweiz stand ich heute bereits in Meilen für das letzte Rennen der EKZ Crosstour am Start. Meilen wurde zum ersten Mal ausgetragen, über die Wiesenabfahrt wurde schon im Voraus gemunkelt. Der Wetterbericht verhiess gutes, Regen und kalt, so wie man es von einem Radquer eigentlich erwartet. Während der Streckenbesichtigung war die Strecke weitest gehend trocken, beim Frauenrennen zogen erste graue Wolken auf. Die Strecke hat für ein Quer enorm viele Höhenmeter, eine steile Strasse durch ein Quartier erschien wie eine Wand, zumal sie direkt nach einer Laufpassage kam. Während dem Warm-Up entleerte sich der Himmel, die Strecke wurde nass und ich konnte mir ein schmunzeln nicht verkneifen, ich mag solche Bedingungen, nur leider gab es diese das ganze Jahr nie. Nach meiner Pleite gestern war mir etwas mulmig, wie meine Beine wohl heute sein werden. Während der Streckenbesichtigung fühlten sie sich recht schwer an, beim warm fahren ging es immer besser und ich fühlte mich gut. Start um 15:00 Uhr, wie immer, soweit nichts neues. An die hinterste Reihe habe ich mich mittlerweile auch gewöhnt, knapp 60 Fahrer am Start, 3 2 1 Los! Ich weiss nicht wie, aber in den ersten paar Kurven lag ich fast unter den ersten 20, ein Wahnsinns Start! Klar verlor ich einige Plätze, aber ich konnte Runde für Runde meine Pace halten, kam sehr gut durch den Dreck und meine Beine drehten rund. Die Abfahrt bewältigte ich die ersten 3 Runden fahrend, danach rutschte ich zu Fuss runter und war etwa gleich schnell. Die letzten 2 Runden waren die Hölle, ich lief total im roten Bereich, besonders in der letzten die steile Rampe hinauf wurde mir beinahe Schwarz. Ich quälte mich durch und erreichte das Ziel als 29.ter. Super Beine, super Gefühl, super Resultat.

Nächsten Sonntag Schweizermeisterschaft in Dagmersellen, das letzte Rennen der Saison.

 

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01.01.2016 BPostBankTrofee Baal, GP Sven Nys

Die Neujahrsfeier steckte uns allen noch etwas in den Knochen, als wir und am Morgen auf den Weg nach Ball machten, die Heimatstadt von Sven Nys. Die Strecke bietet all das, was ich nicht mag. Wenig Rhythmuswechsel, lange Tretpassagen und tiefer Dreck der einem die letzten Kraftreserven aus dem Körper lockt. Um 15:00 Uhr fanden sich nur 42 Fahrer ein, da wollten wohl einige ausschlafen. Wieder startete ich aus der hintersten Reihe nur mit dem Unterschied, dass ich diesmal auch in der hintersten Reihe blieb. Ich kam nicht vom Fleck und Ende der ersten Runde lag ich abgeschlagen an hintersten Stelle. Im tiefen Dreck gleitet ich mehrmals ins Absperrgitter, obwohl die Strecke stellenweise über 5 Meter breit war. Kraft war keine vorhanden, die Motivation blieb im Bett und das gute Gefühl von Loenhout kam auch nach mehreren Runden nicht zurück. Der Sieger hatte wohl eine langweilige Party gestern, er gewann brutal überlegen und sorgte dafür, dass ich 4 Runden vor Schluss aus dem Rennen genommen wurde. Eine Portion Belgische Fritten half mir etwas den Frust zu verdauen. Nun ab nach Hause, es folgt die letzte Station der EKZ Crosstour in Eschenbach.

 

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29.12.2015 BPostBankTrofee Loenhout, Belgien

 

Letztes Jahr war das Rennen in Loenhout eines der dreckigsten, welches ich je gefahren bin, nun zeigte sich die Strecke von ihrer anderen Seite, recht trocken und verdammt schnell. Höhenmeter gab es quasi keine, dafür immer wieder Wassergräben, welche es zu überspringen gab. Daher auch die vielen kaputten Felgen, welche bei den grossen Teams so rumlagen. Start erneut 15:00, wieder aus der letzten Reihe ins Rennen geschickt, aber wieder nach der ersten Kurve etwa um Rang 35 liegend. Bereits beim ersten Graben stand ein Athlet, sein Hinterrad teilte er in 5 Stücke. Ich fühlte mich gut auf dem Rad, die Kurven, den Pumptrack, die Hürden, alles ging recht gut, nur die Kraft um dem ein oder anderen Mitstreiter das Hinterrad zu halten fehlte teilweise etwas, besonders auf der langen Zielgeraden im Gegenwind musste ich ordentlich beissen. Lange waren wir als 5er Gruppe unterwegs, Rang 40-44, ehe sich 2 Fahrer bei einem Wassergraben selbst aus dem Rennen schickten. Zu dritt gingen wir auf die letzten 3 Runden. Ein Spanier aus der Gruppe stieg jeweils ab über die Gräben und als ich vorne war und er direkt hinter mir, musste ich nur nach einem Sprung etwas mehr als üblich beschleunigen und schon hatte ich ein entsprechendes Loch nach hinten. Die Strecke gibt keinerlei Chancen um sich zu erholen, mit Puls 190 quälte ich mich über die letzte Runde, stets 4-5 Sekunden Vorsprung auf meine 2 Verfolger. Kurz vor dem Ziel gab es eine Doppelhürde, welche ich Runde für Runde springen konnte, stets etwas schneller als die anderen. Nach 1h Renndauer und mit Puls 195 sah die Sache allerdings etwas anders aus, die erste Hürde schaffte ich zwar, krachte aber Vollgas in die zweite hinein und flog in hohem Bogen über den Lenker. Ich packte mein Bike sprang rauf trat an und konnte mich grade so ans Hinterrad der zwei anderen anhängen. Zwei Kurven später war das Rennen zu Ende, Rang 42. wurde es, Rang 40. hätte es werden sollen.

 

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27.12.2015, Superprestige Diesem, Belgien

Es ist Dezember, der 27. die Fans laufen zum Teil im T-Shirt rum, die Betreuer in kurzen Hosen. Es liegt nicht am Alkohol oder nicht nur, tatsächlich zeigt das Thermometer 15 Grad plus an, die Strecke, welche letztes Jahr knallhart gefroren war, war grösstenteils trocken, nur vereinzelt lag etwas Dreck. Startzeit 17:30 unter Scheinwerferlicht. Da ich nach wie vor keine Weltranglistenpunkte aufweisen kann, wurde ich aus der letzten Reihe ins Renngeschehen geschickt. 58 Fahrer waren gemeldet, ein eher grosses Feld. Achtung fertig los und die ersten Stürze gingen von statten, glücklicherweise vor, neben und hinter mir, immer ohne meine Beteiligung. Ab der dritten Runde fand ich meinen Rhythmus, die Sandpassage konnte ich meist fahrend bewältigen und die technischen Passagen gingen recht gut. Auf Grund der 80% Regel wurde ich erwartungsgemäss früher aus dem Rennen genommen, an 40. Stelle liegend. Die Beine waren okay, dürfen aber noch etwas besser werden auf das nächste Rennen am 29. in Loenhout.
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20.12.2015, Omnium Romand Nyon

 

Ins weit entfernte Nyon am Genfersee verschlug es uns heute. Da in Belgien ein Weltcup im Gange war gab es nirgends sonst ein hoch eingestuftes Rennen, somit war das ausschlafen gestrichen worden. Die Aussicht änderte nicht, Nebel sieht überall gleich aus, nur die Sprache wurde immer unverständlicher. Da nur knapp 10 Elitefahrer auf der Startliste waren, nahm man kurzerhand die Mastersfahrer hinzu und das Feld wurde vervierfacht. Die Rennstrecke wurde rund um eine Fussball-Trainingsanlage mit 5 Plätzen gelegt, der feine Rasen wurde gespickt mit Treppen, Hürden, Stufen und Holzwellen. Im Training sprang ich bis auf die lange Treppe alle Hindernisse, meisterte die rutschigsten Kurven und Schräghänge, legte mich aber schließlich in der Wechselzone hin als ich mein Velo putzen wollte, als ich beim Tagträumen schräg über den Feuerwehrschlauch fuhr, bzw. eben nicht fuhr. Mein Rennbike ziert nun ein schöner Riss im Carbon auf dem Oberrohr. Was solls, für etwas habe ich ja 2 Bikes. Start um 15:10. Mitten in der zweiten Reihe platzierte ich mich, der Startpfiff sollte das Rennen eröffnen, nur hielt sich niemand daran und das Rennen wurde mehr oder weniger spontan gestartet. Ich als gut erzogener feiner Junge wartete ich einen Tick länger auf den Pfiff, womit ich mich in Null Komma nichts in der vierten Reihe wieder fand. Die erste Treppe sprang ich, verhedderte mich aber im Flatterband, welches ich mit viel Liebe in 2 Teile zerriss. Die Wiese mit 4 Querbretter drin schaffte ich fahrend bis zum vierten Brett, der Rest muss ziemlich hilflos ausgesehen haben. Die kommenden 3 Holzwellen waren im Training kein Thema, die erste Runde wird aber Traditionellerweise über dem Limit gefahren, und so sprang ich nicht auf das Holz sondern gleich darüber hinweg und landete mit ordentlich Vorlage auf dem Fussballerrasen. Platz 8 nach Runde 1. Ich kam gut vorwärts und war schnell in der Gruppe um Platz 3,4 und 5. Ich gab Gas und wollte falls möglich zur Spitzengruppe aufschliessen, kam aber nicht mehr ran. Fortan waren wir zu zweit unterwegs, ein Fahrer im Nacken. Wir testeten uns gegenseitig im Laufe der restlichen 9 Runden. Im Schräghang war ich immer schneller, in den engen Kehren zog ich den kürzeren, ein entscheidendes Loch kam aber nie zu Stande, Letzte Runde; Ich wollte unbedingt vor ihm in den Schräghang um ein kleines Loch zu haben, er überholte mich dennoch auf der Innenseite, womit ich nicht rechnete. Nach dem Schräghang gab er alles was er noch hatte. In den Laufpassagen war ich etwas schneller, nach einer solchen nahm er etwas raus, ich kickte, überholte und ging all in. Über die Wellen war ich schneller, ein kleines Loch entstand. Wir gaben alles, die letzte Kurve, beide am treten obwohl die Pedalen bereits am Boden zu kratzen begannen, aus dem Sattel und Kopf runter. Geschafft, dritter Platz! Geil, endlich wieder mal auf dem Treppchen.

Am 26. Dez. geht's hoch nach Belgien für 3 Rennen, am 2. Januar zurück für die EKZ Crosstour in Meilen.

 

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13.12.2015 EKZ Crosstour Eschenbach

 

Bei strahlend blauem Himmel und 1° Celsius machten wir uns auf den Weg in s St. Gallische Eschenbach. Das B-Rennen war gerade am laufen als wir auf dem Renngelände ankamen, Ein Krankenwagen machte sich auf in Richtung Notaufnahme, die Velos der Teilnehmer waren zwar sauber, die Fahrer aber umso mehr gezeichnet von der gefrorenen Strecke. Spuren der ungewollten Bremsungen zierten Haut und Kleidung, die Wechselzone füllte sich zusehends mit demolierten Rädern, einige Fahrer verzogen sich frühzeitig unter die Dusche. Wird ja was werden, dachte ich mir, und holte meine Startnummer. Streckenbesichtigung: Zuerst dachte, die Veranstalter hätten Steine vergraben, dabei waren es gefrorene Dreckstücke welche die Felgen auf den Prüfstand setzten. Die geteerten Abschnitte wurden gesalzen damit sich kein Eis ansetzen kann, mit den leicht verdreckten Reifen war es aber sowieso wie auf Glatteis. Ich kam zur Schlüsselstelle, eine Wiesenabfahrt, längs dem Schräghang entlang und unten eine Kurve welche kaum zu kriegen ist. Der Hang sah bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Sonne, es war glatt und Fahrer lagen überall auf der Strecke rum. Erst beim dritten Anlauf kam ich einigermassen gut runter. Bike waschen, Pasta essen, los geht's. Start um 15:00 Uhr. 56 Fahrer waren am Start, das hochkarätigste Feld in der Schweiz seit dem letzten Weltcup in Aigle vor einigen Jahren. Da ich selber nicht wirklich als hochkarätig einzustufen bin startete ich aus der zweitletzten Reihe, kam am Start sehr gut weg und konnte mich in der Folgenden Steigung nach vorne arbeiten. In der Abfahrt gewann ich 6 Plätze.  Die erste Runde absolviert ich als 35., zwischenzeitlich war ich in den ersten 30 unterwegs. Die Sonne machte nun die Abfahrt zu der reinsten Rutschpartie, das Fahren erinnerte eher an Trottinett fahren, rechter Fuss raus und anschieben. Die Challenge war nicht das Rennen zu beenden sondern auf dem Rad zu bleiben. Einige Fände machte ich kampflos gut, Schaltungen rissen ab, Speichen brachen und Körper bluteten, zum Glück aber nicht bei mir. Einem Fahrer fuhr ich übers Vorderrad als er sich in der Abfahrt vor mich legte, ein anderer fuhr mir ins Bein als ich ins schleudern geriet. Unterhaltung pur und die Zuschauer würdigten das Spektakel mit Applaus und Gelächter. In der 8. von 10 Runden sah ich in der langen Steigung den führenden Italiener heran brausen, ich wich zur Seite und hängte mich an sein Hinterrad für die Abfahrt. Zu meinem Erstaunen legte er sich bereits Eingangs Wiese auf die Nase, dort, wo die Strecke noch gutmütig ist. Ich überholte ihn und krachte dafür weiter unten in der Kurve in einen Streckenpfosten. Nach der Zieldurchfahrt wurde ich dann frühzeitig aus dem Renen genommen was auch gut ist. 32. Platz am Ende, sehr stark, wenn man bedenkt dass ich gestern Abend Weihnachtsessen hatte ;-)

 

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06.12.2015 Radquer Sion

Die Strecke wäre eigentlich der Hammer, die Location liegt auf einem Kasernenplatz, Im Hintergrund ein Weinrebenhang und Schneebedeckte Gipfel der Berge die Strecke übersichtlich und spannend gestaltet. Wäre da nicht immer die nördliche Ausrichtung und das Datum. Die Hälfte der Strecke sieht das ganze Jahr über keine Sekunde Sonne, da wir bereits Dezember haben blieb den ganzen tag über besagter Teil der Strecke gefroren.  Der anderen Hälfte der Strecke verhalf Sonnenschein zu einem griffigen Untergrund, teilweise sogar matschig. Start um 14:15 für die Elite Herren, welche mit 21 Teilnehmer ein mehr als überschaubares Teilnehmerfeld boten. Am Start rutschte ich mal ordentlich aus der Pedale, was mich natürlich auf den hintersten Platz warf. Ich kam von Runde zu Runde mit den Verhältnissen besser zurecht, teilweise war es blankes Eis, und so machte ich einige Plätze gut. Nach ein paar Runden waren wir zu dritt, Rang 14,5 und 16. Immer wieder griff einer an, fiel auf die Schnauze oder schlug sich fast den Lenker aus der Hand weil er eine Eisscholle erwischte. Mitte Rennen rutschte ich erneut aus besagter Pedale, knallte aus dem Wiegetritt mit voller Wucht auf den Sattel, welcher sich mit einem lauten Knacken aus seiner Horizontalen Position verabschiedete. Der Velowechsel kostete mich ein par Sekunden welche ich innert einer Runde wieder gutmachen konnte. Die Runden waren sehr kurz, 12 an der Zahl hatten wir zu fahren, so wurden wir gegen Ende Rennen überrundet. Ich hängte mich an den Spitzenfahrer ran, so für 10-20 Meter, dann war er weg. Eine Liga für sich, einmal mehr. Rang 15 am Ende, nach einem wirklichen coolen Kampf innerhalb unserer Gruppe.

 

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15.11.2015 Flückigercross Madiswil


Das Flückigercross fand nun schon in der 4. Austragung, aber zum ersten Mal blieb die Regenjacke zu Hause. Statt einer technisch schweren Abfahrt erwartete uns ein ruppiger Wiesenschräghang bei welchem es und schier die Plomben aus dem Gebiss schlug. 2 Treppen und eine Doppelhürde sorgten für die nötige Laufeinheit, zumindest gibt es in der Schweiz keine Sandpassagen. Start wie immer um 15:00. Ich musste zuhinterst einstehen, weshalb auch immer, und war deshalb in den ersten paar Kurven ziemlich eingeklemmt. In der ersten Runde kam ich nach vorne, hielt stets Blickkontakt zu einer grösseren Gruppe von etwa 7 Fahrern, schaffte aber nie den Anschluss. Auf der Geraden kam dann ein Bahnfahrer in den Farben des BMC Racing Teams angebraust, ich hängte mich in den Windschatten und knetete auf die Pedalen bis die Bandscheiben knirschten, geradeaus im Gegenwind, ich konnte ihm nicht folgen…. Auch auf der restlichen Strecke fand ich nie wirklich zu meinem Rhythmus, das Vorderrad schien nie richtig Grippe zu haben, in den Laufpassagen übersäuerte ich und im flachen stand ich beinahe still. Naja, Platz 26. am Ende, zumindest noch im Preisgeld, wenn auch nicht viel. Nächstes Wochenende Rennfrei, mangels Renntermine.

 

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11.11.2015, Soudal Classics Jaarmarktcross Niel, Belgium

 

Nach 2 Tagen des sitzend und zuhörens am Bikefitter Symposium im deutschen Münster stand ich mit dicken Beinen bereits wieder am Start im belgischen Neil, einem Ortsteil von Antwerpen. die Soudal Classics ist die dritte grosse Rennserie in Belgien, nicht ganz so hoch eingestuft wie die Superprestige oder BPostBankTrofee, aber dennoch mit sehr starken Fahrern besetzt. Die Strecke kam mir recht entgegen, sie ähnelte sehr einer Schweizer Strecke, eher schmal abgesteckt und einige technische Passagen. 34 Fahrer heute am Start, wieder um 15:00 gingen wir ins Rennen. Ich fühlte mich erstaunlich gut, besonders in den Laufpassagen kam ich zügig vorwärts, einzig in der Sandpassage kam ich mir vor wie ein Anfänger. Man muss anscheinend Belgier sein um schnell durch den Sand zu kommen. Am Start kam ich schnell weg und konnte relativ lange Anschluss halten an eine vordere Gruppe. Nach 2 Runden haar ich alleine unterwegs, zwar mit Blickkontakt nach vorne, aber ohne reelle Chance den Anschluss nochmals zu schaffen. Bei dem Hotspot auf der Strecke hatte es einen Haufen betrunkene Belgier welche mich anscheinend kennen und mich mächtig anfeuerten, in der folgenden Runden feuerten mich immer mehr Leute an, bis einer auf die Idee kam ,,Hopp Cancellara,, zu rufen. In den folgenden zwei Runden war die Hölle los wenn ich jeweils auftauchte weil alle dachten ich sei Cancellara. Scheint als hätten die Veranstalter recht starkes Bier ausgeschenkt….  Die Runden waren noch kürzer als am Sonntag und so kam relativ früh wieder die 80% Regel zum Zuge, heute war ich aber froh darüber, denn ich teilte meine Kräfte auf eine 40min Renndauer ein und war völlig im roten Bereich. Rang 24. am Ende, ein für mich sehr gutes Resultat. PS: Die ersten 18 Fahrer beendeten das Rennen in der selben Runde, die restlichen 16 Fahrer wurden frühzeitig aus dem Rennen genommen, also fast die Hälfte.

 

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7.11.2015, Superprestige Ruddervoorde, Belgium

 

Die Nacht war schon mal etwas vom coolsten, was ich in der letzten Zeit so erlebte. Blind ein Hotelzimmer gebucht und ein super B&B kennen gelernt, das Hotelzimmer war nämlich gar keins sondern eine Jurte, top isoliert und wunderschön ausgebaut. Die Nasszelle betan sich in einem alten Anhänger, liebevoll restauriert und auch ein Swimmingpool war vorhanden. So viel zur Übernachtung,  jetzt zum Rennen; Rudervoorde liegt etwas unter dem Meeresspiegel, in der Nacht setzte leichter Regen ein und bereits die Besichtigung der Strecke am Vortag zeigte einige nasse Stellen auf. Glücklicherweise blieb es bei den einen nassen Stellen, der Rest der Strecke war eher rutschig, aber nicht tief. Ich hatte anfangs etwas Mühe die erste Kurve nach der Zielpassage zu finden, dass diese bei einer Familie durch den Garten ging konnte man ja nicht ahnen. Ich bin alleine angereist, da ich Montag und Dienstag in Deutschland am Internationalen  Symposium für Bikefitter bin. Ernst aus Belgien machte für mich die Betreuung in Start/Ziel, die Betreuercrew von Helen Wyman stellte sich für mich in die Wechselzone und machte ordentlich Stimmung. An dieser Stelle Danke hierfür! Der Start erfolgte um 15:00, die erste Kurve,wie erwartet, wurde verdammt eng, die Hausecke kam auf der linken Seite sehr nah und die Hecke auf der rechten. Die Strecke war sehr hart, ein ständiges auf und ab, viele Kurven und natürlich eine Sandpassage, Treppen und Hürden. Ich kam zu Beginn nicht recht auf Touren, fand dann langsam meinen Rhythmus und überholte einige Leute. Nebst einem Sturz geschah nicht viel und schon wurde ich Opfer der 80% Regel auf diesen kurzen Runden. 35. Rang mit 4 Runden Rückstand. 41 waren am Start von daher ganz okay.

 

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03.11.2015

Cooles kurzes Video von Hittnau, Danke Daniel Tiefenauer, dass ich zumindest im Video VOR der Spitze zu fahren komme!!!


01.11.2015 EKZ Crosstour Hittnau

 

Während ein Grossteil des Zürcher Unterlandes im Nebel versank überstrahlte die Sonne in Hittnau beinahe das Hochkarätige Fahrerfeld. Fast 100 Teilnehmer bei der Kategorie B, 41 Athleten in der Kat. Elite. Das Rennen war die dritte Station der EKZ Crosstour und wurde als C1 Rennen ausgetragen, die höchste Stufe nebst Weltcup und so sah auch das Fahrerfeld aus. Viele Ausländer, viele Profis, viel zum leiden. 14:45 war der Start, ich durfte, wie immer, aus der hintersten Reihe starten. Die schnelle Strecke war gut abgesteckt, so gab es keinen Stau in der ersten Runde. Ich kam auch schon besser weg, da das Rennen aber 1h dauert brachte das mich nicht aus der Ruhe. Die Laufpassage den Schlosshügel hinauf fiel mir komischerweise sehr leicht, am liebsten wäre ich die ganze Strecke gerannt. Ich habe den Zug nach vorne verpasst, bzw. ich hatte zu Beginn nicht die nötige Power und so fand ich ein Grüppchen von 4 Fahrern auf meinem Niveau. In der technischen Abfahrt wollte ein Fahrer auf die Innenseite stechen und fiel auf die Fresse, ich knapp dahinter, in sein Velo rein und ging ebenfalls zu Boden. Nichts weiter passiert, aufsteigen und weiter. Runde für Runde kam ich weiter nach vorne, es glich einem Ausscheidungsfahren, hinten fielen immer wieder Fahrer weg, solche weiter vorne konnten wir einholen. Zu dritt gingen wir auf die letzten 3 Runden, jeder startete mal einen Angriff, und ich war schlussendlich der erste der hinten abfiel. Beinahe hätten wir zu dritt noch die vordere Gruppe abgefangen, aber halt nur fast, und so beendete ich ein starkes Rennen auf dem 26. Rang. Super happy damit schaue ich nun vorwärts auf das kommende Weekend in Belgien.

 

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28.10.2015 ToiToi Cup Tabor, Tschechien

 

Anfangs des Jahres fand hier das wichtigste Renne der Saison statt, die Radquer-Weltmeisterschaften. Ganz so gut besetzt war das Feld heute zwar nicht, aber dennoch waren einige Profiteams aus Belgien angereist, sowie sämtliche Tschechen mit einer Lizenz. 62 Fahrer fanden sich zum Start ein um 13:30 Uhr. Das Renngelände befindet sich mitten in einer Hochbausiedlung, ziemlich heruntergekommen, am Stadtrand von Tabor. Zuschauer hatte es nicht viele, dennoch wurde das volle Programm mit Tribüne, VIP-Bereich und TV Übertragung aufgefahren. Ich startete zuhinterst, da ich weder in der Weltrangliste noch im ToiToi Cup Gesamtklassement vertreten bin. Der Typ vor mir erschien mit etwas Amateurhaft, behaarte Beine, 10 jähriges Velo. Nach 30 Meter hängte er seinen Lenker an den eines Mitstreiters, so waren diese 2 dann schon mal aus dem Rennen. Blieben noch 60 zu überholen. Ich fand meinen Rhythmus und überholte so gut es nur ging auf dieser schnellen Strecke, auf welcher es oft nur eine optimale Linie gab. Nach 3 von 8 Runden lag ich an 37. Stelle vorne, von hinten kam dann ein Fahrer, wessen Niveau ich von den Schweizer Rennen her kannte, und hängte mich an sein Hinterrad. Er war gerade so schnell, das ich sein Tempo halten konnte und so holten wir mehrere Grüppchen ein. Nach einem Fahrfehler hatte ich ein kleines Loch, so musste ich Gas geben um den Anschluss zu halten. Die Strecke hatte ein paar Kuppen auf welchen sogleich eine 180° Kehre war, und bei einer solchen schloss ich das Loch, flog aber sogleich über den Lenker, da man die Kurve vor der Kurve beginnt, ich also mit Schräglage über die Kuppe kam und so das Vorderrad geradeaus weiterfuhr mein Körper aber die Kurve vollenden wollte. Das ganze natürlich unter den Augen des VIP-Bereichs. Ich schämte mich kurz, nahm mein Bike und fuhr weiter in Richtung Wechselzone da beide Schalthebel in eine andere Richtung zeigten und die Flucht vom Lenker zum Vorderrad deutlich abwichen. Der Rhythmus war weg, aber das ging ja noch, irgendwann würde der schon wieder kommen. Dachte ich, stattdessen kam der Mann mit dem Hammer und ich steuerte mich in ein Zuckerloch. Ich stand still, richtig still, die Kraft war weg und so wurde ich noch von mehreren Fahrern abgefangen. Rang 44 am Ende.

 

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25.10.2015, Superprestige Veldrijden, Zonhoven, BEL

 

Vom heutigen Rennen sage ich schon seit Jahren,, nächstes Jahr fahre ich da mit,,. Nun ja, heute war dieser Tag endlich gekommen, Zonhoven, das für mich persönlich spektakulärste Rennen in Belgien. Ich kannte es bis anhin nur von den Onlineübertragungen. Ich wusste also was mich erwartet. Bei angenehmen 12 Grad ging ich bei trockenen Bedingungen die Strecke besichtigen. Ein Grossteil der Strecke ist sandig, 2 Abfahrten bilden die Schlüsselstelle und da sie in einer Vertiefung liegen konnten die Zuschauer wunderbar die schwierigen Passagen überblicken. Ein richtiger Hexenkessel. Start um 15:00Uhr. Von den 37 Startenden waren quasi alle Profis, nebst einigen wenigen und natürlich mich. Der Start war okay, verdammt schnell, und ich hatte etwas Gerangel mit einem Mitstreiter. Nach einer Runde lag ich an zweitletzter Stelle, musste das Velo wechseln und von da an drehte ich ein paar Runden auf diesem Rang. Die Abfahrten kam ich sturzfrei runter, die Steigungen hinauf dachte ich meine Beine explodieren gleich, und dann, nach etwa der Hälfte des Rennens, wurde ich bereits Opfer der 80% Regel. Vorzeitiger Rennschluss für mich, sowie fast die Hälfte des Feldes, da die Runde einerseits kurz war und anderseits der Sieger heute in einer anderen Liga unterwegs war.

Die Wurst mit Bier konnte meine Enttäuschung etwas dämpfen, nicht über das Resultat, sondern ob meinen schlechten Beine heute.

Morgen geht's weiter in Richtung Tschechien, wo ich am Mittwoch in Tabor am Start stehen werde.

 

Zusammenfassung des Rennens                             Bilder


11.10.2015, Internationales Radquer Beromünster

 

Irgendwo im nirgendwo bei Bauer Fritz auf der Wiese fand heute das interneionale Radquer Beromünster statt. Meine Erinnerungen an letztes Jahr sind recht durchzogen, wie die Nacht im Ausgang vor genau einem Jahr, nach welchem ich direkt ans Rennen reiste. 2 defekte Velos inklusive Rahmenbruch später gab ich das Rennen frustriert und verkatert auf. Heute war ich nüchtern, ausgeschlafen und äusserst motiviert.  Um 15:00 Uhr startete das Rennen der Elite, nur 25 Fahrer waren vor Ort, aber 10 davon auf Spitzenniveau. Ich kam am Start gut weg und konnte mich bei den Rangeleien raushalten, hatte die gesamte erste Runde nie das Gefühl gleich zu explodieren, wie dies bisher sonst der Fall war. Ich hängte mich an ehe Gruppe um Rang 15, dann fiel mir in der 3. Runde die Kette raus, das Loch war da und im Gegenwind konnte ich dieses nicht mehr schliessen. Naja, bei meinem Gewicht blies es mich fast davon. Ich konnte zu einem Fahrer das Loch wieder schliessen, aber er war stärker und so liess ich reissen. Die letzten 6 von 12 Runden drehte ich alleine, der Rückstand nach vorne konstant, aber das Duo hinter mir kam immer näher. Aus 45 sek. Rückstand wurden 30, 25, 20 sek…… In der letzten Runde war ich mehr als nur über dem Limit, aber ich konnte einen 18. Rang ins Ziel retten. Super, ich habe also doch nicht verlernt, das Radfahren! Erleichtert, dass der Knoten doch noch geplatzt ist, schaue ich nun vorwärts auf das erste Rennen in Belgien in 2 Wochen

 

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5.10.2015, EKZ Crosstour Dielsdorf

 

Der zweite Lauf der EKZ Crosstour fand auf der Pferderennbahn in Dielsdorf statt auf einem schnellen Parcours, gespickt mit vielen Kurven und einer Sandpassage. Mit 45 startenden war das Elite Feld eher gross, schon fast zu gross für diese schmale Strecke. In den ersten Kurven staute es dauernd, so war meine erste Runde auch 15 Sekunden langsamer als die zweite. Naja, die zweite blieb dann auch meine schnellste, ich fühlte mich zwar gut, die Beine waren gut, im Kopf stimmte es und das Gefühl auf dem Bike passte auch, nur war ich schlicht und einfach langsam. Der Sieger brauchte knapp 5:30min pro Runde, also ziemlich wenig, und so wurde ich dann bald mal überrundet. Der UCI Kommissär fuchtelte irgendwas mit seinem Notizblock von wegen aus dem Renne gehen,da aber weder Speaker noch Swiss Cycling Kommissäre irgendwas andeuteten fuhr ich weiter meine Runden. In der nächsten Zielpassage dasselbe, nun verliess ich das Rennen, die Fahrer hinter mir fuhren aber weiter. Nach dem Rennen ging ich zu besagtem Kommissär um zu fragen was los ist, dieser ignorierte mich und schickte mich weg, was für ein Ar***.

Platz 41 am Ende.

 

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20.09.2015, Crossquer Illnau


Das Rennen ist schnell erzählt, 2 mal Collée runtergerissen, dann war ich auch schon unter der Dusche. Next stop Dielsdorf.


13.09.2015, EKZ Crosstour Baden

 

Fast einen Monat nach meinem letzten Rennen hiess es heute wieder einmal: Raceday! Die Badner Baldig lud zum ersten Lauf der EKZ Crosstour, die wichtigste Schweizer Rennserie und dem entsprechend hoch das Niveau. Über 60 Fahrer fanden sich um 15:00 Uhr zum Elite-Vorstart ein, eine Viertelstunde später fiel der Startschuss. Die Strecke wurde etwas überarbeitet, hatte aber viele Schlaglöcher drin. Die Trockenheit machte die Kurven etwas rutschig, den Parcours sonst sehr schnell, 10 Runden to go. Ich startete zuhinterst, kam aber ordentlich weg.Allgemein waren meine ersten 2 Runden ganz in Ordnung, stets in Schlagdistanz zu deutlich besseren Athleten. In der dritten musste ich dann mein Velo wechseln weil der Sattel zu rutschen begann, da verlor ich einige Ränge. Die Trockene Strecke staubte wahnsinnig, bereits nach 15min. hatte ich gewaltig Durst obwohl ich vor dem Rennen über 3Liter Wasser getrunken hatte. Das Reglement hat die Verpflegung geändert weshalb ich mich dazu entschied ohne Flasche zu fahren. Eine Scheiss Idee um ehrlich zu sein, mich überkam ein Schwindelgefühl und so dehydrierte ich von Runde zu Runde vor mich hin. Technisch kam ich immer besser mit meinem neuen Velo zu recht, auch die Beine drehten ganz gut, nur der restliche Körper ist noch nicht in Race-Stimmung. Schmerzende Lungen, Seitenstechen, Rückenschmerzen, verspannte Arme, das ganze Programm. Schlussendlich erreichte ich das Ziel, über den Rang möchte ich nicht sprechen, aber zumindest nicht letzter….

Da werde ich wohl oder übel wieder mit Intervalltraining beginnen müssen….:-(

 

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16.08.2015, BMC Racing Cup Muttenz

 

Eine ganze Weile ist vergangen seit meinem letzten Rennen auf der Lenzerheide. Ich habe pausiert, ging viel biken und downhillen, war alles andere als seriös. Heute stand ich am Start des letzten Laufs des BMC Cups in Muttenz, als Standortbestimmung für die kommende Queraison. Das es noch viel zu tun gibt ist mir bewusst, wie viel, das wurde mir heute aufgezeigt. Das Wetter war scheisse, Regen den ganzen Tag, aus schmierigem Dreck wurde eine klebrige Masse. Um 14:00 Uhr war der Start angesagt, da die Damen aber aufgrund des Wetters über eine halbe Stunde länger als geplabt unterwegs waren verschob sich unser Start immer weiter zurück. Ich kam gut weg, hatte die ersten 2 Runden auch recht Energie, platzierte mich an etwa 30. Stelle von ca. 45 startenden. Dann, in der Abfahrt, hatte ich ein Fahrer vor mir der oft auch an Endurorennen teilnimmt, ich hängte mich an sein Hinterrad, überflog alle Sprünge welche ich bei der Streckenbesichtigung gekonnt umfuhr. Naja, nach den Sprüngen überflog ich umso eleganter auch die Kurve und landete im Dorngebüsch, ein paar Kurven später gleich nochmals. Gruppe weg, Cockpit über den ganzen Lenker verschoben. Von da an drehte ich meine Runden, verlor in den Laufpassagen etwas Zeit, kam aber ohne defekt durch, was am heutigen Tage alles andere als selbstverständlich war. Gebrochene Schaltwerke, Ketten, Platten, alles gab es zu sehen, sogar Sättel lagen in der Abfahrt. Am Ende reichte es für mich für einen 33. Rang, ganz okay für eine lange Rennpause.

Jetzt beginnen die seriösen (oder so) Vorbereitungen auf die Wintersaison. Cross is coming.

 

Bilder (Copyright by Dominik Bosshard)


05.07.2015, Elite Men World Cup Lenzerheide

Rest of the best

 

Einmal an einem Weltcup starten, dies war schon seit langer Zeit ein Ziel von mir, gerade diese Saison mit einem Schweizer Rennen.  Während der laufenden Saison wurde das Ziel immer mehr zum Traum, meine Form stimmte nicht, das Training kam zu kurz und die Motivation sank. Um bei einem Weltcup am Start zu stehen brauchst du entweder ein UCI-Team, genügend Weltranglisten Punkte oder, so wie ich der weder noch hat, einen der freien Plätze über die Nationalmannschaft, in der Schweiz deren 12 statt wie normal 6.  Nach dem BMC Cup in Gränichen, mit welchem ich zwar sehr zufrieden war, hatte ich die Sache abgehakt und war gerade genüsslich ein Eis am löffeln als ich das E-Mail mit dem Aufgebot bekam. Es war bis dato mein letztes Eis, 3 Wochen seriöses Training mit guter Ernährung.Gestern morgen zeigte meine Wage 67.7kg, fast 1.5kg Fett verbrannt, die Form stimmte und die Motivation erst recht. Letztes Jahr wurde auf der Lenz ein BMC Cup ausgetragen, bei welchem ich mit meinem 4. Amateur Rang mein bestes Saisonergebnis erzielte. Die Streckenbesichtigung vom Freitag gab mir auch ein sehr gutes Gefühl, auch wenn ich mir ein Vollgefedertes Bike gewünscht hätte.

Gestern um 14:15 war es dann so weit; mit der Startnummer 108 von 110 Startenden ging ich auf die 8 Runden. 8 Runden sind sehr viele da eine einzelne nur etwas mehr als 4km misst. Mit der 80% Regel stimmte ich mich auf 3-4 Runden Renndauer ein. Die Steigung am Start war Chaos, alleine auf den 400m bis zur ersten Abfahrt  musste ich 5mal bremsen und wieder antreten, im Trail sah man erstens nichts wegen dem Staub und der Rückstau kostete bereits in der ersten Runde über eine Minute auf die Spitze. Ich hatte mich sehr gut eingefahren, ging auf Rang 86 in die zweite Runde musste von da an aber rausnehmen sonst wäre ich explodiert. ich verlor ein paar Plätze, da auch einige Spitzenfahrer im Startgerangel hinter mich zurückfielen und nun volle Kanne das Feld von hinten aufrollten. Kurz Zeit um den Puls nach unten zu schrauben gab es nur auf der flachen Zielgeraden, die restlichen 3,8km waren ein einziger Kraftakt. Technisch war die Strecke super zu fahren, viele Sprünge und Absätze, sehr flüssig zu fahren, durch die Hitze und den Staub aber sehr rutschig. 

Ich schaffte 55min Rennzeit, das heisst für mich 4 Runden, dann musste ich raus. Das hatte ich so eingeteilt und ich hätte keine halbe Runde mehr absolvieren können sonst wäre ich gekippt. Mein GARMIN nannte mir ein max.Puls von 189, der Durchschnittspuls lag bei 183!!! Das war alles was ging und ich bin mehr als zufrieden mit meinem Rennen, der 92. Platz war es am Schluss für mich. Geiles Erlebnis!


Replay Rennen             GARMIN-Daten           FOTOS


Jetzt erst mal Rennpause, dann beginnen die Vorbereitungen auf die Quersaison.


28.06.2015, BMC Cup Vaumarcus, Yverdon


Solides Rennen, das erste im BMC Cup ohne Rundenrückstand, die Beine sind gut, der Kopf auch, Lenzerheide kann kommen!


21.06.2015 EKZ Cup Hittnau


War absolut nicht mein Tag, aufgegeben nach 2 Stürzen…..


12.Juni 2015


Habe soeben Bescheid gekriegt, dass ich am Weltcup auf der Lenzerheide am 5.Juli starten darf!!!!!!

Freude herrscht


08.06.2015 BMC Cup Gränichen, Hors Classe

 

Das Rennen in Gränichen stand dick in meinem Rennkalender. Sehr dick, wenn nicht das dickste der ganzen Sommersaison. Als ein Rennen der HC-Kategorie ausgetragen war das gestrige Rennen das wichtigste der Schweiz, dem entsprechend hochkarätig war auch da Starterfeld. 81 Elitefahrer gingen an den Start, die ersten 7 befanden sich in den ersten 10 der Weltrangliste, also schon fast Weltcup Niveau. Die Strecke ist eine der geilsten die es überhaupt gibt, seht technische Downhills, steile Anstiege und Rhythmusbrecher wo es nur geht. Letztes Jahr konnte ich bei den Amateuren einen 7. Platz herausfahren, dieses Jahr fühlte ich mich ebenfalls wieder sehr gut vor dem Rennen und machte mich motiviert ans warmfahren. Wobei man bei über 30 Grad auch ohne fahren warm war. Etwas später als geplant starteten wir um 15:05 auf die 7 Runden, das Tempo war gewaltig und ich wusste, dass ich einfach mein Rhythmus suchen musste und ja nicht überdrehen sollte auf dieser Strecke. In der ersten langen Steigung hielt ich im hinteren Teil des Feldes mit, konnte oben heraus überholen und im Gerangel in der Abfahrt stieg ich teils vom Bike ab und überholte rennend viele Gegner. Die Strecke war sehr defektanfällig, bei den vorhergehenden Kategorien kamen die Leute reihenweise gelaufen mit Plattfüssen und geschändeten Felgen. Ich musste mir auf der Streckenbesichtigung einen Schleicher eingefangen haben, ich verlor am Hinterrad allmählich Luft und somit Grip. Bereits anfangs zweite Runde legte ich einen Boxenstopp ein, verlor etwa eine halbe Minute und gegen 20 Ränge. Ich brauchte eine ganze Runde um den Tritt wieder zu finden, ab dann fuhr ich gefühlsmässig ein sehr starkes Rennen. Mein Puls konnte ich jede Runde hochtreiben, die Abfahrten fuhr ich sauber und Sturzfrei, die Verpflegung klappte super und so verging die erste Stunde des Rennens wie im Flug. Da Rennen auf sehr hohem Niveau mit der 80% Regel ausgetragen werden stellte ich mich auf 5-6 Runden ein, Ende meiner Uten Runde hörte ich bereits das Moorrad anbrausen und 2km vor dem Ziel überrundete mich dann die Spitze des Rennens. Im Ziel war ich dann fertig, mit 2 Runden Rückstand an 61. Stelle.

Die Beine waren super, der Durchschnittspuls lag bei 175 Schlägen (!) und ich hätte gut noch 1-2 Runden anhängen können.

Die Form stimmt endlich und die nächsten Rennen sind bei weitem nicht mehr so gut besetzt wie dieses :-P

 

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01.06.2015, Argovia Cup Seon

 

Eher kurzfristig entschied ich mich zm Start im Aargauischen Sein anstelle des EKZ Cups in Wetzikon, da die Strecke eher derjenigen von Gränichen nächste Woche ähnelt. Da das Rennen als aargauische Meisterschaft ausgetragen wurde starteten die Elite/Amateure/Masters zusammen, 30sek später machten die Junioren Jagd auf uns ,,alten,,.  Ich konnte die Woche hindurch nicht wie gewünscht trainieren und ging ohne Erwartungen ins Rennen. Ich kam super weg am Start und pushte die ersten Paar Runden vorne mit. Etwa in der 4. von 7 Runden wurde mir schlecht, ich nahm Tempo raus und verlor viel Zeit. In der 5. Runde musste ich mich 2 Mal kurz am Streckenrand hinsetzen und hatte den Puls-Tempomat irgendwo bei 150 eingestellt. Zu wenig für ein Wettkampf. Das Cola aus der Wechselzone half mir aus meiner Krise, die beine gingen wieder auf und der Tempomat hoch auf 185, einige Plätze konnte ich wieder gutmachen, aber nur wenige. 8. Rang am Ende von 9 Elite Fahrern. Mässig, aber was solls, nächste Woche in Gränichen gilts ernst.

 

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25.05.2015 Kriterium Meilen


Zwar waren es diesmal ,,nur,, 80 Runden à 750meter, diese hatten es aber umso mehr in sich; In jeder Kurve wartete ein Randstein, ein Wasserlauf oder gleich beides auf die sündhaft teuren Carbonfelgen. Der Härtetest für meinen frisch gekitteten Collée. Wir fuhren bereits mit dem Velo nach Meilen, über den Pfannenstiel fühlte ich mich nicht schlecht und ich war motiviert. Um 16:00 Uhr startete das überschaubare Feld von 23 Fahrer. Von Beginn weg konnte sich eine 7-köpfige Gruppe leicht absetzen, ich ging hinterher und konnte nach 2 Runden das Loch schliessen. Zu acht fuhren wir einen Rundengewinn, somit war mir der 8. Rang so gut wie sicher. Weitere Rundengewinne in verschiedenen Gruppen kamen hinzu, ehe ich 25 Runden vor Schluss mit Krämpfen Probleme bekam. Ich nahm Tempo raus und büsste 2 Runden ein. Schade, denn die Beine waren gut heute. 

Ich werde mehr auf die Ernährung achten, dann lassen sich die Krämpfe hoffentlich vermeiden.

11. Rang am Schluss, höchste Woche Argovia Cup als Training und dann gilt es ernst beim BMC Cup Gränichen.


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14.05.2014 Auffahrtskriterium Diessenhofen

 

70 Runden, das war die Zahl, welche ich vor dem Rennen im Kopf hatte. Am Start um 16:00 Uhr sah ich dann aber eine 90 auf de Rundentafel. Ganz schön viel für 2 halb gefüllte Bidons. 40 Fahrer machten sich auf die Runde, welche ca. 1km misst ,3 Kurven mit Zebrastreifen und alle 9 Runden Punktewertung. Ich wollte Imme möglichst weit vorne fahren um den zahlreichen Stürzen auszuweichen. Die Strecke erinnert mich etwas an ,,Isle of Man,, das krankhafte Motorradrennen, nur halt mit Velos, eine Softievariante quasi. Zäune, Mauern, Randsteine, die Auslaufzone besteht aus Strassenpfeiler und Laternen. Es war recht warm und bereits nach 25 Runden war meine erste Flasche leer. Schon aufs Cola wechseln konnte ich noch nicht also fuhr ich einige Runden auf dem trockenen. 40 Runden vor Schluss dann das Cola und dazu einen Gel, er rettete mich aus der Krise!!!! Im Sprint um die Punkte oder um die Prämien hatte ich keine Chance, da fehlt mir einfach die Kraft, aber ich konnte das ganze Rennen hindurch in der Verfolgergruppe fahren und ging mit dieser nach einer gefühlten Ewigkeit auf die letzten 2 Runden. Das Zucken und Zwicken der letzten halben Stunde wandelte sich nun in grosse Krämpfe an beiden Beinen, ich konnte kaum treten. In der zweitletzten Kurve lag ich super platziert an 4. Stelle, die 3 Jungs vor mir schossen sich aber gegenseitig ab, so dass ich erst Bremsen und dann umso mehr beschleunigen musste, Vor lauter Krämpfe bewegte ich irgendwie die Kurbel weiter und schaffte es ins Ziel. 26 Fahrer erreichten das Ziel, ich an 19. Stelle. Nächsten Sonntag dann das Kriterium in Meilen, danach sollte die Form stimmen für die folgenden Bikerennen.

 

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10.05.2015, BMC Racing Cup Solothurn

 

Das Bikefestival Solothurn lud erneut zu einem grossen Spektakel in den Schützengraben. Ein Grossteil der Weltranglistenspitze war gestern am Start vertreten, um 14:00 Uhr schickte uns Tom Lüthi mit einem Schuss auf die 7 Runden. Ich stand den ganzen Morgen am Veloplus-Stand am arbeiten, hatte am Nachmittag mein 2,5h Zeitfenster Frei gekriegt für das Rennen. 1h15 vor dem Start ging ich mich aufwärmen und die Strecke anschauen. Wer den Start verschlief konnte gleich einpacken, da ich aus der hintersten Reihe starten musste hatte ich quasi bereits vor dem Start verloren. Nicht dass ich grosse Ambitionen hätte aber trotzdem. Nach der ersten Kurve und somit dem ersten Gerangel zog sich das Feld in die Länge, vor jeder Kurve standen wir still, ehe wir wieder auf fast 45km/h beschleunigen mussten. Auf dem Teer merkte ich, wie mir noch die Kraft fehlt, am Berg war ich dann aber ganz gut mit dabei und in der Laufpassage konnte ich immer Zeit gewinnen. Technisch fuhr ich etwas zurückhaltend, ich hatte letztes Jahr einen Platten und eierte heute mit fast 2,5 Bar über die Piste. Hauptsache ohne Defekt und schwierig war die Strecke sowieso nicht.. Nach einer Stunde Renndauer fühlte ich mich schon recht am Ende meiner Kräfte, hatte aber noch 3 Runden zu fahren. In meiner 2.letzten Runde hörte ich das Motorrad von hinten anbrausen, kurze Zeit später überholte mich der Führende mit fast 45km/h auf der Geraden. Nicht ganz meine Liga. Am Ende reichte es für einen 42. Rang, die Leistung war in Ordnung, die Form wird immer besser. 

 

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1. Mai 2015, Int. Kriterium Mauren, FL

 

Gestern Abend um 21:00 lag ich im Bett, Beine leer, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, kalt und überhaupt keine Motivation auf ein Radrennen. Schon gar nicht auf ein Kriterium bei britischem Wetter. Heute Morgen stand, frühstückte, setzte mich ins Auto und machte mich auf den Weg ans Rennen. Eigentlich mag ich das Wetter und ich mag Kriterien, aber wenn die Form nicht stimmt und das Velo vom Handling her eher neu ist, dann drückt das etwas aufs Selbstvertrauen. Um 14:30 war der Start angesagt, Elite und Amateure gemischt, alle 4 Runden eine Punktwertung auf total 55 Runden à 900m. 2 deutsche Sprinterteams waren am Start und bildeten das halbe Feld, somit war für hohes Tempo gesorgt. Und wie, kurz nach dem Start zeigte der Tacho eine 5 an vorderer Stelle an. Bereits nach einer halben Runde fühlten wir uns wie frisch aus der Badewanne, aber mit kaltem Wasser und ohne Badeschaum. Die Kurven waren gut zu fahren, einzig die letzte kurz vor dem Ziel hatte einen Zebrastreifen und 2 Gullideckel auf der Ideallinie, weshalb es genau nicht mehr die ideallinke war. Ich hielt mich wenn immer möglich vorne im Feld auf, Stürze gab es gelegentlich, aber meistens hinter mir. Ich versuchte es nicht einmal auf die Punkte zu sprinten, ich war am Limit das ganze Rennen durch. Der Rest ist kurz erzählt, ich hielt gut mit, stürzte nicht und hatte auch keinen Defekt, darum schon mal ein grosser Fortschritt. 21. Rang am Ende.

 

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26.04.2015 BMC Cup Tesserette

 

Die Sonnenstube der Schweiz war überall, nur nicht da, wo sie sein sollte, nämlich im Tessin. Kaum aus der Gotthardröhre raus begrüsste uns der warme Kanton mit Nebel, Dauerregen und Kälte. Genau meine Verhältnisse, ich war sehr motiviert und freute mich auf eine Schlammpackung.  Raceday: Nach dem Frühstück stellte ich mich erstmals in die Wechselzone als Betreuer, was für ein Scheissjob! 2h im Regen stehen und alle 20min eine Trinkflasche reichen. Durchnässt ging ich zum Auto, zog mich um und machte mich auf zur Streckenbesichtigung. Mit meinen Trockenreifen  eierte ich über die Strecke, der Boden saugte jegliche Kraft aus den Beinen. Der Sagenumwobene Rock-Garden überrollte ich spielend, die darauf folgende Kurve überflog ich souverän und landete im Gebüsch. Aufstehen, nichts anmerken lassen. Bike waschen, umziehen, andere Räder montieren (Danke an Römer für die Carbonräder mit Schlammreifen drauf). Der Start war auf 14:00 Uhr angesagt, der Vorstart 15min zuvor. Um viertel vor 2 trafen sich alle Fahrer vor dem Start ein, wie das aber so ist mit der Italienischen Pünktlichkeit warteten wir eine ganze Weile im Regen. Dann endlich gings los, Startschuss! Ellbogen raus, Sozialgehabe offline, weg da, zur Seite, aus dem Weg. Kein platz für Geschenke und Nettigkeiten, jeder Rang zählt. Nach der Startschlaufe konnte ich mich schon einige Plätze vorarbeiten als mir in einer Kurve ein Mitstreiter in die Schaltung kachelte. Selber Schuld, ich habe ihn ja auch geschnitten, das verbogene Schaltwerk störte mich kaum, eher dann die feine kleine Dreckswurzel, welche sich im Kettenblatt verfing und die Kette immer wieder zum verklemmen brachte. Mein Getränk floss mehrheitlich auf die Kette statt in den Blutkreislauf, ein kurzer Stopp mit lautem Gefluche und reissen an der Wurzel half etwas weiter. Ich liess mich nicht aus der Ruhe bringen, nicht wegen einer Wurzel, wenn dann schon eher wegen einem ganzen Baum, in welchen ich gegen Ende der ersten Runde krachte. Lenker schief und etwas Ohrensausen, die Mitstreiter waren so schnell weg wie meine Motivation. Ein kurzer Pitstopp in der Wechselzone und der Lenker hielt wieder. Auf meine Frage oben ich letzter sei hiess es nur ,,nein nein, der Olympiasieger ist noch hinter dir,, Dass er mit gerissener Kette das Rennen aufgab wurde mir verschwiegen, wahrscheinlich aus motivationstechnischen Gründen. Ich drehte alleine meine 2-3 Runden, da hörte ich das Führungsmotorrad kommen. Kurz vor dem Ziel wich ich zur Seite aus, liess den späteren Sieger passieren und konnte mit Zwei Runden Rückstand das Rennen verlassen. Erster unter der Dusche ist ja schliesslich auch erster. Irgendwie…..

 

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19.04.2015 EKZ Cup Schwändi

 

Alles wird besser oder es bleibt wie`s ist. Nach dem Rennen von letzter Woche konnte es ja eigentlich nur besser kommen, im Training fühlte ich mich schon einigermassen besser, die Motivation kommt langsam auch zurück, wenn auch nur des Wetters wegen. Im Glarnischen Schwändi fand heute der erste Lauf der EKZ Tour statt. Sonne pur und eine trockene Strecke. Seit Mittwoch bin ich auf meinem neuen Bike unterwegs, wenn bisher auch nur Onroad. Die ersten paar Meter Offroad sagten mir klar, dieses Bike will vorwärts, dieses Bike ist nur mit einer Nummer am Lenker richtig fahrbar. 13:30 Start der Junioren, mit 2min Handicap Rückstand starteten die Elite/Amateure. Mit dem Startschuss verabschiedete sich die Wohlfühlzone, der innere Schweinehund war nun gefragt und der zeigte sich verdammt früh. Die Startrunde schickte uns als erstes auf das steilste Stück der Runde, nun wusste jeder wo sein Maximalpuls liegt, die ersten Fahrer platzten hinten weg, die ersten Zungen hingen tief über dem Lenker. Seit einer knappen Minuten sind wir nun unterwegs und die Rollen sind bereits verteilt, 2 Profis stampften vorne ordentlich Watt auf ihre Pedalen, dahinter eine grössere Gruppe mit mir als letzter der ersten Gruppe. Ich versuchte nicht zu überdrehen, war aber mehr als im roten Bereich als wir in die erste Grosse Runde gingen, welche gleich wieder mit dem steilen Anstieg eingeläutet wurde. Ich suchte meinen Rhythmus und war selbst etwas überrascht, als ich andere Fahrer überholte. Ich fühlte mich gut und konnte auch in der darauffolgenden Runde einige Plätze gewinnen. Nun etwa an 15. Stelle liegend unterlief mir in der Abfahrt ein kleiner Fehler. Um die Kurve noch zu kriegen musste ich das Bike in die Kurve schreddern, also das Hinterrad entlasten, Gewicht nach vorne und das Heck ohne die Bremse zu ziehen in die Kurve driften. Genau das hatte ich am Dienstag im Wallis oft geübt, da hatte ich aber mein Downhillbike dabei, welches exakt 200mm mehr Federweg hat als mein Hardtail und so kam was kommen musste, der Superlight-Reifen schlug durch, dem Schlauch ging die Luft aus…. 2. Rennen, 2. Platten. ABER: Die Beine waren sehr gut für meinen aktuellen Trainingsstand und das stimmt mich positiv für das kommende Wochenende im Tessin.

 

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12.04.2015 BMC Cup Schaan, LI

 

Im liechtensteinischen Schaan wurde heute die BMC Cup Saison eröffnet, für mich das erste Rennen und dem entsprechend war ich auch noch nicht fit. Das Wetter präsentierte sich von seiner schönsten Seite, die Strecke trocken und griffig. 59 Elitefahrer fanden sich zum Start ein, angeführt von Olympiasieger Julien Absalon. Um 14:00 knallte der Startschuss und das Feld donnerte los. Ich war am Limit ab der ersten Sekunde, vom Training her noch nicht auf solche Belastungen eingestellt. Die erste Runde überstand ich irgendwie, in der zweiten wollte ich nur überleben und dann, ab der 3. fand ich langsam meinen Tritt. Diesen Rhythmus trat ich auch in der 4. Runde den Berg hoch und konnte 2 Begleiter abhängen, bemerkte aber in der Abfahrt ein schwammiges Fahrgefühl. Mein Vorderreifen verlor langsam Luft, ich musste deutlich langsamer in die Kurven. Die Pannenmilch konnte das Leck nicht dichten und so musste ich dann in der 5. von 9 Runden mit Defekt das Rennen aufgeben. 

Fazit: Es hätte schlimmer kommen können, die Beine sind für den Anfang nicht schlecht.

 

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10.04.2015

Rennkalender 2015 online; HIER


16.02.2015, Testbericht Ergon CF3 Sattelstütze

 

Roadbikes Only, warnt die mehrseitige Gebrauchanweisung vor falschem Einsatzzweck.  Da ich aber auf dem Rennrad Komfort noch nie vermisste und damit auch nie durchs Gehölz heizen werde, montierte ich die neue Sattelstütze von Ergon kurzerhand am Quervelo. Auf eigene Gefahr und natürlich mit garantiertem Garantieverlust, was mir so was von Egal ist. Bei der ersten Ausfahrt hatte ich meine Strassenräder montiert, Carbonfelgen mit 8 Bar Druck in den Reifen. Nach ein paar Meter schaute ich erschrocken nach unten um sicherzustellen, dass ich mir hinten keinen Plattfuss eingefangen habe, so feinfühlig bügelte die Stütze sämtliche kleine Schläge weg. Ein Paar Tage später ging ich damit an ein Crossrennen, der Komfortgewinn war beeindruckend, selbst auf den löchrigsten Wiesen konnte ich sitzen bleiben. Ein Paar Wochen später, Crossrennen in Belgien, nach einer Treppe wollte ich mich elegant zurück aufs Rad schwingen, rutschte beim Absprung auf der Wiese aus und landete mit voller Wucht auf der hinteren Sattelkante. Die Stütze federte so weit nach hinten, dass ich fast das Gefühl hatte hinten runter zu rutschen, jede andere normale Stütze aus Carbon wäre jetzt zweiteilig. Wäre ja nicht das erste Mal diese Saison.....

Auf jeden Fall ein Kauftipp für alle, welche sich nach etwas mehr Komfort sehnen und die dafür nötigen 349.-Franken aufbringen können.

 

Ergon CF3 Federsattelstütze


10.02.2015, Eschenberg


Nach der Saison ist vor der Saison, das Alternativtraining ist in vollem Gange....


11.01.2015 Elite Schweizer Meisterschaft Aigle

 

Vor der Kulisse des Gebäudes des Weltradsportverbandes fanden heute die Radquer Schweizermeisterschaften statt. Der Regen der vergangenen Tage setzte der Strecke extrem zu, stellenweise war man mit laufen besser bedient als mit fahren - auf der Geraden!. Sonst bot die Strecke sehr viel Abwechslung, Pumptrack, Treppe,  Schräghang, das volle Programm. Der Start war um 14:45, lediglich etwa 20 Fahrer standen an der weissen Linie, etwa die Hälfte davon mit Profilizenz. Der angekündigte Regen blieb aus, der Wind wehte aber hartnäckig. Ich kam gut weg am Start und lag in der ersten Kurve in den ersten 10, wusste aber dass ich diesen Rhythmus nicht lange halten kann und nahm etwas Tempo raus. Kurz nach der Wechselzone in der ersten Runde fiel mir die Kette vom Blatt und verhedderte sich. Ich brauchte eine gefühlte halbe Stunde ehe ich mich wieder aufs Rad setzen konnte. Mittlerweile lag ich an 2. Letzter Position... Auf einer Strecke wie dieser kostet dich jeder Fehler viel Kraft und Zeit, ich hatte weder noch und so war es auch sehr schwer wieder nach vorne zu kommen. Ich drehte einsam meine Runden und wurde immer langsamer, es war schlicht nicht mein Tag. In der letzten Runde stürzte ich noch weil ich mit dem Vorderrad an einem Pfosten hängen blieb, jede verdammte Runde kam mir das Teil in die Quere und nun legte ich mich in den Dreck wegen einem Stück Holz. ich stand auf, knickte ihn um, warf ihn 5 Meter weg, stieg auf mein Rad und fuhr als 15. ins Ziel. 

 

Meine Beine sind platt, ich bin froh ist die Wintersaison nun zu Ende und ich freue mich auf einige Wochenenden ohne Velo. Rennkalender wird online geschaltet, sobald alle Termine bekannt sind.

 

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02.01.2015 Radquer Bussnang

 

Etwas nach Mitternacht erreichten wir Winterthur, die Velos blieben gleich im Auto, einzig die dreckigsten Kleider wurden kurz abgespült. Im Thurgauischen Bussnang fand heute das nationale Radquer statt, ohne betrunkene Belgier, ohne Live Übertragung dafür mit viel Schnee, Regen und Wind. Meine Motivation war nicht sonderlich gross als heute Morgen der Wecker mich aufdringlich aus den Federn    drängte. Arschkalt war es draussen, als ich vor der geschlossenen Bäckerei stand. Die Bussnanger Strecke ist die langweiligste, welche ich kenne, lediglich Bahnfahren ist monotoner. 2 technische Passagen weist die Strecke auf, für den Rest braucht es Kraft Kraft und Kraft. Über Nacht geschah auch kein Wunder, so fühlten sich meine Beine heute noch müder an als am Tag zuvor. Auf eine Streckenbesichtigung verzichtete ich und blieb lieber an der Wärme. Während dem Amateurrennen öffnete der Himmel seine Pforten und liess raus was er seit Tagen wohl nicht los brachte. Die After-Christmas-Verstopfung macht auch vor Petrus keinen Halt. Der Start ging in Ordnung, aber ich fühlte mich nicht gut, hatte dann auch gleich einige Fehler im Dreck begannen und schwupps, da war ich schon fast letzter. Nach einer Runde fand ich meinen Tritt und vor allem auch meine Konzentration. Ich konnte ordentlich aufdrehen und alleine im Wind viele Plätze gewinnen. Ich konnte zum deutschen Michael Schweizer aufschliessen und fuhr mit ihm eine halbe Runde. So zur Info: Er hat Weltcup Niveau. Naja, nach genannter halben Runde war ich platt, aus die Maus, Feierabend, Ende Gelände, meine Beine machten dicht, verweigerten ihren Dienst und liessen mich im Stich. Ich kämpfte mich über eine weitere Runde, ehe ich 2 Runden vor Schluss das Rennen aufgab. Tank leer, jetzt ist Erholung angesagt.

 

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01.01.2015, Alles neu macht der Januar

 

Mehr als 6 Jahre war Stevens mein steter Begleiter, nun ist es an der Zeit für einen Tapetenwechsel.

An dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön an die Firma Tour De Suisse AG für die Unterstützung!!!!

 

VeloPlus tritt neu als Hauptsponsor auf, die Velos kommen künftig von TREK und Helm und Schuhe                weiterhin von Specialized.

 

Ich bin sehr glücklich dass diese Zusammenarbeit zu Stande gekommen ist und freue mich wie bekloppt auf die bevorstehenden Rennen und Anlässe.

 

                                                                                                                                                                 VeloPlus                 TREK                   Specialized

 

 

 


01.01.2015, GP Sven Nys Baal Belgien

 

Die Belgier sind verrückt, effektiv, anders kann ich es mir nicht erklären, dass das Festzelt am 1. Januar zur Mittagszeit prall gefüllt ist nachdem sie bereits am Abend zuvor ordentlich gekäppelt haben. Dauerzustand von Weihnachten bis Neujahr! Die Strecke gefiel mir allerdings nicht besonders, viel sumpfige Wiese, eine giftige Steigung gefolgt von einer schweren Abfahrt, irgendwie etwas lasch im Vergleich zu den letzten zwei Rennen. Etwas weniger Fahrer fanden sich heute zum Start ein, vermutlich hatten ein paar etwas Kopfschmerzen.... 

Am Start war ich eingeklemmt, die Startgerade war recht schmal gehalten, ich konnte mich aber von Runde zu Runde nach vorne arbeiten. Ich spürte die Belastung der vergangenen Tage, die Kraft fehlte bereits etwas und genau diese Kraft braucht es um auf der dreckigen Wiese effektiv vorwärts zu kommen. Das Wetter war angenehm mild bei etwa 6 Grad und ohne Schnee.Nicht nur die Strecke, auch mein Rennen war eher langweilig, ich drehte einsam meine Runden, nach vorne niemandem zum einholen und hinten raus genügend Vorsprung. Wieder wurde ich frühzeitig aus dem Rennen genommen, heute aber auf einem starken 25. Schlussrang. Echt stark und ich frage mich wieso ich so weit nach vorne kam, die Beine fühlten sich müde an und die Strecke mochte ich auch nicht besonders. Aber egal, ein 25. Rang an einem Internationalen Rennen auf belgischem Grund sieht in jedem Palmares sexy aus.

 

Nach dem Renne hiess es putzen, packen und ab nach Hause, das nächste Rennen steht an.

 

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30.12.2014, Loenhout Belgien

 

Nach ewiger Renngeländesuche und einigen Wegen durch Wald und Wiese fanden wir tatsächlich den Austragungsort der heutigen Schlammschlacht. Leonhout nennt sich das kleine Dorf, idyllisch und schön und einmal im Jahr steigt die grosse Fete, nämlich genau heute, genau jetzt. Aus dem Partyzelt hämmerten schon wieder die Bässe entgegen, es war etwa 12:00 Uhr Mittags... Die Strecke war flächer, brauchte aber definitiv mehr Kraft. Der Boden war unten durchgefroren, öberflächlich lag eine etwa 20cm dicke Dreckschicht. Grosse Brücken, so genannte ,,flyover,, sorgten für Höhenmeter, ein Pumptrack inkl. Tribüne sorgte für Spektakel, der Dreck sorgte für kalte Füsse und das Bier für gute Stimmung. Diesmal Start bei Tageslicht, erneut zahlreiche Athleten am Start, dieses Mal kam ich super weg und fand mich zu weit vorne wieder. Das Tempo etwas weiter vorne war mir viel zu schnell, ich explodierte schier und nahm etwas zurück. Jede Runde wechselte ich das Velo, im Nu bockte die Schaltung weil der Dreck anfror. Ich hatte ein Super Hinterrad gefunden von einem Semi-Profi. Ich hängte mich einfach an, vermochte kein bisschen Tempoarbeit verrichten und probierte schlichtweg zu überleben. Nach einem Sturz ins Eisbad war er weg und ich von nun an alleine unterwegs. Kurz vor der zweitletzten Runde kam wieder die 80% Regel zum Einsatz und so wurde ich aus dem Rennen genommen. Platz 35 dieses Mal. Es fehlte mir etwa eine Minute und dann wäre ich ohne Rundenverlust durchgekommen, aber ich war froh konnte ich an die Wärme, meine Beine waren sowieso am Ende.

 

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28.12.2014, Diegem, Belgien.


Der Bass hämmerte uns einladend entgegen als wir auf dem Parkplatz die Türen unseres Autos öffneten und uns in die 30° kältere Umgebung begaben. Ich zog mich warm an und besichtigte erstmal die Strecke. Glaubt mir, ich bin schnell beim Kleidung wechseln, besonders dann wenn die Umgebungstemperatur um den Gefrierpunkt liegt. Aber während meinem Striptease fuhr der Krankenwagen 2 Mal vor und mit Blaulicht auf und davon in Richtung Spital Brüssel. Ich machte mir bereits etwas Sorgen um mein noch heiles Schlüsselbein, da erblickte ich kurz einen Patienten. Es war kein Profi der da auf der Barre lag, sondern ein Zuschauer, hackedicht und nicht mehr annähernd im Stande selbstständig zu gehen. Nicht Mal mehr fähig irgendwas selbständig  zu tun. So viel zum belgischen Bier... 

Die Strecke führte innerorts durch Kopfsteinpflaster-Gassen, über Brücken, Treppen, Schlammlöcher und Wiesen. Das ganze fand unter Scheinwerferlicht statt und die gesamte Strecke war mit Zuschauer übersaht. Halb 6 Abends dann der Start. Fast 60 Athleten aus diversen Länder standen am Start, ich ging aus der letzten Reihe ins Rennen kam aber sehr gut weg. In den ersten paar Kurven stach ich jeweils auf der Innenseite hinein und konnte dank de Scheibenbremsen erst später verzögern, so also in jeder Kurve 1-3 Plätze gut machen. Das Tempo war horrend und die Stimmung war schlicht unglaublich, das Streckenbegrenzende Flatterband war nicht mehr zu sehen, wir fuhren einfach zwischen den Zuschauermassen unsere Runden. Ich fand mich in einem kleinen Grüppchen wieder, ein Australier, ein Neuseeländer und ein Engländer (Denke ich zumindest). Wir hatten in etwa dasselbe Niveau und wechselten uns in der Führungsarbeit ab. Je länger das Rennen desto eisiger wurde die Strecke. 2 Runden vor Schluss wurden wir aus dem Rennen genommen, Sturzfrei und auf Rang 41. holte ich mir zufrieden ein Bier und Pommes im grossen Partyzelt. 


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