nEWS 2016


08.01.2017 Elite Schweizermeisterschaft Dielsdorf

 

Der Samstagabend war lang, die Nacht umso kürzer und der Wecker am Sonntagmorgen Erbarmungslos. Ich hielt mich zwar zurück, aber eine Geburtstagsparty ist selten die Beste Ausgangslage für ein Rennen. Die vergangene Woche war sehr kalt und erforderte einniges an Disziplin um sich auf das Rad zu schwingen und zu trainieren. Umso mehr freute ich mich auf das Rennen, bei welchem Schnee angesagt wurde. Am Rennplatz angekommen war die Strecke auch dem entsprechend weiss, der Boden gefroren. Höhenmeter suchte man vergebens, dafür einige enge Kurven. Gegen Mittag drückte die Sonne etwas durch, die Temperaturen um den Gefrierpunkt und so tauten die obersten 2-3cm der Strecke auf. Es wurde schmierig, die Kurven wurden schwerer zu fahren und geradeaus brauchte es mehr Kraft. Start um 15:00 Uhr. Da die Fahrer welche jünger sind als 23 eine eigene Kategorie haben, war das Elitefeld mit 24 Fahrern ziemlich überschaubar, aber nicht minder hochkarätig. Zum letzten Mal in diesem Winter musste ich aus der letzten Reihe ins Rennen starten, kam aber gut weg und reihte mich in den Top 15 ein. Ein Fahrfelher meines Vordermannes kostete uns den Anschluss an die grosse Verfolgergruppe. 2 Runden lang blieben wir in Schlagdistanz, dann wurde das Loch zusehends grösser. Ich fand meinen Rhythmus und fuhr von nun an um Rang 16/17. In den letzten beiden Runden sackten die Temperaturen wieder etwas ab, die Strecke wurde schneller, die Beine dicker, der Kopf müder. Ich war schon ziemlich am Ende, als ich einen letzten Angriff versuchte und tatsächlich wegfahren konnte. Mit 4:31min Rückstand auf den Tagessieger erreichte ich das Ziel zufrieden als 16.

Jetzt steht die Saisonpause an, ehe es im Februar mit dem Training für die Sommersaison wieder los geht.


02.01.2017 EKZ Crosstour Meilen

 

Die härteste Strecke des Jahres präsentierte sich dieses Jahr von Ihrer angenehmen Seite. Relativ trocken, angenehme Temperaturen und viele Zuschauer. Das Feld war sehr stark besetzt und das Rennen wurde zwar taktisch, aber sehr hart gefahren. Der Start ging mächtig in die Hose, aber von Runde zu Runde arbeitete ich mich weiter nach vorne. Unspektakulär, ohne Schaden, ohne Sturz, so wie es immer sein sollte. Rang 38 von 47 am Ende.

 

 


26.12.2016 Int. Radquer Dagmersellen

Same shit, different Day

 

Das Rennen ist kurz erklärt, 1 Steigung, 1 Abfahrt und 1 flaches Stück, das ganze trocken und somit sehr schnell. Am Start kam ich gut weg, allerdings fuhr mir in der ersten Kurve jemand in die Schaltung, womit ich nicht mehr alle Gänge zu Verfügung hatte. Velo gewechselt, Anschluss wieder hergestellt, dann fiel die Kette raus. Zurück gekämpft in die Gruppe um dann einen Platten zu haben. Wieder auf das andere Velo gewechselt, mit zurechtgebogenem Schaltwerk, Anschluss wieder geschafft um dann auf die Schaltung zu stürzen.  Wieder den Anschluss geschafft und dann brach das Schaltwerk ab.... Did not finish steht auf der Rangliste, aber die Beine sind gut, Meilen kann kommen.


11.12.2016 EKZ Crosstour Eschenbach

 

Die Eschenbacher Strecke hat es definitv in sich, das waren sich alle Teilnehmenden im Vorherein schon bewusst. Das heutige Rennen war aber nochmals eine Spur anspruchsvoller als sonst. Zu Beginn des Tages knallhart gefroren, dann gegen Nachmittag eine dünne Schicht die auftaute und eine seifige Oberfläche bildete, dazu kam dann der Regen während des Eliterennens. Selektivere Verhältnisse gibt es kaum. Start um 15:00 bei kühlen 3 Grad. Ich war etwas eingeklemmt und kam nicht super weg, bei über 40 Teilnehmer bleibt nicht viel Platz. In der ersten Kurve stach ein Fahrer viel zu schnell in die Innenseite der Kurve, als er selber bemwerkte, dass es keine gute Idee war zog er mal ordentlich an der Vorderbremse und legte sich hin, dummerweise riss er mir das Vorderrad weg und so lag ich noch am Boden während das Feld vorbeizog. Super Start ins Rennen, ich machte mich auf die Verfolgung, schliesslich dauert das Rennen ja eine gute Stunde. In der langen Steigung machte ich um die 10 Rände gut, eine grössere Gruppe in Sichtweite. In der technischen Abfahrt ging ich viel Risiko ein um den Anschluss zu schaffen, zu viel Risiko wie ich dann leider feststellen musste, ich rutschte weg und schlitterte seitlich den Hang hinunter. Das Schaltwerk (beim ersten Sturz verbogen) brach nun komplett ab. Die Abfahrt war noch nicht zu Ende und Bergab bräuchte ich ja nicht zu schalten.... oder auch nicht, bei Topspeed verhackte sich das hängende Schaltwerk im Hinterrad, dieses blockierte und hebelte mich förmlich aus dem Velo. Der Rest erinnerte mich eher an den Silvesterlauf statt an ein Radquer, die Wechselzone war zu weit weg um noch irgend eine Chance auf ein anständiges Resultat zu haben. Die erste Runde wurde von der Spitze in 5min 30 absolviert, ich benötigte mehr als 8:30 min ! 2 weitere Runden suchte ich meinen Tritt und holte noch 2 Fahrer ein, aber die Motivation war weg und so beendete ich meine Rennen frühzeitig.

 

Am 26. Dezember geht es weiter in Dagmersellen.

 

Fotos


04.12.2016 Cyclocross Sion

 

Sion, was soll ich sagen, wie jedes Jahr zu spät im Jahr und auf der falschen Talseite. Während du auf dem Parkplatz die Sonne geniessen kannst, haut es dir auf der Strecke die Plomben aus dem Gebiss, jede Kurve ist wie auf rohen Eier und die Felgen fordern nach diesem Rennen ihre Pensionierung, Nicht ein einziger Sonnenstrahl erreicht die Strecke, durchgefroren bis auf den Grund, dazu gespickt mit einer steilen Abfahrt und einem Schräghang. Jedes Jahr sage ich mir "nie wieder" und jedes Jahr stelle ich mich wieder an die Startlinie. Bei den Amateuren wurde der Start kurzerhand um 5 min vorverlegt, die Startreihenfolge so nicht eingehalten und einige kamen gerade noch so rechtzeitig zum Start. Ich war also auf alles gefasst. Unser Call-Up war jedenfalls nicht der Weltrangliste entsprechend, der belgische Favorit durfte nur in die zweite Reihe, während der letztklassierte sich ebenfalls in die 2. Reihe stellen durfte. Ich, wie immer, aus der letzten Reihe. Noch 10 sek.... Der Kommisär drückte den Abzug, die Hälfte des Feldes schoss aus den Löcher aber es fiel kein Startschuss. Pistole kaputt. Der eine Kommisär rief, wir sollen einfach fahren (obwohl alle bereits wieder angehalten hatten) während uns der zweite Kommisär zurückpfiff für einen zweiten Start, komplett ohne geordnete Reihenfolge.  Diesmal Oldscool mit Trillerpfeiffe, konnten wir mit einigen Minuten Verzögerung ins Rennen gehen. Die Rundentafel zeigte 10 Runden, in der Runde darauf immer noch 10 Runden und ab dann wurden es weniger. Auf dem Eis hatte ich Mühe, den Reifen zu vertrauen, auf den Geraden konnte ich dafür umso mehr Gas geben. Lange Rede, kurzer Sinn, eine erneute Aufholjagd, ohne Sturz oder defekt endete auf dem 22. Rang.

Und jetzt ab ins Bett und gesund werden für kommenden Sonntag wenn ich Eschenbach die nächste Station der EKZ Crosstour halt findet


3.12.2016 Cyclocross Nyon

 

Noch am Mittwoch lag ich flach im Bett, Donnerstag und Freitag war nicht viel besser, aber das Hotel war gebucht und alles organisiert, so machten wir uns trotzdem auf den Weg in Richtung Genfersee an das Radquer in Nyon. Das Rennen kannte ich vom letzten Winter als ich 3. wurde, dieses Jahr wurde als ein internationales Rennen eingestuft, somit war es vorbei mit den Podiumsambitionen. Die Strecke ist mehrheitlich flach und schnell, besonders bei den kalten Temperaturen wie sie heute herrschten. Knapp über dem Gefreierpunkt aber mit etwas Sonne und blauem Himmel. 29 Elitefahrer fanden sich ein zum Start. Aus der hintersten Reihe (Wieder einmal) ging ich ins Rennen. Ich suchte von Beginn an meinen Rhythmus und konnte so Runde für Runde Plätze gewinnen. In einer Vierergruppe um Rang 18 bis 21 fahrend, setzt ich 4 Runden vor Schluss eine erste Attacke. Ich kam etwas weg und musste von dort an mächtig beissen. Der Kopf brummte, der Bauch krampfte, die Nase war zu verschnupft um zu atmen, aber die Beine drehten super. 2 Fahrer konnten beinahe wieder zu mir aufschliessen, in den technischen Abschnitten holte ich dann aber ie entscheidenden Meter wieder raus und klassierte mich als 18. in den Top 20 in einem International besetzten Rennen. Für mich ein überraschend gutes Ergebnis, wäre ich doch heute morgen am liebsten liegen geblieben. Morgen gehts weiter in Sion.

 

Rangliste


20.11.2016 Radcross Gäufelden-Oeschelbronn, DE

 

Das schöne am Radsport ist ja, dass man an Orte auf der ganzen Welt gelangen kann, welche in keinem Reiseführer zu finden sind,  zum Beispiel HIttnau, Saint Bernard, Gavere oder so wie heute, Gäufelden-Oeschelbronn südlich Stuttgarts. Nebst der gedeckten Radrennbahn gehören wohl die Tankstelle und der Zigarettenautomat zu den Place-to-be`s des Dorfes. Es erwartete uns eine abwechslungsreiche Strecke in und um die Rennbahn. Technisch für jedermann fahrbar, aber um schnell zu sein musste man ordentlich an die Grenzen gehen, technisch wie körperlich. Eine Laufpassage sowie 2 Doppelhürden gab es pro Runde zu absolvieren. Die anderen Kategorien waren auf der kurzen Runde zu schnell unterwegs, so dass unser Start auf 15:00 vorverlegt wurde. Um 14:50 versammelten wir uns vor dem Start, die Elite Damen gingen zu dieser Zeit gerade auf die letzte Runde. 15:00, 15:05, 15:10..... Zum Glück schien die Sonne und es war angenehm warm. Plötzlich rief einer zum Start und kaum das Trikot abgezogen fiel dann auch schon der Startschuss. Nebst einer Handvoll deutscher Elitefahrern waren auch U23 und Mastersfahrer am Start. Ich positionierte mich an 3. Stelle und hängte mich ans Hinterrad meines Vordermannes. Der Spitzenfahrer vermochte sich allmählich abzusetzen, zu zweit versuchten wir den Anschluss zu halten, mussten aber technisch wie auch körperlich zurückstecken. Der Fahrer auf Rang 4 liess sich auch nie richtig abschütteln und so gab es nicht eine einzige Sekunde Erholung. 12 Runden gesamt gab es zu meistern, mir hämmerte der Puls bereits ab der zweiten Runde mächtig gegen die Schädeldecke. Der Führende drückte ordentlich in die Pedale und konnte seinen Vorsprung stetig ausbauen, der 4. platzierte liess immer mehr reissen und so kämpften wir Schulter an Schulter um Rang 2. Er war zwar stärker als ich, aber in einer Kurvenpassage war ich immer etwas schneller und so ging ich an vorderer Stelle in besagte Passage und machte Druck. Nach der zweiten Kurve hörte ich es scheppern, voila, Ziel erreicht, er legte sich hin und ich hatte nicht nur das Loch, sondern auch nur noch 3 Runden zu fahren. Kette rechts, Kopf runter und treten. Ich hatte das Gefühl, gleich zu explodieren, aber anscheinend nicht nur ich, und brachte den zweiten Rang Sturzfrei ins Ziel. Ordentlich im Elend gab ich mir die kalte Dusche. Die Form ist gut und das Gefühl auf dem Velo stimmt auch.

Mein GARMIN fasste mein Rennen in ein paar Zahlen zusammen: Durchschnittspuls 188 und max. Puls 218!!!!!! Verdientes Feierabendbier würde ich meinen....

 

Rangliste      GARMIN

      


13.11.2016 Superprestige Gavere

 

Das zweite Rennen unseres Belgien-Tripps war in Gavere, abgegliedert an die Superprestige Trophy, die höchste Liga in Belgien. Am Start fanden sich lediglich 29 Fahrer ein, 22 Profis und 7 Amateure, Weltmeister, niederländische Meister, Europameister, das ganze Programm. Die Besten waren also am Start und ich war ordentlich nervös als der Startschuss ging, bzw. nicht ging und so der Kommissär mit der Trillerpfeiffe das Rennen um 15:00 eröffnete. Die Strecke war dreckig, aber gerade noch so mit viel Kraft fahrbar. Nebst einer schmierigen Abfahrt war die Strecke nicht sehr technisch anspruchsvoll aber Kräftezehrend. Ich kam gut weg und konnte die erste Runde lang den Anschluss halten, brauchte aber etwas Zeit um in den Rhythmus zu gelangen. In Runde 2 schloss ich zum japanischen Meister auf und wir fuhren geimensam eine weitere Runde. Nach der Abfahrt folgte eine knackige Steigung welche ich gerade so fahrend bewältigen konnte, meine Begleiter nicht, und so war ich alleine auf der Verfolgung weiterer Fahrer. Der Amerikaner vom Freitag und ein anderer Belgier kamen in Sichtnähe als mir die Beine aufgingen. Ich konnte richtig aufdrehen, holte die 2 Fahrer ein und fuhr gleich vorbei. Meine letzten 2 Runden fühlte ich mich super, ich hatte ein grossariges Gefühl auf dem Velo, konnte sicher und schnell durch die Kurven und hatte in den Steigungen die lange vermisste Kraft wieder zurück. In einem hoch dotierten Feld erreichte ich Rang 25,  Platz 1-22 sind nur Profis gelistet. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung und hoffe, dass ich diese auch in der Schweiz wieder umsetzen kann. Danke an meine Begleiter fürs helfen, frieren, putzen, schrauben etc.

 

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11.11.2016 Soudal Cassics Niel, Belgium

 

Alle Jahre wieder.....machen wir uns auf den Weg nach Belgien um ein Wochenende lang auf höchstem Niveau auf die Kappe zu kriegen. Dieses Jahr stand am Freitag Niel auf dem Programm, das Jaarmarktcross im Rahmen der Soudal Classics Rennserie. Nebst vielen Profis waren eine Handvoll Amateure am Start, was die Hoffnungen stärkte, nicht ganz zu hinterst auf der Rangliste zu erscheinen. Die Strecke kannte ich vom vergangenen Jahr, mit Ausnahme der Sandpassagen kam ich damit ganz gut zurecht. Neu wurde ein "Schneckenhaus" (Bild) aufgestellt, da wird einem vor lauter Kurvenfahren fast schwindlig. Am Start kam ich mässig gut weg und war dann ziemlich eingebaut, fand schliesslich meinen Tritt und machte einige Ränge gut. Das Wetter spielte gut mit, ansonsten wäre der Grossteil der Strecke nicht fahrbar gewesen. In der Gruppe mit einem Amerikaner und einem Belgier drehten ich Runde für Runde, ehe ich  sie in der technischen Passage distanzieren konnte. Ich schaffte den Anschluss an 2 weitere Belgier, ehe diese mich im Sand abhängten. Sand fahren kann ich nicht, werde ich nie können, wird mir auch weiterhin egal sein. Rang 23 am Ende, geht in Ordnung, aber noch nicht das Gelbe vom Ei.

 

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5.11 + 6.11 Pfaffnau und EKZ Crosstour Hittnau

 

Das Wochenende ist schnell erzählt, schlechte Beine, schlechtes Wetter, schlechtes Resultat.

Danke an André fürs aushelfen in Pfaffnau!

Nächstes Weekend weiter in Belgien.

 

 

Bilder Hittnau


23.10.2016, Cyclocross Saint Bernard, Elsass

Bei Nieselregen machten wir uns auf den Weg in Richtung Sonne, Richtung Elsass in kleine Dorf Saint Bernard. Die Sonne begegnete uns leider während der gesamten Autofahrt nicht, dafür wurde der Regen umso intensiver. Vor Ort angekommen holten wir unsere Startnummern und wollten erst mal einen Kaffee trinken. Das einizge Restaurant weit und breit war allerdings gefüllt mit einer schwarz gekleideten Geselschaft da nebenan der Friedhog liegt. Kein Kaffe also. Der Regennahm zu, die Temperaturen ab. Wir verweilten eine Weile im warmen Auto und schickten Anina mit 10 Euro in der Tasche in die Festwirtschaft etwas Essen holen. Wir staunten nicht schlecht, als sie mit 2 Crepes und einem grossen Stück Kuchen zurück kam. Da kriegt man noch was für sein Geld, besonders weil ie immer noch 5 Euro in der Tasche hatte. Die Strecke ist kurz erklärt, Wiesen und Teer, relativ schnell und technisch einfach zu fahren. Start um 15:00. Nebst einigen einheimischen waren noch ein paar Deutsche und wir 2 Schweizer am Start. Das französische Startprozedere ist mir nach wie vor unbekannt, jedenfalls ging es plötzlich los. Auf der Startgeraden sprintete ich auf Rang 4, als es zum ersten Mal in die dreckige Wiese ging schob ich mich nach vorne und legte einen Zahn zu. Bei der ersten Passage durch die Wechselzone konnte man gut einen Blick nach hinten werfen und da schaute ich schräg aus der Wäsche als ich plötzlich alleine war. Ich suchte meinen Tritt und liess 2 weitere Fahrer aufschliessen. Auf der geraden verweigerten sie die Führungsarbeit, war nicht weiter schlimm da der Windschatten nicht relevant war. in Runde 5 von 10 verschärfte ich das Tempo direkt vor einer schmierigen Kurve, ich kam gut durch, die 2 Kolegen hinter mir bautan einen Haufen. Ich hatte einen Vorsprung und gab ihn nicht mehr her. Nach 52min überquerte ich als Sieger die Ziellinie. Mein letzter Sieg ist eine Weile her, vor 5 Jahren das Goldenrace in Schleitheim wenn ich mich recht erinnern kann. Ahja, auch für den Sieger gabs keine Dusche vor Ort, für das habe ich ja den kleinen Hochdruckreiniger dabei. Die Siegerinterviews muss ich unbedingt im Web suchen, ich habe den fragenden nicht verstanden und er hat meine Antworten nicht verstanden, wird sicher ein amüsanter Text. Highlight war dann die Siegerehrung in einer kleinen Schreinerei: Je kleiner das Rennen umso grösser die Preise: Nebst einem Preisgeld und Blumen gabs noch ein Pokal und ein Riesen Früchtekorb. DANKE SAINT BERNARD!

 

 Bilder


16.10.2016 Radquer Steinmaur

 

Vom Nebel eingehüllt machte ich mich auf zur Streckenbesichtigung in Steinmaur. Bereits zum 55. Mal fand dieses Rennen statt, für mich war es die 4. Teilnahme so weit ich mich erinnern kann. Das Elitefeld war gross und stark besetzt, wieder fanden viele Ausländer den Weg in die Schweiz um uns das Leben schwer zu machen.  Die Sonne kämpfte sich durch den Nebel und machte die schnelle Strecke noch schneller. Am Start kam ich nicht gut weg, es war einfach zu wenig Platz. Ich suchte meinen Rhythmus und wollte mich nicht zu sehr von den gegnern beeinflussen lassen, als dann aber Topfahrer auf Grund von Defekts und Stürzen von hinten an mir vorbei brausten konnte ich nicht anders und hängte mich an die jewieligen Hinterräder. Für eine halbe Runde konnte ich die Pace halten, dann schaltete ich einen Gang runter. Die ersten par Runden lag ich irgendwo um Rang 25. nach vorne eine kleine Lücke, nach hinten ebenfalls. Die Strecke war gespickt mit Löchern, den Finger hat es mir bereits blutig gescheuert, da rutschte mir die Sattelstütze Stück für Stück nach unten weg. Ehe ich saure Oberschenkel bekam wechselte ich das Velo, brauchte aber beinahe eine Runde um mich darauf wohl zu fühlen und mit den härter gepumpten Reifen Vertrauen zu fassen. Die Lücke nach vorne wurde grösser, die nach hinten nicht, aber ich biss mich über die Renndauer von einer Stunde durch und konnte das erste Mal diese Saison als 25. an einem C1 Rennen (International höchste Stufe nebst Weltcup) in die Top 25 fahren. Nun liege ich kränkelnd im Bett, was das kommende Wochenende bringt kann ich noch nicht sagen.

 

Rangliste             


15.10.2016 FarmCX Ménières, Omnium Romand

 

Auf dem Bauernhof des ehemaligen Spitzenfahrrs Yves Corminboeuf fand gestern das erste Farmcross statt. Da Red Bull einer der Sponsoren war konnten wir uns schon im vorherein auf ein spezielles Rennen einstellen. Im kleinen Dorf angekommen machte ich mich gleich auf zur Streckenbesichtigung. Gleich nach der Zielpassage ging es durch den Bauernhof, in den Eingang rein, durch den Flur und wieder raus, auf Brettern über den Miststock. Die Reitanlage war mit Hürden gespickt, dann folgte die Durchfahrt durch die grossen Hallen in welchen sie Tabak trockneten, gefolgt von einem Gewächshaus mit sandigem Boden. Das Tabakfeld selber durfte auch nicht fehlen und die quer zur Fahrtrichtung gelegenen Traktorenspuren erleichterten die Sache nicht wirklich. Ein Schräghang da, ein Strohballen zum drüberspringen hier, und ein Apfelbaum auf 1m70 Höhe zum unten duchfahren dort, die Strecke machte wirklich Spass. Da es kein internationales Rennen war, hatte der Veranstalter keinerlei Richtlinien der Verbände zu befolgen. Der Start erfolgte zusammen mit den Masters / Junioren / Elite /Amateuren auf der Wiese. Eingereiht, 20 Personen nebeneinander um nach 40 Meter die Strecke auf 3 Meter zu verschmälern. Mit nur 2 Stürzen war es ein freundlicher Start, die Ellbögen wurden nicht zu weit ausgefahren. Nach der ersten Runde kam ich an etwa 8. Stelle gefahren, kämpfte mich stets nach vorne bis auf den 4. Rang. Das Spitzentrio stets im Blickfeld kam ich immer näher. Nach der 5. Runde musste ich dann aber rausnehmen um nicht zu explodieren, ein weiterer Fahrer passierte mich und so drehte ich meine Runden auf dem 5. Rang.  Ein weiterer Local schloss zu mir auf, technisch war ich schneller, er hatte aber mehr Dampf in den Waden und konnte mich so auf dem Tabakacker distanzieren. Die letzten paar Runden zerrten dann doch an den Kräften, aber ich brachte einen 6. Platz sicher ins Ziel.

Morgen gehts gleich weiter mit dem Radquer in Steinmaur.

 

Fotos         Rangliste


02.09.2016 EKZ Crosstour Aigle

 

Während sich das Summen der Freilaufrollen über den Rennplatz verbreitete, konnten wir den dunklen Gewitterwolken zusehen, wie sie sich über uns aufbäumten und die Toren öffneten. Noch 25min bis zum Start, die bis anhin trockene Strecke in Aigle scheint grade zu einem Pokerturnier zu werden, Reserveräder wurden ausgeladen, Reifen gepumpt, es wurde diskutiert, gefachsimpelt und am Ende war doch niemand schlauer wie die Strecke gleich sein wird. Ich blieb bei den Trockenreifen, die Mehrheit montierte die Medium Reifen, und einige Pessimisten rollten auf Schlammreifen an den Start. Im Startgatter war es nicht nur nass sondern auch recht kühl, das Warm-up Spray der Glattrasierten Waden stichelte in den Nasenhöhlen, Die Pedalplatten klackten sich verbindend in die Pedale, warme Trikots wurden abgelegt und der Puls kletterte nach oben. Noch 30 Sekunden.....20...10....Start! 43 Elitefahrer knallten los auf 11 Runden. In einer der ersten Runde knallte es erneut, allerdings mit 2 Fahrern vor mir, bzw. kurze Zeit später hinter mir. Mein Start war okay, ich wollte nicht zu sehr reinpreschen um am Ende wieder einzugehen. Ich war mit den Leuten dabei und spulte Runde um Runde ab. Ich fand meinen Tritt, fühlte mich gut und vor allem sicher mit den Reifen, der Regen verflüchtete sich schnell in der Wiese, der Gripp war immer noch da. Die Kraft fehlte mir etwas, das dadurch entstandene Loch konnte ich aber in jeder Runde wieder im "Sandkasten" zufahren. Halbzeit, Runde 6. In einer Gruppe um die Top30 fahrend schossen wir zu sechst in die erste Kurve rein, aber nur noch zu fünft wieder raus. Ich fand mich am Boden wieder, neben mir mein Velo mit dem Reifen neben statt auf der Felge. Aufstehen, fluchen, Trikot richten, Reifen aufdrücken, nochmals fluchen und dann relisieren, dass ich mich 10 Meter hinter der Wechselzone befinde. Gemäss sagenhaftem Reglement darf ein Fahrer NACH der Wechselzone nicht mehr umdrehen, sondern muss die Strecke in Fahrtrichtung absolvieren, bis er wieder die Wechselzone erreicht. Dieses "Reglement" kostete mich gut eine Minute, bei einer Sieger-Rundenzeit von 5min30 ist das quasi technisch K.O. In der 7. Runde sah ich dann auch schon oben genannte Rakete heranfliegen, drehte kurzerhand meine Fahrtrichtung um, in Richtung Dusche. Did not Finish steht auf der Rangliste, die Beine schmerzen trotzdem und das anschliessende Fondue in Gruyere schmeckte deswegen nicht weniger gut. Nach einem weiteren Kilo Colléekit kann es nächste Woche weiter gehen in Mettmenstetten.

Rangliste


25.09.2016 Radcross Illnau

Das Rennen in Illnau ist eines der Physisch anspruchsvollsten Rennen, technisch nicht schwer und die Strecke breit abgesteckt um in den Kurven die Geschwindigkeit zu halten. Die Startliste las sich wie an einem der ganz grossen Rennen, viele Ausländer, sehr viele Profis, 45 an der Zahl. Ich reihte mich hinten ein, kam aber am Start sehr gut weg und fand mich gleich in den ersten 20 wieder,  eingekeilt zwischen Belgier welche nicht nur die Ellbögen ausfuhren, sondern auch ihre Hände an fremden Lenkern / Körpern platzierten. Fairplay geht anders.... Ich wollte mir meine Kräfte einteilen um eine ganze Stunde durchzuhalten, so viel zum Tagesziel, der Rang war nach dem Blick auf die Startliste eh nur noch zweitrangig. Ich nahm etwas an Tempo raus, hielt mich aus dem Gerangel der übermotivierten raus und suchte meinen Tritt. Die Pros schossen an mir vorbei, auch noch in der zweiten und dritten Runde, danach war ich mit "gleichgesinnten" unterwegs. Runde um Runde spulten wir ab, die Rundenzeit variierte nur um Sekunden, der Puls pendelte sich bei 180 ein. Gegen Ende konnte ich sogar noch etwas zulegen und einige Ränge gewinnen. Platz 33 nach 9 Runden, die Hände wundgescheuert, die Lunge blutig gekeucht, die Beine sauer gefahren und ein wohliges Gefühl im Bauch. Das Resultat ist in Ordnung, nicht mehr und nicht weniger.

 

Bilder           Rangliste


19.09.2016, EKZ Crosstour Baden

Baden läutet jährlich die Radquersaison ein, als erstes grosses Rennen in Europa, meist Sonnenverwöhnt und mit hochkarätigem Fahrerfeld. So auch gestern, zumindest was das Fahrerfeld betrifft. 59 gemeldete Fahrer,  davon 9 Belgier, womit das Podium bereits mal reserviert war. Der Start war um 15:15, auf dem "Parkplatz" standen wir aber bereits um 7:30, da meine Freundin und ich die Rollen tauschten, sie heftete sich eine Nummer an, ich spielte den fürsorglichen Betreuer. War also (wieder) nix mit ausschlafen heute. Sie schlug sich tapfer ich gab mein Bestes, so weit so gut. An den Regen musste ich mich erst gewöhnen, sonst hatte ich nach Baden eher Sonnenbrand und eine verstaubte Lunge, heute nach der ersten Besichtigungsrunde klamme Finger und ein 5kg schwereres Velo. Am Nachmittag besserte das Wetter, durch die vielen Teilnehmer der anderen Kategorien trocknete es aber kaum ab. Eine Stunde vor meinem Start öffneten sich die Wolken erneut, es prasselte auf die Heckklappe und somit war das Thema Reifenwahl auch vom Tisch, die Schlammreifen müssen her, diejenigen, welche letzten Winter nur 3 mal zum Einsatz kamen. Da ich weder in der Weltranfgliste vertreten bin, noch ein BEL in meinem Pass stehen habe musste ich mich zuhinterst im Feld einreihen, und das ist bei 59 Leuten schon ziemlich weit hinten. Den Start erwischte ich super, Scheibenbremsen sei Dank konnte ich in den Kurven später in die Eisen steigen und innen vorbei ziehen. Viele Athleten legten sich auf dem schmierigen Untergrund hin, es wurde geflucht, geschrien, gerempelt und Material kaputt gefahren. Nach Runde 1 lag ich bereits an 35. Stelle, eine Runde später befand ich mich in einer Gruppe um Rang 25-31. Ich fühlte mich gut, wenn auch schon ziemlich am Limit. In Runde 4 bekam ich dann Mühe, den Rhythmus meiner Begleiter zu halten, verlor den Kontakt, hielt mcih aber weiter auf Position 30-35. In Runde 5 aber besuchte mich der Mann mit dem Hammer, die Beine kamen zu schnell in die Säure, der Herzschlag war seit Beginn jenseits der 180er Grenze. Ich verlor zunehmends an Kraft. Für meine 6. Runde brauchte ich geschlagene 30 sek. länger als die vorhergehenden (7min 40) die 7. sogar 42 sek länger, womit die Top 35 ausser Reichweite geriten und mich die 4 Spitzenfahrer (3 davon aus Belgien) überrundeten und mich somit frühzeitig unter die lauwarme Dusche schickten. Rang 41 am Ende und ich war froh, konnte ich früher aus dem Rennen. Die Beine drehten zu Beginn super, im Kopf war ich bereit, vom technischen den anderen oft überlegen. Erfahrungsgemäss kann ich nun von Rennen zu Rennen etwas länger mithalten, bis es dann vielleicht irgendwann bis ins Ziel reicht. Wir werden sehen. Nächsten Sonntag in Illnau, Start 15:00.

 

Rangliste         Bilder         GARMIN-Daten


Qiansen Trophy China, C1 Rennen.

 

Einige Impressionen u den 2 Rennen in China findet ihr in Kürze in der Galerie. Bericht folgt.....

 


14.08.2016, Argovia Cup Hägglingen

Eine ganze Weile ist es nun her, seit ich mir das letzte Mal eine Startnummer an den Lenker gekabelbindert habe. Ich hatte etwas Pause, gefolgt von schönen MTB Touren und Pässefahrten mit dem Rennrad. In ein paar Wochen beginnt die Quersaison und bis dahin habe ich noch einiges zu tun. In erster Linie, die Belastung hochfahren, und deshalb stand ich heute im Aargau am Start des Argovia Cups. Die Teilnehmerzahl war überschaubar, die Strecke kurz und knackig, aber nicht anspruchsvoll. Das Wetter liess ausnahmsweise mal erahnen, dass in der Schweiz Sommer ist, und die Sonne brannte uns mit 32° auf die Helme. Start um 13:30. Ich war etwas nervöser als sonst, etwa 15 Pulsschläge nervöser um genau zu sein, denn ich hatte keine Ahnung was meine Beine bringen würden. Die Startschlaufe und die erste Runde hielt ich an der Spitze mit, liess dann aber im steilsten Stück reissen, Puls 195 sind genug, das Rennen noch lang. Die ersten Amateure, welche 30 sek. nach uns starteten, holten mich mal ein, ich wiederum fuhr auf die Spitze der Damen auf, was für etwas Ghetto sorgte sich Rangmässig zu orientieren. Mein Ziel war es, eine Stunde durchzuziehen, so lange dauern die Crossrennen, nach 45min. wurde ich langsam müde, der Einbruch kam aber erst nach 1h 15.  Nach 1h21. erreichte ich das Ziel schliesslich müde und sonnengerötet an 5. Stelle. Gut, nicht sehr gut, aber immerhin gut. Nächsten Sonntag steht ein Kriterium in Schaffhausen an.

 

 


19.06.2019 EKZ Cup Hittnau

Mieses kaltes Wetter, schlechte Beine, nicht meine Strecke, wenig Motivation, defekt am Velo und somit schnelle unter der Dusche als  ursprünglich geplant.

Nun beginnen die Vorbereitungen für die kommende Quersaison.


12.06.2016, Estavayer-le-lac

Off-Day in die Top 30.

Seit ca. 5 Jahren habe ich nicht mehr an einem Marathon teilgenommen, zu lang, zu wenig technisch, zu langweilig. Die Strecke in Estavayer ist nach wie vor nicht technisch, mit 60km doppelt so lange wie ich es mit gewöhnt bin und langweilig, naja, werden wir ja sehen. Um 12:00 fiel der Startschuss für die 60km Distanz, 346 Fahrer nahmen die Strecke in Angriff. Zu Beginn war das Rennen neutralisiert, als es dann richtig los ging begann die Rangelei. Ich hielt mich raus aus den Zweikämpfen, hatte ja noch 60km Zeit um mich nach vorne zu kämpfen. In der ersten Steigung ginge dann richtig los, die Profis drückten die Pedale runter und aus dem Feld wurde eine lange Kette. Ich hielt lange in der ersten Verfolgergruppe mit, ehe ich nach 25km Probleme bekam. Immer in den steilen Anstiegen (davon gab es viele) übersäuerten meine Waden, lag wohl an den zahlreichen Regentrainings vergangener Wochen. Der Puls kam selten über 150 Schläge, die Beine fühlten sich immer dicker und dicker an. In den dreckigen Abfahrten schloss ich oft wieder auf, konnte aber in den folgenden Steigungen nicht mehr folgen. So verlor ich den Anschluss an die Verfolgergruppe und somit die Top 15. Die letzten 20km der Strecke kannte ich von vergangenen Jahren, damals als Junior als ich die 30km Distanz absolvierte. Ich gab Gas wo es nur ging, quälte mich über die Distanz und sprintete am Ende auf den 26. Gesamtragn in 2h 57min. mit einem Durchschnittspuls von 141 Schlägen/Minute war dieses ,,Rennen,, für mich eine regenerative Grundlagenausfahrt.  Halbwegs bin ich zufrieden, habe auch nicht sonderlich viel erwartet vom Rennen und die Motivation ist bei einem Bikerennen mit grossem Teerstrassenanteil auch relativ gering. Ein gutes Training für die kommende Quersaison war es bestimmt.

Nächsten Sonntag: Regenrennen in Hittnau

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Swiss Bike Cup in Gränichen, seit Jahren fixer Bestandteil im internationalen Rennkalender und seit Jahren fett angestrichen in meinem Kalender. So wie ich mich erinnern mag stand ich am Sonntag zum 6. Mal am Start, vor 2 Jahren kam ich zum ersten Mal bei einem Amateurrennen in die ersten 10, letztes Jahr packte ich die Weltcup Quali in Gränichen und diesen Sonntag wollte ich einfach ein geiles Rennen abliefern. Der Wetterbericht war etwas verstörend, genauso gut könnte ich meine Zukunft aus dem Kaffeesatz lesen… Am Rennlatz angekommen ging ich auf in Richtung Start, die U23 Athleten fuhren gerade ihre letzte Runde, gezeichnet von den Strapazen des Morasts, Mensch und Maschine und am Limit und drüber. Als der Sieger Dreckübersäht die Ziellinie überquerte machte ich mich auf den Weg zur Streckenbesichtigung. Nach der ersten langen Steigung stach ich in die Abfahrt und legte mich gleich aufs Maul. Meine Trockenreifen waren etwas sehr optimistisch, zudem helfen einem Streckenkenntnisse nichts wenn die Strecke geändert wurde. Luft ablassen, Dreck abschütteln, Brille richten und weiter. Es war schmierig und der Dreck setzte zwar an, es war aber bereits am abtrocknen. Die zweite Runde ging Sturzfrei und einiges zügiger. Nach dem Bike putzen zog ich neue Reifen auf, Trockenreifen, aber neue. Startnummer montieren, in den Kombi zwängen, auf die Rolle, Musik an, Welt aus. Noch 30min bis zum Start, der Donner überklang mittlerweile den Bass meines Warm-Up mixes, meine Photochromatische Brille stellte sich auf Regen ein und es roch zunehmends nach Sommergewitter. 2 min. später öffnete der Himmel seine Tore, meine Motivation stieg ins unermessliche, ich liebe dieses Wetter! An 45. Stelle ging ich ins Rennen, 2. letzte Reihe. Ich kam gut weg, teilte aber meine Kräfte von Beginn ein und konnte mich in der ersten Steigung nach vorne arbeiten. In der Abfahrt war ich weiter auf der Überholspur unterwegs, erwischte aber den falschen Abzweiger und war plötzlich auf der Chickenline ,statt auf der direkten technischen, sofort waren wieder 5 Plätze weg. Die erste Runde absolviert ich als 35. ein sehr guter Rang für ein solch internationales Feld. In der ersten Abfahrt erwischte ich erneut die Chickenline, so sehr hatte ich die alte Streckenführung im Hinterkopf. Die paar Ränge holte ich aber wieder auf. In der folgenden Abfahrt fühlte sich mein Bike sehr hart an, ehe ich bemerkte, dass das Fahrwerk blockiert blieb. Nach mehrmaligem Drücken wurde es wieder sanft, blieb es aber auch. Wie im Schaukelstuhl drückte ich die Steigungen hoch. Rang 36. nach der zweiten von 6 Zieldurchfahrten, mit Zug nach vorne. In der Abfahrt erwischte ich diesmal die richtige Linie, schwartete mich aber um den Baum weil ich den Lenker nicht richtig halten konnte, der Bremspunkt war verreist, der Hebel ganz am Lenker. Es wurde nicht besser, die hintere Bremse versagte vollständig und in den steilen Abschnitten musste ich stets zu hart in die vorderen Eisen steigen was für untersteuern und schliesslich zu Bodenproben führte. Weitere 3 Runden ohne Bremse und mit weichem Fahrwerk? Am Berg allen davon um in den Abfahrten zu Fuss überholt zu werden? Nein Danke, in der Wechselzone warf ich das Handtuch, technischer K.O. Die Beine hätten ordentlich was her gegeben, aber wenn der Bock nicht will dann will er halt nicht. Die kalte Kärcherdusche hat er verdient.

 

Nächsten Sonntag starte ich spontan in Estavayer am Marathon und beginne so indirekt mit den Vorbereitungen auf die Quersaison.

 

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29.05.2016 EKZ Cup Wetzikon

 

Das Wetter schien gut zu sein, mit mir zumindest, sagte doch der Wetterbericht starker Regen voraus. Hoffen wir mal, dass er Recht behalten würde. Die Strecke in Wetzikon ist an Langeweile kaum zu überbieten, 3 kleinere Wurzeln waren wahrscheinlich das schwerste am ganzen Rundkurs, da konnten auch die unsteilen Steilwandkurven nichts ändern. Bei der Streckenbesichtigung war es noch trocken, zumindest von oben. Nach nicht mal einer halben absolvierten Runde musste ich vom Rad und den Antrieb vom Dreck befreien da beide Räder nicht mehr drehten. Der einzige kurze Anstieg, obwohl nicht steil, war nicht fahrbar. Naja, erst mal das Bike putzen, 3 Schläuche standen zu Verfügung, die Schlange davor länger als im Lebensmittelgeschäft zur Mittagszeit sich Pensionäre wieder einmal unter das Arbeitervolk mischen wollen und den Wocheneinkauf tätigen. Start um 13:15, noch eine Stunde. Ich montierte meine Nummer, legte die Gels bereit und setzte mich fürs warm-up auf die Freilaufrolle. Dumm nur, das mein neues Bike wesentlich länger ist als normale Rennräder, zu lange für die Rolle, womit ich mein warm-up im mittlerweile strömenden Regen absolvierte. Regenkleidung sei Dank! Der Start verzögerte sich dann um ein paar Minuten, was wir erst erfuhren, als wir den Grossteil unserer Kleidung bereits abgelegt hatten und die Betreuer in die Verpflegungszone marschierten. Naja, zumindest konnte ich aus der dritten Reihe ins Rennen gehen. Bei 16 Fahrer ergibt das 6 pro Reihe…. Das Damenfeld passt sogare unter einen einzigen Regenschirm, so viel zum Stellenwert des EKZ Cups. Mit einem lauten LOS wurden wir 2 min nach den Junioren/Masters auf die gefühlten 20 Runden geschickt. Ich kam gut weg, hatte aber etwas kalt in den ersten 3 Runden, dann fand ich meinen Tritt und es ging von Runde zu Runde immer besser. Der Regen setzte kurz aus um dann alles zu geben, was der Himmel hergab. Traumhaft! Die Strecke wurde wässerig, das Bike wieder etwas sauberer und die Steigung konnte ich plötzlich fahrend absolvieren. Ich stampfte durch den Dreck nach vorne, einige Junioren/Masters holten wir noch ein, obwohl 2 min Vorsprung für diese Strecke viel sind. Nach etwas mehr als einer Stunde machte ich mich als 8.platzierter auf den Weg unter die wohlverdiente Dusche. Die Beine waren gut, gegen Ende bin ich nicht eingegangen und die Konzentration passte auch. Spass hatte ich allemal! 

Der Tag danach: 2 Liter Wasser aus dem Rahmen gewaschen, Tretlager neu, Steuerlager neu, Bremsbeläge neu, Kette nach dem nächsten Rennen wohl auch neu…. Dahin ist das hart erkämpfte Preisgeld. 

Next Race: Swiss Bike Cup Gränichen, es wird technischer ;-)

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EKZ Cup Schwändi

 

Keine 4 Wochen ist es her, als Schwändi die EKZ-Cup Saison einläuten sollte, das Rennen aber wegen Schneefalls verschoben wurde. Von Schnee war heute nicht die Spur zu sehen, lediglich ein paar Lawinen weiter oben in den Bergen liessen uns wissen, dass der Winter noch nicht all zu weit zurück liegt.  Strahlende Sonne, blauer Himmel, trockene Strecke und ein Gelati Stand im Renngelände, besser kanns nicht sein für ein  Sontag Nachmittag. Der Start war um 13:15 für die Masters, 2 min später Elite/Amateure. 6 Runden plus eine Startschleife, gesamt 30km Distanz, über 30 Fahrer waren am Start.Da ich einmal mehr den Meldeschluss verpasste und mich vor Ort anmeldete, startete ich aus der hintersten Reihe. Ich fühlte mich stark, konnte aber auf der schmalen Strasse nicht überholen, erst später in der Steigung, als es bereits erste Grüppchen gab, kam ich nach vorne. Die Startschlaufe war schnell absolviert und vorne bildete sich eine grosse Spitzengruppe. Da wollte ich hin, ich pushte die Steigung hoch und schaffte tatsächlich den Anschluss. Schnell zog es die Gruppe auseinander, ehe ich mich in einem Quartett befand, fahrend um Rang 11-14. In der 3. Runde drehte ich auf, vor mir die Top Ten in Sichtweite, pushte ich zuerst die Teersteigung hinauf, die zweite Steigung im Wald fiel mir deutlich schwerer und die dritte längere Steigung zwang mich in den roten Bereich. Ich kam nicht ran, büsste aber sofort für mein überdrehen und fiel gleich mehrere Plätze zurück. Runde 4 und 5 ging gar nichts mehr, ich fiel schier vom Velo und fasste in der Verpflegungszone das überlebenswichtige Cola. Der Zuckerschub rettete mich ins Ziel an 14. Stelle liegend. Damit bin ich sehr zufrieden, auch wenn ich mir quasi selber den Stecker gezogen habe, die Leistung stimmt und das mit der Renndistanz wird sich auch noch einpendeln.

Nächsten Sonntag ist in Deutschland ein Strassenrennen, vielleicht starte ich, vielleicht auch nicht, wir werden sehen.

 

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05.05.2016 Kriterium Diessenhofen

 

Alle Jahre wieder, findet in Diessenhofen beim Bahnhof das traditionelle Kriterium statt. 90 Runden à knapp 1km zu bewältigen, Amateur/Elite gemischt. Der Start war um 16:00 Uhr angesetzt, relativ spät, umso besser, da hatte ich genug Zeit zum ausschlafen, Zopf holen, Cappuccino machen und in aller Ruhe mich auf das Rennen vorbereiten. Die Bise wehte grässlich, mal von hinten, mal von der Seite, aber hauptsächlich von vorne, so zumindest mein Eindruck. Auf Los geht's los, und so ginge dann auch los. Zu Beginn hämmerte mein Puls ganz ordentlich, je länger das Rennen, desto besser fühlte ich mich. Nach einer Weile fühlte ich mich echt stark und freute mich bereits auf den Endspurt, da verriet mir das GARMIN, dass wir erst 35min unterwegs sind, 25 von 90 Runden absolviert. Ach du Sche…… Die Bise liess nach, das Tempo nicht, stets wurde attackiert, aus jeder Kurve, sogar in jeder Kurve, womit Stürze vorprogrammiert waren. Mitte Rennen gabs einen, direkt vor mir. Bremse auf, ausweichen, weiter, das Loch war da, und zwar nach vorne aber auch nach hinten. Ich versuchte den Anschluss zu kriegen, versäuerte aber jämmerlich. Aktuell wiege ich schlappe 67kg, mindestens 5kg zu wenig um bei einem Kriterium ein Solo hinzulegen. Ich liess mich zurückfallen und erholte mich im Windschatten der anderen. Einen weiteren Zwischensprint versuchte ich zu ergattern, hatte aber gegen die organisierten Teams und die Bärenstarken Jungs mit Beinen wie Baumstämme nicht den Hauch einer Chance. Als das Ende nahte versuchte ich es nochmals mit einem Angriff, nach nicht einmal einem Kilometer war dieser wieder vorüber und ich ersehnte die Ziellinie herbei. 

Nach 1:49h und 23 Sekunden hatte ich die 89 Runden absolviert, mit einer Runde Rückstand auf das Spitzentrio, welches uns 3 Runden vor Ende einholte. 43km/h Durchschnitt sind ordentlich, ebenso der Puls mit 178 und 234 Maximal. 72.2km/h war meine Spitzengeschwindigkeit im Schlusssprint, da war ich selbst überrascht ab mir selber.

Ich bin mehr als zufrieden mit meiner Leistung heute, die volle Renndistanz ohne Einbruch überstanden, die Kraft war da, der Puls ging hoch und ich fühlte mich Pudelwohl im Feld und auf meinem Velo. 

Am Sonntag geht's weiter auf den breiten Reifen, erster Lauf EKZ CUP in Schwändi.

 

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18. April, SwissBikeCup Buchs

 

Der Samstag Abend war geil, dem entsprechend die Nacht eher kurz, auf meinem CarboLoader stand Heineken geschrieben, aber ist ja alles kein Problem, als Elite Fahrer startet man sowieso erst Nachmittags. In Buchs angekommen musst eich zuerst die Startnummer vom letzten Wochenende wegnehmen bevor die neue ran kam.So viel zu meiner Vorbereitung. Die Frauen waren noch am fahren als ich erfuhr, dass der Start um 14:00 ist und nicht wie von mir gedacht eine halbe Stunde später. Somit fand das aufwärmen direkt auf der Strecke statt. Das Wetter war für mich super, Regen Regen Regen und 10 Grad. Keine Atemprobleme wegen dem Blütenstaub, keine brennende Lungen wegen zu heissen Temperaturen und keine klammen Finger weil es zu kalt wäre. Mit der Nummer 25 konnte ich mich mittig im Feld einstellen. 3min später lag ich bereits auf dm 5. letzten Platz, der Puls war bei 200 angekommen, die Beine am säuern. Bergab in den technischen Passagen schaffte ich den Anschluss an das Hauptfeld wieder, verlor aber in den steilen Anstiegen wieder Zeit. Ich hatte Spass an dem Rennen, besonders bergab fühlte ich mich pudelwohl, auch auf der Geraden war mein Tritt nicht schlecht, aber am Berg fehlt es mir ganz klar an der Kraft momentan. Am Ende erreichte ich das Ziel als 29. da einige vor mir noch ihre Räder und Rahmen zerlegten, hinter mir die grosse Leere. Die Leistung, zumindest Pulsmässig, war sehr gut, das technische auch und der Kopf passte auch. Das fehlende Trainingslager und der nicht vorhandene Formaufbau zeigt seine Spuren. Das nächste Rennen plane ich am 5. Mai ein, somit habe ich mehr Zeit für Grundlagentraining und Kraft. Mal schauen obs was bringen wird.

 

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10.04.2016 Bundesliga Bad Säckingen

Nach einem guten Start irgendwie über die Runden gekommen, schwache Beine, schwache Lungen, schwacher Tag. 55. Platz am Ende

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03.04.2016 Swiss Bike Cup Rivera

 

Eine technisch anspruchsvolle Strecke läutete für mich gestern den Saisonbeginn im Tessin ein, um 14:30 startete ich zusammen mit 59 weiteren Fahrer über 7 Runden. Von der Weltspitze waren einige grosse Namen am Start welche ordentlich aufs Gas drückten.  Ich startete in der 3. hinterste Reihe, nach der ersten Rampe war ich fast ganz hinten, konnte aber in der Abfahrt einige Ränge gut machen. Ich sass erst zum 4. Mal auf meinem neuen Bike, daher fühlte ich mich nicht zu 100% sicher in den anspruchsvollen Passagen. Die Strecke war ein auf und ab, grösstenteils Singletrails und bei Zeit zum verschnaufen. Die ersten 2 Runden verbrachte ich in einem Grüppchen, ehe ich zusammen mit weiteren Fahrer den Anschluss verlor. 7 Runden waren es gesamt, ich stellte mich auf 5 ein, da ich nicht wusste ob die 80% Regel angewendet wird. Und so war es auch, in meiner 5. Runde wurde ich von der Spitze eingeholt und nach der Ziellinie aus dem Rennen genommen. Zum Glück, ich war in meiner letzten Runde 2 mi. langsamer als in den vorhergehenden, da fehlt es definitiv an Rennhärte.Rang 54. geht in Ordnung. Nächsten Sonntag starte ich in Deutschland, Bundesliga in Bad Säckingen, um genau diese Rennhärte zu erlangen.

 

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23.03.2016

 

Statt Kilometer zu sammeln, die Beine zu bräunen oder über Trails zu heizen liege ich flach im Bett.

Saisonstart voraussichtlich im Tessin, Swiss Bike Cup am ersten April Wochenende.


Rennkalender 2016:

 

13.03.2016 Niederhelfenschwil

03.04.2016 Swissbikecup Rivera

17.04.2016 Swissbikecup Buchs

05.05.2016 Kriterium Diessenhofen, Strasse

 

05.06.2016 Swissbikecup Gränichen

19.06.2016 EKZ Cup Hittnau

17.07.2016 Schweizermeisterschaft CC Echallens

28.08.2016 Swissbikecup Basel

 

18.09.2016 EKZ Crosstour Baden

02.10.2016 EKZ Crosstour Aigle

06.11.2016 EKZ Crosstour Hittnau

11.12.2016 EKZ Crosstour Eschenbach

02.01.2016 EKZ Crosstour Meilen